Jury-Mitglieder des Bremer Fernsehpreises 2017 [Quelle: Radio Bremen, Montage/Copyright Foto Gesa Eberl: Moritz Jansen/photomo]
Die Jury

Die Jury (v.l.): Hans Helmich (DW), Gesa Eberl (N-TV), Frank Plasberg (Vorsitzender), Birgitta Weber (SWR) und Andreas Jölli (ORF). Copyright Foto Gesa Eberl: Moritz Jansen/photomo

Wer die besten Beiträge auswählt

Eine mit namhaften Fernseh-Größen besetzte Jury kürt auch 2016 wieder die besten Einsendungen. Dem Gremium gehören Frank Plasberg (Hart aber fair), Birgitta Weber (SWR), Hans Helmich (DW) Gesa Eberl (N-TV) und Andreas Jölli (ORF) an.

Jury-Vorsitzender Frank Plasberg

Unter aktuellem Druck trotzdem in einem Interview die wesentlichen ethischen und politischen Fragen stellen – so urteilte die Fernsehpreis-Jury 1989 über das Studiogespräch von Frank Plasberg und Christine Westermann zum Geiseldrama von Gladbeck. Das Moderatoren-Duo der "Aktuellen Stunde" im WDR-Fernsehen gewann damit vor 25 Jahren den Preis in der Kategorie "Bestes Interview".  

Erst zwei Jahre vorher kam Plasberg zum WDR-Fernsehen und blieb insgesamt 15 Jahre lang als Moderator an Westermanns Seite. 1993 übernahm er zudem die Redaktionsleitung der "Aktuellen Stunde". Zeitgleich verantwortete er viele Sondersendungen im Dritten. Gespräche auf Augenhöhe, beharrlich nachhaken ohne zu verletzen – Plasbergs Moderationsstil ist Markenzeichen und Erfolgsrezept seiner Sendeformate wie "Hart aber fair" im Ersten und "Plasberg persönlich" im WDR Fernsehen.

Deshalb blieb es längst nicht nur bei der Auszeichnung mit dem Bremer Fernsehpreis: Deutscher Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis, Fernsehjournalist des Jahres, Bambi – seine Arbeit im Deutschen TV wurde bereits vielfach gewürdigt und gelobt. Der bekannte ARD-Moderator blickt auf jahrzehntelange Erfahrungen im TV zurück. Plasberg kennt die Branche genau und die Herausforderungen, vor denen aktuelle Redaktionen jeden Tag aufs Neue stehen. Seit 2008 bringt er diese Expertise in die Verleihung des Bremer Fernsehpreises ein.

Birgitta Weber

Mit Birgitta Weber hat der Bremer Fernsehpreis eine echte Praktikerin des tagesaktuellen Regionalprogramms in der Jury. Lange, stressige Arbeitstage voller Konferenzen, Abnahmen, dem Feilen an Moderationen – für die Fernsehmoderatorin und Abteilungsleiterin "Inland" Alltagsgeschäft. Und wenn die Kamera auf sie gerichtet ist: Birgitta Weber schaut freundlich und entspannt hinein und begrüßt die Zuschauer zur Sendung. Von Stress und Hektik keine Spur. Ihr Geheimnis? "Eine gute Vorbereitung für die Sendung ist das A und O", sagt die Journalistin.

Ihr Handwerk hat sie von der Pike auf gelernt: Erst Tageszeitung, dann Rundfunk und schließlich ein Volontariat beim Fernsehen des Südwestrundfunks (SWR). Heute moderiert Weber neben dem landespolitischen Magazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" noch Informationssendungen wie den SWR-Politik-Talk "Pro & Contra" und ist Redaktionsleiterin des ARD-Politikmagazins "Report Mainz".

Hans Helmich

Von der (Medien-)Welt hat Hans Helmich bereits viel gesehen: Er arbeitete bereits als Politikredakteur für den Berliner "Tagesspiegel", als Redakteur im ARD-Studio in Warschau und für die ARD-Sendung "Hart aber fair". Zudem war Helmich viele Jahre Chef vom Dienst beim WDR-Regionalprogramm "Aktuelle Stunde". Seit 2001 ist er Redakteur beim Fernsehprogramm der Deutschen Welle, zeitweise als stellvertretender Studioleiter der Politikredaktion und als Chef vom Dienst der Nachrichtensendung "Journal". Außerdem arbeitet er als Medientrainer unter anderem für den WDR, SWR, HR und das ZDF.

Gesa Eberl

Gesa Eberl kann auf 25 Jahre Erfahrung als Moderatorin, Live-Reporterin und Redakteurin zurückblicken – sowohl für private Sender als auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Seit neun Jahren gehört sie fest als Moderatorin zum Nachrichtenteam beim Sender n-tv. Vorher hat sie mehrere Jahre als US-Korrespondentin für RTL in New York gearbeitet. Ihre Karriere begann sie allerdings mit einem Volontariat bei der Deutschen Welle in Köln, Bonn und Berlin. 1999 wechselte sie dann zu "RTL Aktuell".  

Authentizität und Glaubwürdigkeit – journalistische Werte, die für Eberl unabdingbar für guten Journalismus sind und die sie heute auch als Dozentin an der RTL-Journalistenschule an junge Kollegen weitergibt. Außerdem gibt Eberl ihre langjährige Erfahrung auch als Coach an Führungskräfte weiter.

Andreas Jölli

Andreas Jölli ist seit 1993 für den ORF tätig und arbeitet heute als Korrespondent im Büro in Berlin. Davor beschäftigte er sich als Redakteur für Radio ORF etwa 13 Jahre vor allem mit innenpolitischen Themen, davon einige Jahre als stellvertretender Leiter und auch Ressortleiter. Der 48-Jährige Österreicher kann zudem auf jede Menge Fernseh-Erfahrung zurückblicken – und das gleich in zwei verschiedenen ORF-Landesstudios in Wien und in Niederösterreich.

Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Radio- und Fernseh-Redakteur lehrt er auch Journalismus am Institut für Publizistik der Universität Wien.

Eine Vorjury nominiert die besten Einsendungen

Eine aus Experten bestehende Vorjury trifft eine Vorauswahl und nominiert die besten Einsendungen. Zur Vorjury gehören:   
Kristina Böker (SWR)
Jess Hansen (Joker Pictures)
Gabriele von Moltke (RBB)
Ute Wellstein (HR)
Christian Mößner (BR)
Verena Egbringhoff (WDR)

Kategorien beim Bremer Fernsehpreis: Welche Beiträge Sie 2017 einreichen können