Offshore-Windenergie
Der Ausbau der Offshore-Windenergie kommt nur schleppend voran. Die Windkraftanlagen auf dem Meer werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich nur halb soviel Energie ins deutsche Stromnetz einspeisen wie geplant. Das bedeutet: statt der vom Bund angestrebten zehn Gigawatt werden die Offshore-Windkraftanlagen wohl nur fünf Gigawatt Strom liefern.
Der Ausbau des Stromnetzes ist das Problem der Energiewende, so die Bremer Studie.
Zu diesem Ergebnis kommt das Bremer Beratungsunternehmen "Windresearch" in einer Studie. Das Hauptproblem ist die fehlende Netzanbindung der Windkraftanlagen auf dem Meer. Sowohl im Wasser als auch an Land fehlen Leitungen, durch die der Strom nach Süd- und Westdeutschland transportiert werden kann, wo die Hauptabnehmer sitzen. Hinzu kommen technische Probleme beim Bau der riesigen Anlagen auf See sowie Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Windparks. Damit die Energiewende gelingt, fordern die Bremer Winkraftexperten von der Bundesregierung schnelles Handeln. Nötig seien rasche Genehmigungen für neue Stromtrassen und klare Regeln dafür, wer haftet, wenn Windparks nicht rechtzeitig ans Netz angeschlossen werden können. Eine höhere finanzielle Förderung von Offshore-Windkraftanlagen sei jedoch nicht nötig, sagen die Bremer Experten.
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