Jury-Mitglieder des Bremer Fernsehpreises 2016 [Quelle: Radio Bremen/Copyright Foto Isabelle Körner: n-tv/Hardy Welsch, Montage/Copyright Foto Isabelle Körner: n-tv/Hardy Welsch]
Die Jury

Die Jury (v.l.): Hans Helmich (DW), Isabelle Körner (n-tv), Frank Plasberg (Vorsitzender), Birgitta Weber (SWR) und Andreas Jölli (ORF). (Copyright Foto Isabelle Körner: n-tv/Hardy Welsch)

Wer die besten Beiträge auswählt

Eine mit namhaften Fernseh-Größen besetzte Jury kürt auch 2016 wieder die besten Einsendungen. Dem Gremium gehören Frank Plasberg (Hart aber fair), Birgitta Weber (SWR), Hans Helmich (DW) Isabelle Körner (n-tv) und Andreas Jölli (ORF) an.

Jury-Vorsitzender Frank Plasberg

Unter aktuellem Druck trotzdem in einem Interview die wesentlichen ethischen und politischen Fragen stellen – so urteilte die Fernsehpreis-Jury 1989 über das Studiogespräch von Frank Plasberg und Christine Westermann zum Geiseldrama von Gladbeck. Das Moderatoren-Duo der "Aktuellen Stunde" im WDR-Fernsehen gewann damit vor 25 Jahren den Preis in der Kategorie "Bestes Interview".  

Erst zwei Jahre vorher kam Plasberg zum WDR-Fernsehen und blieb insgesamt 15 Jahre lang als Moderator an Westermanns Seite. 1993 übernahm er zudem die Redaktionsleitung der "Aktuellen Stunde". Zeitgleich verantwortete er viele Sondersendungen im Dritten. Gespräche auf Augenhöhe, beharrlich nachhaken ohne zu verletzen – Plasbergs Moderationsstil ist Markenzeichen und Erfolgsrezept seiner Sendeformate wie "Hart aber fair" im Ersten und "Plasberg persönlich" im WDR Fernsehen.

Deshalb blieb es längst nicht nur bei der Auszeichnung mit dem Bremer Fernsehpreis: Deutscher Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis, Fernsehjournalist des Jahres, Bambi – seine Arbeit im Deutschen TV wurde bereits vielfach gewürdigt und gelobt. Der bekannte ARD-Moderator blickt auf jahrzehntelange Erfahrungen im TV zurück. Plasberg kennt die Branche genau und die Herausforderungen, vor denen aktuelle Redaktionen jeden Tag aufs Neue stehen. Seit 2008 bringt er diese Expertise in die Verleihung des Bremer Fernsehpreises ein.

Birgitta Weber

Mit Birgitta Weber hat der Bremer Fernsehpreis eine echte Praktikerin des tagesaktuellen Regionalprogramms in der Jury. Lange, stressige Arbeitstage voller Konferenzen, Abnahmen, dem Feilen an Moderationen – für die Fernsehmoderatorin und Abteilungsleiterin "Inland" Alltagsgeschäft. Und wenn die Kamera auf sie gerichtet ist: Birgitta Weber schaut freundlich und entspannt hinein und begrüßt die Zuschauer zur Sendung. Von Stress und Hektik keine Spur. Ihr Geheimnis? "Eine gute Vorbereitung für die Sendung ist das A und O", sagt die Journalistin.

Ihr Handwerk hat sie von der Pike auf gelernt: Erst Tageszeitung, dann Rundfunk und schließlich ein Volontariat beim Fernsehen des Südwestrundfunks (SWR). Heute moderiert Weber neben dem landespolitischen Magazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz!" noch Informationssendungen wie den SWR-Politik-Talk "Pro & Contra" und ist Redaktionsleiterin des ARD-Politikmagazins "Report Mainz".

Hans Helmich

Von der (Medien-)Welt hat Hans Helmich bereits viel gesehen: Er arbeitete bereits als Politikredakteur für den Berliner "Tagesspiegel", als Redakteur im ARD-Studio in Warschau und für die ARD-Sendung "Hart aber fair". Zudem war Helmich viele Jahre Chef vom Dienst beim WDR-Regionalprogramm "Aktuelle Stunde". Seit 2001 ist er Redakteur beim Fernsehprogramm der Deutschen Welle, zeitweise als stellvertretender Studioleiter der Politikredaktion und als Chef vom Dienst der Nachrichtensendung "Journal". Außerdem arbeitet er als Medientrainer unter anderem für den WDR, SWR, HR und das ZDF.

Isabelle Körner

Isabelle Körner ist seit 2004 Moderatorin der Nachrichten und Telebörse bei n-tv. Außerdem führt sie seit 2009 auch vertretungsweise durch das RTL-Nachtjournal. Sie ist jedoch nicht nur Profi vor der Kamera, sondern auch Expertin für Wirtschaftsthemen. Nach ihrer Ausbildung zur Wirtschaftsjournalistin an der Georg von Holtzbrinck-Schule schrieb sie zunächst als Redakteurin für das Wirtschaftsmagazin DM, führte beim damals neu gegründeten Sender N24 durch verschiedene Wirtschaftsformate, arbeitete für die Nachrichtenagentur Reuters und war dort auch als Wirtschaftskorrespondentin für BBC World tätig.

Andreas Jölli

Andreas Jölli ist seit 1993 für den ORF tätig und arbeitet heute als Korrespondent im Büro in Berlin. Davor beschäftigte er sich als Redakteur für Radio ORF etwa 13 Jahre vor allem mit innenpolitischen Themen, davon einige Jahre als stellvertretender Leiter und auch Ressortleiter. Der 48-Jährige Österreicher kann zudem auf jede Menge Fernseh-Erfahrung zurückblicken – und das gleich in zwei verschiedenen ORF-Landesstudios in Wien und in Niederösterreich.

Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Radio- und Fernseh-Redakteur lehrt er auch Journalismus am Institut für Publizistik der Universität Wien.

Eine Vorjury nominiert die besten Einsendungen

Eine aus Experten bestehende Vorjury trifft eine Vorauswahl und nominiert die besten Einsendungen. Zur Vorjury gehören:   
Kristina Böker (SWR)
Jess Hansen (Joker Pictures)
Gabriele von Moltke (RBB)
Ute Wellstein (HR)
Christian Mößner (BR)

Bremer Fernsehpreis 2016: Welche Beiträge eingereicht werden konnten