Unternehmensmitteilungen
SWR-Sendung und drei NDR-Einreichungen gewinnen Bremer Fernsehpreise 2012
Ehrende Anerkennungen beim Regionalwettbewerb der ARD für Schweizer Radio und Fernsehen (SFR), NDR, MDR und WDR
Jury-Vorsitzender Frank Plasberg und Radio Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch übergaben Preise
Originelle Erzählideen, eine einfühlsame und spannende Präsentation der Themen und eine gelungene Einbeziehung des Publikums via Skype – diese Eigenschaften brachten „Zur Sache Baden-Württemberg“ heute (09.11.2012) den Bremer Fernsehpreis ein. Die Sendung des Südwestrundfunks (SWR) Stuttgart wurde von der fünfköpfigen Jury als beste Sendung ausgezeichnet. „Wir sind überzeugt: Über „Zur Sache Baden-Württemberg“ reden die Menschen morgens in der Straßenbahn. Und das sollte doch das Ziel einer jeden Regionalsendung sein“, sagten der Jury- Vorsitzende Frank Plasberg und die anderen Jurymitglieder zu ihrer Entscheidung.
Wenn man sich die Zahl der eingegangenen Beiträge ansieht, fehlt es im deutschsprachigen Regionalprogramm keinesfalls an Innovationen. Mehr als die Hälfte der insgesamt 49 Bewerbungen gingen für die Kategorie „Beste Innovation“ ein. Umso schwerer fiel es der Jury, eine Entscheidung zu fällen. Deshalb vergaben sie zwei erste Plätze – beide gingen an den Norddeutschen Rundfunk (NDR).
In dem Beitrag „7 Tage. Unter Toten“ des NDR Hamburg begleitet ein Team eine Woche lang zwei Bestatter bei ihrer Arbeit. Das Innovative: Lange totale Bildeinstellungen im Wechsel mit Aufnahmen von außergewöhnlichen Details. Die Pause wird zum Stilmittel erklärt. „Wir erleben einen ON-Reporter, der zuhört statt sich in Szene zu setzen“, lobte die Jury, „eine im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltige Berichterstattung, weil die Bilder und der knappe poetische Text lange im Gedächtnis bleiben.“
„Lass dir mal etwas Kreatives zum Thema Weihnachten einfallen“ – während viele Reporter bei diesem Auftrag eher unmotiviert die Stirn runzeln, hat sich die Redaktion des NDR Mecklenburg-Vorpommern Folgendes einfallen lassen: Jeder ist zu Weihnachten ein Star, und deshalb singt ein ganzes Land das gleiche Weihnachtslied. Das Team besucht genauso die Hobbysängerin wie den örtlichen Gospelchor oder die Neubrandenburgische Philharmonie. Was Fremdschämen befürchten lässt, entpuppt sich in dem Beitrag „Last Christmas“ des NDR Nordmagazins allerdings als gelungene Hommage an ein Land mit vielen verschiedenen Gesichtern. „Ein Musikvideo, das mit der im Regionalfernsehen üblichen Bildsprache bricht. Ein sicher nicht ganz billiges Hochglanzprodukt, aber der Weihnachtsgruß für den Zuschauer lohnt sich“, begründet die Jury, warum der Beitrag die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Innovation“ ebenfalls verdient.
Eine gute Fragetechnik reicht für ein gelungenes Interview längst nicht aus. Wie man beides miteinander verbindet, zeigt Sven Tietzer vom NDR Hannover in „So ein Tag. Zufallsbekanntschaften im Norden“. Die Jury wählte seinen Beitrag als „Bestes Interview“ aus. Er begleitet Menschen einen Tag lang, die er zuvor nicht kannte. Was, wenn dem Interviewpartner wegen eines Schlaganfalls die Worte fehlen, wenn jemand von einem unvorstellbaren Schicksalsschlag erzählt? Sven Tietzer besitze genügend Sensibilität für diese schwierigen Momente, aber auch die Fähigkeit intime Fragen zu stellen, ohne den Respekt vor seinem Protagonisten zu verlieren, finden Frank Plasberg und die anderen Jury-Mitglieder.
In der Kategorie „Bester Beitrag“ verzichtete die Jury auf eine Preisvergabe. Sie vergab eine „Ehrende Anerkennung“ an den Beitrag „Die Suche nach dem Wähler“, eingereicht vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Eine Reporterin begibt sich auf die Suche nach dem Menschen aus einem Dorf in der Schweiz, der sich als einziger an der Volksabstimmung zum Bürokratieabbau beteiligt hat. Der Zuschauer erfährt viel über den Stellenwert der direkten Demokratie in dem Ort – und das auf muntere und kurzweilige Art.
Außerdem würdigte die Jury noch die Sendung „Lokalzeit Düsseldorf“ des Westdeutschen Rundfunk (WDR), die im tiefsten Sommerloch Mitten im Juli trotzdem ihrem Zuschauer alles andere als eine schnöde Sommer-Sendung bieten. Das vom NDR eingereichte Interview zwischen „Hallo Niedersachsen“-Moderator Peter von Sassen und dem niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann erhielt ebenfalls eine „Ehrende Anerkennung“. Sassen konfrontiere seinen Gast mit drei komplizierten Themen. Dem zu folgen, fiele nicht immer leicht, aber das Interview liefere neuen Stoff zur Diskussion, meinte die Jury. In der Kategorie „Beste Innovation“ sprach die Jury zudem eine „Ehrende Anerkennung“ für das Stück „Sachsen Anhalt heute. Heimatkunde spezial – Anhalter Geschichten“ des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) aus. Jahrhunderte alte Geschichte erzählen, auch wenn die Bilder fehlen – das sei der Redaktion mit einer 16-teiligen Animationsfilmreihe gelungen, urteilte die Jury.
Der Bremer Fernsehpreis wurde zuletzt vor einem Jahr vergeben. Gewürdigt werden herausragende Leistungen im deutschsprachigen Fernseh-Regionalprogramm. Dotiert ist der Preis mit 4.000 Euro. In diesem Jahr wurden 49 Beiträge eingereicht. Vertreten waren öffentlich-rechtliche Formate aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der Vorsitzende der fünfköpfigen Jury, Frank Plasberg, und Radio Bremen-Programmdirektor Jan Weyrauch übergaben die Auszeichnungen heute bei einer festlichen Preisverleihung im Funkhaus an der Weser. Der Jury gehörten neben dem im Jahr 1988 mit dem Bremer Fernsehpreis ausgezeichneten TV-Journalisten und Moderator Frank Plasberg an: Maria Gresz, Spiegel-TV , Birgitta Weber vom SWR, Dr. Peter Fritz vom ORF und Hans Helmich (Deutsche Welle). Die Jurymitglieder hatten sich die eingereichten Filme angesehen und nach der zweitägigen Jury-Sitzung in Bremen die besten Einreichungen ausgewählt.
Radio Bremen hatte den Wettbewerb der deutschsprachigen Fernsehregionalprogramme nach einer zehnjährigen Pause 2008 wieder ins Leben gerufen.
Anlässlich des Wettbewerbs hatte Radio Bremen zu einem Werkstattgespräch eingeladen. Das Thema für 2012 lautete: Innovation und Trends im Regionalfernsehen. Bei dem Forum tauschten sich Referenten aus der deutschen Medienbranche mit Regionaljournalisten und Programmverantwortlichen über die Möglichkeiten virtueller Studios, Rucksackschalten und anderer technischer Neuheiten aus.
Die prämierten Beiträge können im Internet unter www.radiobremen.de gleich nach der Auszeichnung angesehen werden. Pressefotos verschickt die Radio Bremen Presse und Öffentlichkeitsarbeit kurz nach der Preisverleihung.
Bildunterschrift Jury-Foto (von links nach rechts):
Maria Gresz, Dr. Peter Fritz, Frank Plasberg, Hans Helmich und Birgitta Weber
Bildunterschrift Preisträger:
Frank Butschek (MDR), Heiko Kreft (MDR), Jan Metzger (Radio Bremen-Intendant), Christian von Brockhausen (NDR), Christian Buch (MDR), Fabian Döring (NDR), Lars Kaufmann (NDR), Daniel Pünter (SRF), Rolf Elsener (SRF), Jan Weyrauch (Radio Bremen-Programmdirektor, vorne), Volker Schwenck (SWR), Daniela Bolsmann (WDR), Johann Ahrends (NDR, hinten), Frank Plasberg (Jury-Vorsitzender), Clemens Bratzler (SWR), Sven Titze (NDR), Andrea Lutke (NDR), Ralph Eichmann (NDR), Matthias Heil (NDR), Udo Taske (NDR)
Copyright Radio Bremen/M. Bahlo:
Bremer Fernsehpreis-Jury 2012 [JPG, 318 Kb]
Preisträger Bremer Fernsehpreis 2012 [JPG, 1.002 Kb]
Bremer Fernsehpreis 2012 Ahrends, Tietzer, Plasberg, vl [JPG, 318 Kb]
Eichmann, Heil, Taske, Plasberg vl [JPG, 443 Kb]
Lars Kaufmann, Ch. von Brockhausen vl. [JPG, 366 Kb]
Schwenck, Bratzler, Plasberg, vl. [JPG, 384 Kb]
Info: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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