Ramsauer in Cuxhaven
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Exportchancen durch den Ausbau der Windenergie-Gewinnung auf dem Meer unterstrichen. "Wir machen Pionierarbeit mit weltweiter Relevanz", sagte Ramsauer am Dienstag bei einem Besuch der so genannten Offshore-Basis in Cuxhaven. Windenergie auf hoher See könne zu einem Exportschlager werden, mit dem Deutschland weltweit punkten könne.
Angesichts des großen Potenzials sprach der Minister in diesem Zusammenhang vom "Öl des Nordens". Noch müssten aber große Hindernisse überwunden werden. So fehle es an Langzeiterfahrungen, ob die Technik den harten Anforderungen auf See dauerhaft standhalten könne. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) sagte, er glaube fest an die Zukunft der Offshore-Windenergie. "Sie ist eine Jahrhundertchance für die deutsche Nordseeküste, aber sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine gigantische Herausforderung technischer und finanzieller Art."
Ramsauer besucht Offshore-Basis in Cuxhaven
Nordwestradio-Gespräch mit dem Bundesverkehrsminister
Als entscheidende Engstelle nannte Ramsauer den Netzausbau, um die Windparks an das Leitungsnetz an Land anschließen und die großen Strommengen in den Süden Deutschlands transportieren zu können. Nach Ramsauers Angaben hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie inzwischen 28 Windparks auf hoher See in der ausschließlich deutschen Wirtschaftszone genehmigt. Für rund 100 weitere Parks laufe das Genehmigungsverfahren. Damit könnten insgesamt rund 43.000 Megawatt Leistung erzeugt und so rechnerisch alle deutschen Atomkraftwerke ersetzt werden.
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