Ein Film von Christa Auch-Schwelk

Ob Gangster oder Held, seine Figuren nehmen den Zuschauer gefangen. Jörg Schüttauf ist Schauspieler aus Leidenschaft. Er stammt aus Chemnitz. Seine Ausbildung und der Beginn seiner Karriere erfolgten in Leipzig und Potsdam. Gleich nach der Wende bekam er ein Angebot für die Vorabendserie ‚Der Fahnder', in der er fünf Jahre lang, von 1992 bis 1996 zu sehen war.

Schon als kleiner Junge fiel sein Talent auf. Seine Grundschullehrerin in Chemnitz, damals Karl- Marx-Stadt, schickte den lustigen Sechsjährigen, der ständig Geschichten erfand und dabei alle Rollen spielte, zum Pioniertheater, damit er sich dort austobe und nicht im Unterricht. "Von da an ging es bergauf", so beschreibt Jörg Schüttauf, augenzwinkernd, seinen sehr geraden Weg zum Schauspieler.

Er verließ die Schule nach der zehnten Klasse und machte eine Lehre als Bühnentechniker an der Chemnitzer Oper. Dann folgte der obligatorische Militärdienst, für ihn nur Zeitverlust. Nach der Schauspielschule fünf Jahre festes Engagement am Hans-Otto-Theater in Potsdam, seine Lehrjahre im Beruf. Schon zu DDR-Zeiten kamen Kino und Fernsehen dazu. Große Erfolge hatte er in ‚Ete und Ali' von Peter Kahane und mit Rollen in ‚Polizeiruf 110'.

Kurz nach der Wende hatte der Regisseur Egon Günther ihm die Hauptrolle in ‚Lenz' angeboten. Diese Rolle öffnete dem jungen Schauspieler alle Türen.

Jörg Schüttauf, jetzt fast 40, hat sich nach seinen ‚Wanderjahren' in einem Dorf in der Nähe von Potsdam eine Haus gekauft, für seine Familie; das ist seine langjährige Freundin Martina und die gemeinsame 8-jährige Tochter Anna, die bisher noch getrennt gewohnt hatten. Zu oft war Jörg Schüttauf unterwegs, besessen von den Möglichkeiten, die sein Beruf ihm bot. Jetzt wünscht er sich mehr Sesshaftigkeit, Boden unter den Füßen, ein Zuhause.

Ein Fernsehteam von Radio Bremen hat Jörg Schüttauf in seinem Haus besucht, war mit ihm in Potsdam unterwegs und in Chemnitz an den Stätten seiner Kindheit und Jugend. In ‚höchstpersönlich' äußert sich auch seine Mutter Irmgard Schüttauf, die ihren Sohn von Anfang an in seinen Plänen unterstützt hat.


Jörg Schüttauf

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