Bremer Fernsehpreise 2012
Die Bremer Fernsehpreise 2012 sind vergeben. Die Preisträger sind die besten Beiträge des Regionalfernsehens im deutschsprachigen Raum. Hier sind alle prämierten Videos auf einen Blick.
Originelle Erzählideen, eine einfühlsame und spannende Präsentation der Themen und eine gelungene Einbeziehung des Publikums via Skype – diese Eigenschaften brachten "Zur Sache Baden-Württemberg" den Bremer Fernsehpreis ein. Die Sendung des Südwestrundfunks (SWR) Stuttgart wurde von der fünfköpfigen Jury als beste Sendung ausgezeichnet. "Wir sind überzeugt: Über "Zur Sache Baden-Württemberg" reden die Menschen morgens in der Straßenbahn. Und das sollte doch das Ziel einer jeden Regionalsendung sein", sagten der Jury- Vorsitzende Frank Plasberg und die anderen Jurymitglieder zu ihrer Entscheidung.
Video: Fernsehpreis: "Zur Sache Baden-Württemberg"
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Wenn man sich die Zahl der eingegangenen Beiträge ansieht, fehlt es im deutschsprachigen Regionalprogramm keinesfalls an Innovationen. Mehr als die Hälfte der insgesamt 49 Bewerbungen gingen für die Kategorie "Beste Innovation" ein. Umso schwerer fiel es der Jury, eine Entscheidung zu fällen. Deshalb vergaben sie zwei erste Plätze – beide gingen an den Norddeutschen Rundfunk (NDR).
In dem Beitrag "7 Tage. Unter Toten" des NDR Hamburg begleitet ein Team eine Woche lang zwei Bestatter bei ihrer Arbeit. Das Innovative: Lange totale Bildeinstellungen im Wechsel mit Aufnahmen von außergewöhnlichen Details. Die Pause wird zum Stilmittel erklärt. "Wir erleben einen ON-Reporter, der zuhört statt sich in Szene zu setzen", lobte die Jury, "eine im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltige Berichterstattung, weil die Bilder und der knappe poetische Text lange im Gedächtnis bleiben."
Video: Fernsehpreis: "7 Tage. Unter Toten"
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"Lass dir mal etwas Kreatives zum Thema Weihnachten einfallen" – während viele Reporter bei diesem Auftrag eher unmotiviert die Stirn runzeln, hat sich die Redaktion des NDR Mecklenburg-Vorpommern Folgendes einfallen lassen: Jeder ist zu Weihnachten ein Star, und deshalb singt ein ganzes Land das gleiche Weihnachtslied. Das Team besucht genauso die Hobbysängerin wie den örtlichen Gospelchor oder die Neubrandenburgische Philharmonie. Was Fremdschämen befürchten lässt, entpuppt sich in dem Beitrag "Last Christmas" des NDR Nordmagazins allerdings als gelungene Hommage an ein Land mit vielen verschiedenen Gesichtern. "Ein Musikvideo, das mit der im Regionalfernsehen üblichen Bildsprache bricht. Ein sicher nicht ganz billiges Hochglanzprodukt, aber der Weihnachtsgruß für den Zuschauer lohnt sich", begründet die Jury, warum der Beitrag die Auszeichnung in der Kategorie "Beste Innovation" ebenfalls verdient.
Video: Fernsehpreis: "Last Christmas"
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Eine gute Fragetechnik reicht für ein gelungenes Interview längst nicht aus. Wie man beides miteinander verbindet, zeigt Sven Tietzer vom NDR Hannover in "So ein Tag. Zufallsbekanntschaften im Norden". Die Jury wählte seinen Beitrag als "Bestes Interview" aus. Er begleitet Menschen einen Tag lang, die er zuvor nicht kannte. Was, wenn dem Interviewpartner wegen eines Schlaganfalls die Worte fehlen, wenn jemand von einem unvorstellbaren Schicksalsschlag erzählt? Sven Tietzer besitze genügend Sensibilität für diese schwierigen Momente, aber auch die Fähigkeit intime Fragen zu stellen, ohne den Respekt vor seinem Protagonisten zu verlieren, finden Frank Plasberg und die anderen Jury-Mitglieder.
Video: Fernsehpreis: "So ein Tag"
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In der Kategorie "Bester Beitrag" verzichtete die Jury auf eine Preisvergabe. Sie vergab eine „Ehrende Anerkennung“ an den Beitrag "Die Suche nach dem Wähler", eingereicht vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Eine Reporterin begibt sich auf die Suche nach dem Menschen aus einem Dorf in der Schweiz, der sich als einziger an der Volksabstimmung zum Bürokratieabbau beteiligt hat. Der Zuschauer erfährt viel über den Stellenwert der direkten Demokratie in dem Ort – und das auf muntere und kurzweilige Art.
Video: Fernsehpreis: "Die Suche nach dem Wähler"
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Außerdem würdigte die Jury noch die Sendung "Lokalzeit Düsseldorf" des Westdeutschen Rundfunk (WDR), die im tiefsten Sommerloch mitten im Juli ihren Zuschauern trotzdem alles andere als eine schnöde Sommer-Sendung geboten haben.
Video: Fernsehpreis: "Lokalzeit Düsseldorf"
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Das vom NDR eingereichte Interview zwischen "Hallo Niedersachsen"-Moderator Peter von Sassen und dem niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann erhielt ebenfalls eine "Ehrende Anerkennung". Sassen konfrontiere seinen Gast mit drei komplizierten Themen. Dem zu folgen, fiele nicht immer leicht, aber das Interview liefere neuen Stoff zur Diskussion, meinte die Jury.
Video: Fernsehpreis: "Hallo Niedersachsen"
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In der Kategorie "Beste Innovation" sprach die Jury zudem eine "Ehrende Anerkennung" für das Stück "Sachsen Anhalt heute. Heimatkunde spezial – Anhalter Geschichten" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) aus. Jahrhunderte alte Geschichte erzählen, auch wenn die Bilder fehlen – das sei der Redaktion mit einer 16-teiligen Animationsfilmreihe gelungen, urteilte die Jury.
Video: Fernsehpreis: "Sachsen Anhalt heute. Heimatkunde spezial – Anhalter Geschichten"
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Auszeichnungen für SWR- und NDR-Programme
Frank Plasberg und Jan Weyrauch übergaben die Preise
Die Preisträger 2012
Innovation des Regionalfernsehens im Mittelpunkt
Bildergalerie: Die Preisverleihung
Die Kür der Gewinner in stimmungsvollem Rahmen
Trends und Innovationen im Regionalfernsehen
Der Bremer Fernsehpreis
Radio Bremen lädt im Auftrag der ARD zum Wettstreit der regionalen Fernsehprogramme ein. Mit dem "Bremer Fernsehpreis – Der Regionalwettbewerb der ARD" werden hervorragende Beiträge und Sendungen aus dem deutschsprachigen Raum gewürdigt. Mehr...
Bremer Fernsehpreis 2013
Auch 2013 wird Radio Bremen für die ARD den Bremer Fernsehpreis ausrichten. Die Verleihung wird am 8. November stattfinden. Die Informationen zur Ausschreibung finden Sie in Kürze an dieser Stelle.
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