Rainer Maria Tauber gestikultiert [Quelle: Radio Bremen, Martin von Minden]
Branchentreff

TV-Journalist und Medientrainer Rainer Maria Tauber führt wieder durch die Veranstaltung.

Themen des Werkstattgesprächs 2016

Bevor die Gewinner des Bremer Fernsehpreises am Abend des 18. Novembers 2016 bei Radio Bremen gekürt werden, gibt es unter dem Titel "Neue Trends im Regionalprogramm" wieder ein Werkstattgespräch am Nachmittag. Jahr für Jahr kommen Journalisten aus Deutschland, aber auch aus Österreich und der Schweiz zum Austausch nach Bremen.

Das Werkstattgespräch (Beginn 15 Uhr) wird von Rainer M. Tauber moderiert, der wieder interessante Gäste zu aktuellen Themen und Trends im Regionalfernsehen eingeladen hat. Dies sind die Themen des diesjährigen Werkstattgesprächs:

Konstruktiver Journalismus

Sind Journalisten zu sehr auf schlechte Nachrichten fixiert? Ist das am Ende nur die halbe Wahrheit? Ja, meinen Befürworter des "Konstruktiven Journalismus". Sie wollen den Blick nicht nur auf Probleme richten, sondern verstärkt auch auf Lösungen.  Das in Skandinavien vielfach erprobte Konzept wird (womöglich auch vor dem Hintergrund der "Lügenpresse"-Diskussion) derzeit auch in deutschen Sendern viel diskutiert.  Roman Rusch hat es für die WDR-Sendung "Markt" praktisch erprobt und eine, bislang unveröffentlichte, wissenschaftliche Arbeit verfasst. Der Titel: "Konstruktive Beiträge – eine Chance für den öffentlich-rechtlichen Magazinjournalismus?!" – gute Frage.

Porträt von Roman Rusch. [Quelle: Roman Rusch]
[Quelle: Roman Rusch]

Roman Rusch (WDR)

Referent Roman Rusch ist Redakteur und Reporter beim Westdeutschen Rundfunk. Von Hause aus ist der 38-jährige Bonner Musiker und Jurist. Nach seiner Ausbildung in Bonn, Berlin und Melbourne volontierte er beim WDR und promovierte über ein verfassungsrechtliches Thema. Es folgten Stationen bei WDR Aktuell, im ARD Morgenmagazin und als persönlicher Referent der (ehemaligen) ARD-Vorsitzenden Monika Piel. Seit 2013 ist er Redakteur mit besonderen Aufgaben in der Programmgruppe Wirtschaft und Recht und verantwortet unter anderem das ARD Magazin plusminus und die WDR-Sendung Markt.  

Scheiß auf Distanz! – Das Y-Kollektiv

Objektivität? Kann. Haltung? Muss! Also lautet die Einschätzung eines Reporters vom Bremer Y-Kollektiv vor der Kamera auch mal: "Das ist so ekelhaft. Ich muss gleich kotzen!" Die Gruppe junger Journalistinnen und Journalisten bearbeitet die großen Themen der Zeit, sehr nah dran und subjektiv. Ihr Versprechen: "Wir erzählen die Geschichten so, wie wir sie erleben.  Und nicht anders!" Welche Ideen stecken hinter dem Ansatz? Und ist das wirklich nur etwas fürs Web? 

Porträt von Dennis Leiffels. [Quelle: Dennis Leiffels, Benjamin Eichler]
[Quelle: Dennis Leiffels, Benjamin Eichler]

Dennis Leiffels (Radio Bremen)

Referent Dennis Leiffels leitet das Y-Kollektiv für Funk (ARD/ZDF) und ist Mitbegründer der Sendefähig GmbH. Er ist "ein schwer in Schubladen zu steckender Digitaldenker", schreibt das Medium Magazin. Leiffels ist ein "Hoffnungsträger", welcher ein wenig zwischen den Medienwelten steht und hart arbeitet, um sie miteinander zu verbinden. Als freier Journalist berichtet er bei Radio Bremen für die ARD-Tagesschau und das ARD-Morgenmagazin über relevante Themen aus der Netzwelt. Seine Recherchen über Salafisten und Geflüchtete zeigen die ARD und das Regionalprogramm buten un binnen, bei welchem Leiffels seine journalistische Laufbahn nach dem Journalistikstudium vor sechs Jahren begann.

Trends im nationalen und internationalen Fernsehen

Was gibt es für neue Formate und Konzepte im nationalen und internationalen Fernsehen? Wie stellen sich Sender für die Zukunft auf? Welche Ideen kommen beim Publikum gut an und warum? Heiner Backensfeld zeigt wieder interessante Beispiele.

Ein Porträt von Heiner Backensfeld. [Quelle: Heiner Backensfeld]
[Quelle: Heiner Backensfeld]

Heiner Backensfeld (SWR)

Referent Heiner Backensfeld ist aufgewachsen im Münsterland. Nach dem Zeitungsvolontariat arbeitete er als Lokalredakteur und später als Redaktionsleiter in Warendorf. Anschließend folgte ein Studium der Geographie, Politik und Kunstgeschichte in Münster. Während des Studiums fing er als freier Mitarbeiter fürs Fernsehen beim WDR und ZDF an. Nach ersten Jahren als Reporter und Redakteur für das Regionalprogramm des WDR Fernsehen führte der Weg in die Programmplanung des NDR, für den er ab 2000 die Abteilung "Planung und Entwicklung" aufbaute und leitete. Ab 2006 leitete er das Programm-Management für den HR und nach einer Station in der WDR-Unterhaltung übernahm er 2013 die Leitung des Programm-Managements für das SWR Fernsehen und 2016 zusätzlich die Geschäftsführung der ARD-Koordination "Tages- und Familienprogramm".