Preise & Auszeichnungen
Autoren von herausragenden Fernsehregionalprogrammen mit
Bremer Fernsehpreis ausgezeichnet
Jury-Vorsitzender Frank Plasberg und Radio Bremen-Programmdirektor Dirk Hansen übergaben Preise
Die Regionalmagazine "Thüringen-Journal" des MDR und "buten un binnen" von Radio Bremen sowie Dennis Wagner vom MDR wurden heute (31.10.08) mit dem Bremer Fernsehpreis beim Wettbewerb der Fernsehregionalprogramme im Funkhaus von Radio Bremen ausgezeichnet. Das "Thüringen-Journal" und "buten un binnen" erhielten zu gleichen Teilen die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie "Ganze Sendung". In der Kategorie "Einzelner Beitrag" ging Dennis Wagner mit seinem Film "ARD Qualitätsoffensive" für die Sendung "artour" als Sieger hervor. Eine "Ehrende Anerkennung" wurde an die "Hier und Heute"-Sendung des WDR für den Beitrag "An Willis Bude" ausgesprochen.
Der Vorsitzende der fünfköpfigen Jury, Frank Plasberg, und Radio Bremen-Programmdirektor Dirk Hansen übergaben die Auszeichnungen heute bei einer festlichen Preisverleihung im neuen Funkhaus an der Weser.
Der Jury gehörten neben dem im Jahr 1988 mit dem Bremer Fernseh-preis ausgezeichneten TV-Journalisten und Moderator Frank Plasberg an: Dr. Hans-Werner Conrad, ehemaliger Fernsehdirektor Radio Bre-men / Hessischer Rundfunk, Christian Dröse, ARD/ZDF-Medienakademie, Maria Gresz, Spiegel-TV, und Christiane Meier, ARD-Hauptstadtstudio Berlin. Die Jurymitglieder hatten sich die eingereichten Filme angesehen und nach der zweitägigen Jury-Sitzung in Bremen die Auswahl ausgezeichneter Beiträge begründet:
"Der Bremer Fernsehpreis 2008 in der Kategorie "Ganze Sendung" geht zu gleichen Teilen an das "Thüringen-Journal" des MDR und an "buten un binnen" von Radio Bremen.
Beide Sendungen haben die Jury durch ihren herausragenden Informations- und Nutzwert für die Zuschauer ihrer Region überzeugt. "buten un binnen" setzt dabei voll auf die eigentlich klassischen Tugenden des Reporters und das in einer Konsequenz, die heute schon wieder innovativ wirkt. Moderator und Autoren pflegen dabei einen Ton, der stets Nä-he zum Zuschauer und Distanz zum Thema hält. Die Originalität und die Qualität der Beiträge lassen die optischen Schwächen des Studios ver-gessen.
Das "Thüringen-Journal" sorgt mit seinem frischen und sympathischen On-Air-Design für eine topmoderne Anmutung, ohne die Zuschauer zu überfordern. Dank einer ebenso präsenten wie glaubwürdigen Moderatorin können die Möglichkeiten des virtuellen Studios spielerisch einge-setzt werden, ohne verspielt zu wirken. Die Verpackung der Sendung ist so gelungen, dass die Qualitätsschwankungen der Beiträge weniger auffallen.
Der Bremer Fernsehpreis 2008 in der Kategorie "Einzelner Beitrag" geht an Dennis Wagner für seinen Film "ARD Qualitätsoffensive" für die Sendung "artour" des MDR.
Man muss sich das mal vorstellen: Anruf von der Programm-Direktion (?) in der Redaktion. Bitte den Zuschauern erklären, wie sie die neuen Programm-Plätze mit dem Sendersuchlauf finden. Ein Auftrag, der bei Autoren Entsetzen auslöst
Und was würden wir jetzt für einen Beitrag erwarten? Eine trockene Be-dienungsanleitung mit Menüführung am Bildschirm etc.
Was macht Dennis Wagner? Er holt uns da ab, wo wir Zuschauer sind - zuhause ratlos vorm Fernseher. Und dann erleben wir eine unterhaltsame Suche des Autoren nach der besten Erklärung. Das Team thematisiert sich selbst. Dennis Wagner zeigt seine eigene Verzweiflung mit ironischer Distanz. Und ganz nebenbei bekommen wir den Sendersuch-lauf auf die verschiedensten Weisen erklärt. Auch wenn man vielleicht doch nicht alles verstanden hat, der Beitrag hat mit leichter Hand ein schwieriges Thema lebendig gemacht.
Die "Ehrende Anerkennung" geht an die "Hier und Heute"-Sendung des WDR für den Beitrag "An Willis Bude".
Der Beitrag der Videoreporterin zeigt auf überzeugende Weise, dass der Verzicht auf ein großes Fernsehteam nicht zwangsläufig zu Qualitätsminderungen führen muss. Der selbstdrehenden Autorin gelingt in ihrer Tagesbeobachtung an einem Büdchen-Betrieb im Ruhrgebiet ein kleines Meisterstück. Gerade weil sie offenbar mit ihrer Videokamera wie ein Familienmitglied und nicht wie eine Reporterin wahrgenommen wird, kann sie in diesen Männer-Mikro-Kosmos tief eintauchen. Dabei führt sie ihre Protagonisten nie vor, sondern bringt sie den Zuschauern auf teilweise anrührende Weise nahe. Großes Fernsehen mit kleiner Kamera!"
Radio Bremen-Programmdirektor Dirk Hansen verwies in seiner Rede vor den etwa 150 Gästen zu Beginn der festlichen Preisverleihung auf die derzeit geführte Qualitäts-Debatte und bezeichnete Wettbewerb und Werkstattgespräch als ein "Angebot zur Qualitätssicherung. Fernseh-Regionaljournalismus verdient diese Wertschätzung."
Radio Bremen hatte den Wettbewerb der deutschsprachigen Fernsehregionalprogramme nach einer zehnjährigen Pause in diesem Jahr wieder neu ausgeschrieben. Die Einreichungen für die Kategorie "Ganze Sendung" standen unter dem Motto "Innovatives Fernsehen". Dabei konnte sich Innovation auf inhaltliche Ideen und neue Handschriften ebenso beziehen, wie auf zeitgemäßes Design oder auf den Einsatz neuer Technologien. Die Wettbewerbsanmeldungen für die Kategorie "Einzel-ner Beitrag" wurden zum Thema "Terminjournalismus - es geht auch anders" erbeten. Gesucht waren Beiträge, die regelmäßige Pflichttermine im journalistischen Alltag inspiriert behandeln und mit ungewohnten Blick zu einem echten Hingucker für das Publikum machen.
Anlässlich des Wettbewerbs hatte Radio Bremen zu einem Werkstattgespräch eingeladen. Das Thema für 2008 lautete - passend zum neuen, multimedialen Radio Bremen-Standort - "Trimediale Herausforderung - mehr als Fernsehen." Bei dem Forum tauschten sich Referenten aus der deutschen Medienbranche mit Regionaljournalisten und Programmver-antwortlichen über journalistische Formen und Themen der regionalen Berichterstattung aus.
Die prämierten Beiträge können im Internet unter www.radiobremen.de gleich nach der Auszeichnung angesehen werden. Die beigefügten Pressefotos sind honorarfrei, Foto: Klaus Fittschen, Copyright: Radio Bremen.
Foto Jury Bremer Fernsehpreis 2008 Dateinummer 2225
(von links nach rechts): Maria Gresz, Dr. Hans-Werner Conrad, Frank Plasberg, Christiane Meier, Dirk Hansen, Programmdirektor Radio Bremen, Christian Dröse.
Foto Mitarbeiter der ausgezeichneten Rundfunkanstalt, die die Preise stellvertretend entgegengenommen haben und Jury-Mitglieder Dateinummer 2405
(von links nach rechts): Christiane Meier, Christian Dröse, Dr. Hans-Werner Conrad, Maria Gresz, Stefan Brandenburg, WDR, Kirsten En-gelhard, MDR, Benedikt Otto, MDR, Hans Jessen, Radio Bremen, Jury-Vorsitzender Frank Plasberg, Radio Bremen-Programmdirektor Dirk Hansen.
Info: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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