Werder Bremen
Nach der Trennung von Trainer Thomas Schaaf begründete Werder Bremen-Sportchef Thomas Eichin am Mittwoch auf die Entscheidung: "Das ist kein Rücktritt. Das ist eine Trennung in beiderseitigem Einvernehmen." Thomas Schaaf nahm auf eigenen Wunsch nicht an der Pressekonferenz teil.
Video: Werder-Sportchef Thomas Eichin begründet die Entscheidung
Einstellungen, Infos und Kommentare
"Für viele hier ist es ein überraschender Termin und eine überraschende, schnelle Entscheidung", begann Eichin die Pressekonferenz. Nachdem der Kraftakt Klassenerhalt geschafft war, habe es keinen Grund mehr gegeben, noch länger mit den Gespächen zu warten. Montag und Dienstag habe es daher Gespräche zwischen der Geschäftsführung und Thomas Schaaf gegeben. Das habe in einer guten und positiven Atmosphäre stattgefunden, in der sich die Beteiligten ausgetauscht haben. "Dort sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es das Beste für den SV Werder und alle Beteiligten ist, wenn wir uns trennen und neue Wege gehen", schilderte Eichin den Ablauf der letzten 48 Stunden.
Der Entschluss sei am Dienstag gefallen. Dabei wurde dem Wunsch von Thomas Schaaf entsprochen, beim letzten Saison-Spiel in Nürnberg nicht mehr auf der Bank zu sitzen. Bei der Auswärtspartie am Samstag werden die Co-Trainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach die Mannschaft begleiten.
Video: Reaktionen der Werder-Spieler auf die Trennung von Schaaf
Einstellungen, Infos und Kommentare
"Wir haben Verständnis dafür, dass er sich jetzt nicht nochmal vor die Kamera begibt, sondern, dass ich das tue", erläuterte Eichin. Dass sich Schaaf nicht noch einmal dem Medienrummel aussetzen wollte, der am Rande des Bundesliga-Spiels auf ihn eingeprasselt wäre und keine weiteren Fragen zu seiner Zukunft beantworten wollte, erklärt den Zeitpunkt der Bekanntgabe. Eichin betonte mehrfach die gute Atmosphäre, in der man auseinander gegangen sei. Desweiteren bedankte er sich für die geleistete Arbeit von Schaaf.
Als Gründe, für den Entschluss sich zu trennen, nannte Eichin unter anderem die Situation in der sich Schaaf seit Monaten befinde. "Ein Trainer, der seit Monaten überall in Frage gestellt wird - das ist ein unglaublicher Kraftakt für ihn gewesen, das durchzustehen", so Eichin. "Die Frage ist nur, wie sieht die Zukunft aus mit einem Trainer, der hier jeden Stein kennt, der alles mitgemacht hat, der an seinen großen Erfolgen gemessen wird. Oder ist der Weg eher mit einem anderen Trainer, der die jetzige Situation aufnehmen kann."
Video: Werder-Sportchef Thomas Eichin
Einstellungen, Infos und Kommentare
Daher sei man nach Zusammentragen der gesamten Faktenlage zu diesem Ergebnis gekommen. "Es geht auch nicht um die Person Schaaf als Trainer. Es geht um die Gesamtsituation des Vereins, um die Situation, die Schaaf in Zukunft hier vorfindet. Die haben wir analysiert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass das der richtige Weg ist." Darüber ob auch unterschiedliche Vorstellungen über die sportliche Ausrichtung des Vereins zur neuen Saison zu dem Entschluss beigetragen haben, kann man derzeit nur spekulieren. Gut möglich dass Sportchef und Trainer hier unterschiedliche Auffassungen vertreten haben.
Bei der Entscheidung sich zu trennen, habe Einigkeit in der Geschäftsführung geherrscht. Wie einvernehmlich die Entscheidung mit Schaaf war, steht auf einem Blatt. Auf die Frage, ob Schaaf mit der Bereitschaft in die Gespräche gegangen sei, über die Saison hinaus weiterzumachen, antwortete Eichin: "Schaaf ist Trainer mit Leib und Seele. Dass der nicht zu uns kommt und seinen Rücktritt anbietet, ist doch klar." Das klingt dann doch weniger nach einvernehmlicher Trennung als nach Entlassung.
Bei der Art und Weise der Trennung habe Werder Bremen die Wünsche von Schaaf berücksichtigt. Eine offizielle Verabschiedung soll noch stattfinden. Auch das soll in Abstimmung mit Schaaf geplant werden. Von Mannschaft und Kollegen hatte sich Schaaf am Morgen verabschiedet. In einer Video-Botschaft auf der Homepage des Vereins bedankte er sich zudem bei den Fans.
Wer den Posten als Chefcoach bei Werder künftig übernehmen wird, ist derzeit noch offen. Eichin kündigte an, die Trainer suche "mit der nötigen Seriosität und Ruhe" anzugehen. Namen wollte Eichin nicht kommentieren: "Natürlich habe ich einige Gedankenspiele, aber die werde ich hier und heute nicht mitteilen", sagte Eichin. Klar ist jedoch, dass ein Trainer von außen kommen werde.
Werder-Pressekonferenz: Abschied von Schaaf, [27:18]
Live-Ticker von der Pressekonferenz zum Nachlesen
Die Karriere von Thomas Schaaf in Bildern
Sport kompakt
Hoffenheim bleibt in der 1. Fußball-Bundesliga ++ Osnabrück empfängt in der Relegation Dynamo Dresden ++ Robin Dutt wird heute vorgestellt
Rundschau-Sport vom 28. Mai, 8 Uhr
Werder Bremen - Sommervorbereitung
Im Rahmen der Sommervorbereitung wird Werder Bremen drei Trainingslager absolvieren. Am 1. Juli geht es nach Norderney, eine Woche später ins Zillertal nach Österreich und danach nach Blankenhain im Weimarer Land. Hier gibt es alle Termine. Mehr...
Folgen Sie uns auf Twitter
Die Sportredaktion von Radio Bremen veröffentlicht regelmäßig Nachrichten, Hintergrundwissen, Fotos zu den lokalen Sport-Ereignissen auf Twitter. Abonnieren Sie unseren Kanal und bekommen Sie so alle Infos. Mehr...
Besuchen Sie uns bei Facebook
Werden Sie unser "Fan" bei Facebook. Diskutieren Sie mit Anderen über Themen unserer Sendung oder was Sie sonst interessiert. Mehr...
Jetzt läuft
Sportblitz
Jetzt ist er da: Werders neuer Trainer heißt Robin Dutt. Der 48-Jährige wird heute in Bremen vorgestellt und der Sportblitz ist natürlich dabei. Was der bisherige DFB-Sportdirektor in Bremen erreichen will, und was er sonst noch zu erzählen hat, das zeigen wir Ihnen heute Abend im Sportblitz. Mehr...
28. Mai, 19:15 Uhr | RB TV
Sportsendungen bei Radio Bremen
Die Fußball-Bundesliga auf Bremen Eins
Sa., 15 - 18 Uhr, So., 15 - 20 Uhr
Bremen Vier kickt
Sa., 13:30 - 17:30 Uhr
Sportblitz:
Mo. - Fr., 19:15 - 19:25 Uhr
Sportclub live:
Unterschiedliche Sendezeiten im Radio Bremen TV
radiobremen.de nun auch mobil
Seit dem 25. Februar 2013 ist der Radio-Bremen-Web-Auftritt unter der Adresse "m.radiobremen.de" auch mobil abrufbar. 40 Prozent der Bundesbürger haben inzwischen ein Smartphone oder Tablet und über die Hälfte der Internetnutzer greifen mobil auf das Web zu. Aus diesem Grund war es ein Gebot der Stunde, unseren Online-Auftritt diesen veränderten Nutzungsgewohnheiten anzupassen und eine mobile Version an den Start zu bringen. Mehr...
Jetzt auf radiobremen.de
Transport nach Kanada: Tonnenschwerer Koloss im Neustädter Hafen verschifft
Tote Frau im Pflegeheim: Bremer Sozialsenatorin will tägliche Kontakte
VBN-Jahresbilanz: Fahrgastzahlen und Einnahmen gestiegen
Neuer Trainer vorgestellt: Robin Dutt: "Werder ist Euphorie pur!"