Energieholding Osnabrück
Der Landkreis Osnabrück will seinen Strom künftig selbst produzieren. Geplant ist die Gründung einer Energie-Holding, die verschiedene Windpark-Gesellschaften gründen soll. Kommunen, Stadtwerke, Bürger und Landwirte sollten sich beteiligen, ebenso regional ansässige Kreditinstitute mit der Finanzierung der Projekte. Der Landkreis will den Großteil der geplanten Energie-Holding-Anteile halten.
Der Landkreis Osnabrück will seinen Strom künftig selbst produzieren.
Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 den Landkreis zu 100 Prozent mit regenerativen Energien zu versorgen und die Wertschöpfung in der Region zu halten.
Energie-Holding im Landkreis Osnabrück , [2:41]
Landrat Michael Lübbersmann zeigte sich bei der Vorstellung der Pläne zuversichtlich. Bei der Umsetzung des ehrgeizigen Zieles gehe man einen neuen Weg. "Wir planen die Gründung einer Energie-Holding unter Beteiligung regionaler Akteure", so Lübbersmann. Das können regionale Stadtwerke sein, aber auch die Städte und Gemeinden. Und nicht zuletzt hofft der Landkreis, dass sich auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligen.
Auf jeden Fall werde es für sie attraktive Angebote geben, erklärte der zuständige Verwaltungsvorstand Winfried Wilkens. Auf diesem Weg gelinge es nicht nur, die Gewinne aus der Energieproduktion in der Region zu halten. "Wir können gleichzeitig durch regionalplanerische Vorgaben sicherstellen, dass die Ausweisung von Energieparks bürger- und landschaftsverträglich erfolgt."
Nur wenn die Kommunen im Energiebereich aktiv werden, kann in Deutschland künftig der größte Teil des Stromes aus regenerativen Energien bezogen werden: Davon sind Politik und Verwaltung des Landkreises Osnabrück überzeugt. Grundlage ist ein vom Kreistag verabschiedetes "Integriertes Klimaschutzkonzept". Darin ist das Ziel "100 Prozent regionale Stromerzeugung" bereits benannt.
In der geplanten Energie-Holding will der Landkreis Osnabrück 51 Prozent der Anteile halten, die Partner könnten sich je nach finanzieller Leistungskraft beteiligen. Mit im Boot werden auf jeden Fall auch die Grundeigentümer, sehr häufig Landwirte, sein. Für die Landwirtschaft sei die regenerative Energie ein wirtschaftliches Standbein, das in Zukunft an Bedeutung gewinnen werde, so Landrat Lübbersmann.
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