Energiegipfel in Berlin
Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) hat die Ergebnisse des Energiegipfels von Bund und Ländern begrüßt. Aus norddeutscher Sicht sei vor allem das deutliche Bekenntnis zur Offshore-Windenergie wichtig, so Böhrnsen gegenüber Radio Bremen.
Bund und Länder, so das Ergebnis des Gipfels im Kanzleramt, wollen bei der Energiewende an einem Strang ziehen. Gemeinsam wollen sie eine Strategie für den Ausbau erneuerbarer Energien entwickeln. Allein diese Einigkeit ist aus Böhrnsens Sicht schon ein positives Ergebnis. Noch wichtiger ist ihm allerdings, dass alle sich dazu bekannt haben, dass der Ausbau von Windparks auf hoher See unverzichtbar ist. Die Bundesregierung habe eingeräumt, dass dieser Ausbau hinterherhinkt.
Böhrnsen hat in diesem Zusammenhang auf die schwierige Finanzlage des Netzbetreibers Tennet hingewiesen. Zur Not müsse der Staat einspringen, so Bremens Regierungschef. Ähnlich äußerte sich auch Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU). Der Bund setzt aber stattdessen darauf, Investitionen attraktiver zu machen, indem Haftungsregelungen verändert werden.
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