Wattenmeer Konferenz
Das Wattenmeer gehört seit drei Jahren zum Weltkulturerbe der Unesco. Doch die niedersächsische Nordseeküste ist auch eine wirtschaftlich wichtige Boomregion. Und die Offshore-Windenergie gilt als tragende Zukunftsbranche. Der Bau der Windräder belastet das Wattenmeer und seine Bewohner.
Blick ins Wattenmeer
Wie kann eine Energiewende gestaltet werden, die sich mit der Naturschutzregion Wattenmeer verträgt? Das war das Thema bei der Konferenz "Wadden Sea Day 2012" am 30. August, der jährlichen Konferenz mit Umweltschützern, Wissenschaftlern und Unternehmen aus Deutschland, den Niederlanden und Dänemark.
Die Region ist wirtschaftlich abhängig vom Ausbau der Hafenwirtschaft, und die boomende Offshore-Branche verändert auch das Wattenmeer nachhaltig. Bereits heute beklagen die Miesmuschelfischer in der Nordsee, dass die Muschelbänke durch Bauarbeiten im Watt versanden. Dass Offshore-Windenergie und der Schiffsverkehr zu einem Problem für das Wattenmeer werden könnten, das ist die Sorge vieler Umweltschützer.
Reportage:
Wattenmeertag in Wilhelmshaven, [3:22]
Ein Beitrag von Jessica Holzhausen.
Im Zuge der beschlossenen Energiewende werden immer mehr Windparks auf See gebaut. Diese Offshore-Windparks müssen über Stromleitungen mit dem Festland verbunden werden.
Und diese Leitungen führen auch durch das Naturschutzgebiet und Weltkulturerbe Wattenmeer. Immer mehr Installationsschiffe sind dort unterwegs. Die Folgen dieser Eingriffe für das Watten müssen minimiert werden, sagt Peter Südbeck, Leiter der Nationalpark-Verwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.
Denn, so Südbeck, auch die langfristigen Folgen eines Klimawandels seien eine weitere Bedrohung des Wattenmeeres. Wenn beispielsweise der Meeresspiegel weiter ansteige, drohe die Gefahr, dass die Watten untergingen. Da gelte es, so Südbeck, alles zu tun, dass es dazu nicht kommt.
Wie lassen sich Energiewende und Naturschutz in Einklang bringen?, [6:04]
Nordwestradio-Moderator Martin Busch im Gespräch mit Peter Südbeck.
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