Sonstiges
1986 wagte es das experimentierfreudige Radio Bremen als erste Rundfunkanstalt der Republik, dem Jugendfunk neue Möglichkeiten zu eröffnen und vertraute einem Team von 20 jungen Radiomacher die Gestal-tung eines eigenen Radioprogramms an. Bis dahin fristete die Jugendkultur im Hörfunk ein Nischendasein, fand auf zugeteilten Sendeplätzen in fremdem Umfeld statt. Am 1.Dezember 1986 ging um 9.05 Uhr mit Bremen Vier die allererste echte Jugendwelle, die erste Pop- und Rock-Station Deutschlands auf Sendung. Vorbilder waren damals ähnliche Formate in England und den USA ebenso wie Piratensender. Der erfolg-reiche Start von Bremen Vier ermunterte andere ARD-Anstalten, es Radio Bremen gleichzutun. Bremen Vier stand Pate für Programme wie N-Joy (NDR), Fritz (rbb) und EinsLive (WDR).
Am Geburtstag wird sich die Redaktion von einem Astrologen die Karten legen, um zu erfahren was die Hörer in den nächsten 20 Jahren vom Programm erwarten. Einer der Begründer der ersten Jugendwelle Deutschlands erzählt, wie die Idee zu einem Jugendprogramm geboren wurde. Es wird ins Archiv gegriffen und an kleine und große Momente der Bremen Vier-Geschichte erinnert. Nach langer Zeit melden sich der Nuschelkopp, Da Original Shaggä und die Nullnummer-Helden zurück, um zu gratulieren. Gesendet werden Höhepunkte und Pannen, Hörerwünsche an das Lieblingsprogramm und Bremen Vier-Klassiker von den Original Deutschmachern, der "Längsten Hymne der Welt" vom Dicken Marcus Rudolph bis hin zum "BSAG-Song" vom Dünnen Jens-Uwe Krause.
Und am Abend gibt's ausnahmsweise nicht "Bremen Vier clubbt", sondern eine Sonderausgabe der Sendung "Bremen Vier tanzt" mit den fet-testen Hits der letzten 20 Jahre.
Radio Bremen-Intendant Prof. Dr. Heinz Glässgen gratulierte dem Programm zu seinem dauerhaften Erfolg mit den Worten: "Bremen Vier hat einen ganz hohen Stellenwert. Es ist für Radio Bremen eine der beiden Leitwellen. Ein großes Kompliment an die Macherinnen und Macher von Bremen Vier. 20 Jahre und immer noch lebendig, immer noch aktuell, immer noch am Puls der Zeit und an dem, was die Menschen hören wol-len."
Das Bremen Vier-Team freut sich nun auf neue, spannende Impulse von Helge Haas, dem neuen Wellenleiter ab 1.Januar 2007, der prognostiziert: "Unsere Medienwelt wird sich ähnlich drastisch verändern wie nach der Einführung des Privatfunks". Auch weiterhin wird das Radio einen wichtigen Platz im Leben der Menschen haben, doch der muss neu definiert und neu ausgefüllt werden. "Bremen Vier ist für die anstehenden Veränderungen in einer guten Ausgangsposition, und ich werde alles tun, damit die Zukunft des Programms genau so spannend und erfolgreich wird wie seine Geschichte!".
Aus dem ehemals flippigen Szeneradio der Achtziger ist in 20 Jahren ein junges, ernstzunehmendes Pop-Programm gewachsen, das täglich von mehr als einem Viertel der Hörer im Land Bremen eingeschaltet wird. Eigenwillige und hörernahe Moderatorenpersönlichkeiten wie Jens-Uwe Krause, Marcus Rudolph und Arnd Zeigler prägen das Programm ebenso wie eine zukunftsorientierte Musikauswahl mit Ecken und Kanten. Ob die Morgenshow "Der Dicke & der Dünne" oder die Musikspecials am Abend, ob Comedy mit Kultfaktor ("Nullnummer", "Der Nuschelkopp" u.a.) oder aktuelle Berichterstattung zu wichtigen regionalen bis internationalen Themen, ob schräge Aktionen wie "Bürgermeister-Karaoke" oder neue Angebote wie Podcasts im Internet: Bremen Vier bleibt - auch nach 20 Jahren - weiter vielseitig und viel-schichtig, verlässlich, abwechslungsreich und überraschend!
Ein paar Fakten:
Seit dem Sendestart am 1.Dezember 1986 um 09.05 Uhr wurden aus den beiden Sendestudios von Bremen Vier in der Bremer Vahr und zeitweise aus dem bremen4uStudio am Brill über 1,5 Millionen Musiktitel abgefahren. Zunächst nur zwischen neun Uhr und Mitternacht, inzwischen werktags zwischen fünf Uhr und Mitternacht.
Zu den Studiogästen in 20 Jahren gehörten u.a. Nena und Juanes, Take That und Seeed, Fettes Brot und Fanta Vier, Westernhagen und Grönemeyer, Thomas Schaaf und Henning Scherf.
Bremen Vier war das erste Programm von Radio Bremen, bei dem es echte "Discjockeys" gab, die ihre Musik selbst zusammenstellten und ihre Sendungen ohne technische Hilfe selbst "fuhren". Damit verschmolz Inhalt und Präsentation zu einer Einheit - und die eigentlichen Macher saßen auch buchstäblich "am Drücker".
Im Rahmenprogramm von Bremen Vier-Partys trat Ende der 90er Jahre eine junge Sängerin aus Delmenhorst auf. Sie hieß Sarah Lewe, nannte sich Sarah Gray (nach ihrem Opa) und ist inzwischen als Sarah Connor ein Star.
Einmal im Jahr präsentiert Bremen Vier den Musiknachwuchswettbewerb "Live in Bremen", den größten und etabliertesten im Nordwesten.
Arnd Zeigler und Berthold Brunsen, das Duo "Die Original Deutschmacher", wurde 1996 von den Lesern der BILD-Zeitung zu den "Bremern des Jahres" gewählt. Mit der Werder-Hymne "Lebenslang Grün-Weiß" schafften sie es nicht nur in die Charts und in den Musik-Kanal MTV, - der Song wird auch in der ZDF-Sendung "Unsere Besten: Jahrhundert-Hits" auf Platz 29 gewählt und liegt damit knapp hinter "Griechischer Wein" (Platz 26, Udo Jürgens) und immerhin vor Gassenhauern wie "Jenseits von Eden" (30) und "Stille Nacht, heilige Nacht" (34).
Mit job4u hat Bremen Vier eine bundesweit einmalige Initiative ins Leben gerufen, die jungen Menschen Hilfestellung geben will bei der Su-che nach einem Ausbildungsplatz und einer Arbeitsstelle. Gemeinsam mit dem Weser-Kurier und bremen4u, den Arbeitsagenturen in Bremen und Bremerhaven, der Handels- und der Handwerkskammer richten sich die Aktivitäten insbesondere an junge Erwachsene zwischen 15 und 25, denen job4u bei der Jobwahl und Jobsuche behilflich sein will. Dies geschieht insbesondere auf speziellen Messen und in Workshops, über in-formative Beiträge im Radio sowie im Web.
Inzwischen präsentieren viele Radiosender Minikonzerte von Nachwuchskünstlern im kleinen Rahmen. Bremen Vier war Vorreiter dieses Trends. In der Reihe "Bremen Vier Live" lädt Bremen Vier seine Hörer regelmäßig zu kostenlosen Konzerten in den Radio Bremen-Sendesaal ein, um hoffnungsvolle Newcomer zu erleben, die mit viel Herzblut und mit großer Spielfreude die Chance nutzen, sich dem Publikum vorzu-stellen. Tickets für diese Konzerte kann man nicht kaufen, sondern nur auf Bremen Vier gewinnen.
Mit dem Song "Pop Muzik" von "M" begann die erste Sendung, mode-riert von Jürgen Büsselberg.
Sendungsnamen aus 20 Jahren Bremen Vier u.a. "Rizz", "Tinas Turbu-lenzen", "Kuntzes Kunstgriffe", "Berts B-Seiten", "Slip", "Cool Cat", "Pausenlos", "Sadri & Sadri", "Spätzünder", "Citybeat", "Party Animal Headquater", "Rocktelefon", "Nanu", "Laola", "Sommerfeld & Kalkofe", "Die 3 Jense".
Bekannte Moderatoren von Bremen Vier: John Peel (britische Moderatoren-Legende), Lou Richter (TV-Moderator und Comedian), Tina Busch (später Musikchefin bei VIVA), Mareike Schomerus (moderiert inzwischen "buten un binnen").
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