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Wolfgang Gruner


höchstpersönlich

am Samstag, 14. Oktober
2000

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Wolfgang Gruner
 

Wolfgang Gruner ist einer der großen deutschen Kabarettisten. Ironisch, witzig und sarkastisch kommentiert der diplomierte Schauspieler seit 50 Jahren die Zeitläufte unserer Republik. Gruner, inzwischen 74 Jahre alt, steht immer noch auf der Bühne seines Berliner Kabaretts 'DIE STACHELSCHWEINE' und reißt das Publikum zu Lachsalven hin.

Eigentlich wollte er Steuerberater werden. Doch der junge Wolfgang Gruner musste an die Front. Er geriet in russische Gefangenschaft. Im Lager wurde nach der Arbeit Theater gespielt. So entdeckte Gruner sein Talent als Schauspieler. Sein Mitgefangener Oskar Wuttig (später Autor vieler Fernsehserien) riet ihm zu einer seriösen Ausbildung.

1950 war die Gefangenschaft beendet. Gruner nahm Unterricht bei Marliese Ludwig, wo auch Edith Hancke, Günter Pfitzmann und Harald Juhnke ihr Handwerk lernten. Nach der Ausbildung ging er zum neu gegründeten Kabarett 'DIE STACHELSCHWEINE'. Neben seiner Tätigkeit als Kabarettist war er immer auch Theater- Film- und Fernsehschauspieler und brillierte in unzähligen Rollen.

Ein Fernsehteam von RADIO BREMEN besuchte Gruner, seine Frau und die Kollegen der 'DIE STACHELSCHWEINE'. Es traf auf einen nachdenklichen, privat eher stillen und sensiblen Menschen. Bereitwillig öffnete er für die ‚höchstpersönlich'-Kamera seine Berliner Wohnung.

Beim Bundespräsidenten Johannes Rau hatte Wolfgang Gruner einen Soloauftritt beim Gartenfest im Schloss Bellevue. Einblick gewährte er auch in seinen Bauernhof in Schleswig-Holstein, seine privateste Welt.

Ein Film von Constantin Pauli.