Tagesaktuell und interaktiv
Am 4. Juni 2012 ist mit der tagesWEBschau ein neues Informationsangebot der ARD auf Sendung gegangen – im Fernsehen bei den digitalen Kanälen Tageschau24, EinsPlus und Einsfestival so wie auf den Online-Seiten der jungen Radios der ARD und bei tagesschau.de sowie der ARD-Mediathek und der Das-Erste-Mediathek. Außerdem ist die tagesWEBschau über soziale Netzwerke und auch mobil verfügbar.
Wichtige Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und allen anderen Bereichen der Gesellschaft aus Sicht der Netz-Gemeinschaft aufbereitet.
Das werktäglich angebotene Format bereitet tagesaktuell wichtige Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und allen anderen Bereichen der Gesellschaft aus Sicht der Netz-Gemeinschaft auf. Die Sendung wird nicht moderiert, sondern besteht aus Filmbeiträgen und Grafiken. Sie ist ca. zweieinhalb Minuten lang. Online ist es möglich, per Klick zusätzliche Inhalte wie z.B. Videos, regionale Inhalte der Landesrundfunkanstalten oder weiterführende Links abzurufen.
Täglich frisch: Die tagesWEBschau, [3:08]
Zwei Pilot-Videos der tagesWEBschau, wie sie in den digitalen TV-Kanälen der ARD gezeigt werden, finden Sie hier:
Video vom 29. Mai 2012, [2:52]
Video vom 30. Mai 2012, [2:19]
"Die tagesWEBschau ist eine kleine Schwester der Tagesschau. Wir werden die Themen des Tages aufgreifen, aber durch den Blickwinkel des Netzes erzählen, auch Kommentare aus dem Social Web einbinden", sagte Radio Bremen-Intendant Jan Metzger. "Darüber hinaus werden wir Inhalte berücksichtigen, die im Netz aktuell sind und die Gemeinde bewegen, aber für die große Tagesschau und das Publikum um 20 Uhr eher weniger wichtig sind. Das alles mixen wir zu einem Format, das die Informations-Qualität der Tagesschau mit der Lebenswelt der Jungen und der Netzaffinen verbindet", so Metzger.
Journalistischer Anspruch und Design orientieren sich an der Tagesschau. "Die tagesWEBschau ersetzt nicht die klassische Tagesschau", grenzt ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke die Formate ab, "sondern ergänzt unsere Nachrichtensendungen um die Netz-Aspekte, die in der knappen Sendezeit im Ersten nicht so viel Platz finden. Für ARD-aktuell liegt hier eine Chance: Wir konzentrieren uns stärker auf Web-Themen und die Internet-Aspekte relevanter Themen. Das wird unser Denken beeinflussen und daher auch Rückwirkungen auf die klassische Tagesschau haben."
Verstärkt wird auf grafische Elemente zurückgegriffen, um komplexe Sachverhalte visuell leichter zugänglich zu machen. "Die Info-Grafiken der tagesWEBschau produzieren wir mit Unterstützung des HR-Fernsehens bei YOUFM, dem jungen Radio- und Multimediaprogramm des Hessischen Rundfunks. Die Herausforderung in der optischen Gestaltung besteht darin, ein innovatives Produkt für die Ausspielwege TV, Hörfunk und Internet zu schaffen. Sachverhalte werden im Gegensatz zur eher nüchternen Diagramm-Optik klassischer Nachrichtengrafiken mit viel Bewegung, starken Symbolen oder Fotomontagen erklärt. So können auch Netz-Geschichten dargestellt werden, für die es wenig reale Bilder gibt", so Sebastian Gehrlein, Leiter YOUFM-Management und Projektleiter der tagesWEBschau beim Hessischen Rundfunk.
Video: Mitschnitt der Pressekonferenz vom 31. Mai 2012. Von links: Sebastian Gehrlein (Leiter You3FM-Management), Jan Weyrauch (Programmdirektor Radio Bremen), Andreas Neumann (Radio-Bremen-Moderator).
Einstellungen, Infos und Kommentare
Ebenso ist die tagesWEBschau bei tagesschau.de sowie in der ARD Mediathek und der Das Erste Mediathek online abrufbar.
Erabeitet wurde die Sendung von der "Digitalen Garage" bei Radio Bremen in Zusammenarbeit mit ARD-aktuell. Die "Digitale Garage", die die Sendung täglich produziert, ist eine neue Redaktion, die sich aus ehemaligen Volontären von Radio Bremen zusammensetzt. Diese Werkstatt wurde gegründet, um innovative und crossmediale Programm-Strategien und -Ideen zu entwickeln, die sich vor allem an die unter 30-Jährigen richten. Ihr verändertes Nutzungsverhalten stellt die öffentlich-rechtlichen Medienanbieter vor große Herausforderungen. Die jungen Radio-Bremen-Journalistinnen und -Journalisten sollen darauf mittels geeigneter Sendeformate für verschiedene, bei jungen Leuten populären Plattformen, inklusive der sozialen Netzwerke, aus der Zielgruppe heraus für die Zielgruppe neue Antworten finden.
Ende November 2011 votierten die ARD-Intendantinnen und Intendanten auf ihrer Sitzung in Bremen für eine sechsmonatige Erprobung der tagesWEBschau. "Ich freue mich, dass es Radio Bremen gelungen ist, mit diesem Konzept die ARD zu überzeugen. Radio Bremen steht für neue Ideen und ungewöhnliche Wege. Die "Garage" interpretiert unser altes "Beat-Club"-Gen jetzt neu und zeitgemäß. Wir sind selbst gespannt, wohin uns die tagesWEBschau führen wird", erklärte Jan Metzger.
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