Baubeginn vor Borkum
Vor der niedersächsischen Küste bei Borkum hat der Bau des vierten Offshore-Windparks begonnen. Der Oldenburger Energieversorger EWE ließ am Freitag den ersten 70 Meter langen Gründungspfahl für den Windpark "Riffgat" in den Meeresboden rammen. Bis zum Sommer 2013 sollen im Gebiet 15 Kilometer nordwestlich der Insel 30 Windkraftanlagen entstehen.
Mit einer Kapazität von 108 Megawatt könnten sie rechnerisch Strom für 120.000 Haushalte liefern. EWE beziffert die Baukosten mit rund 450 Millionen Euro. Das Unternehmen ist auch im Konsortium mit E.On und Vattenfall am ersten deutschen Offshore-Testfeld "Alpha Ventus" beteiligt.
Das Rammen der rund 700 Tonnen schweren Stahlrohe in dem Baufeld erledigt ein spezielles Kranschiff. Die Pfähle werden 40 Meter tief in den Meeresboden der Nordsee gestoßen. Sie ragen etwa sieben bis zehn Meter aus dem Wasser heraus. Insgesamt werden 30 Gründungspfähle im Meeresboden verankert. Die EWE hofft, dass die Investition in den nächsten Jahren wieder in die Kassen zurückfließt. Doch die Risiken sind groß, noch fehlt es an Leitungstrassen für den Transport des Stroms Richtung Süden und auch die Proteste der Schifffahrt und der Insulaner gegen die Offshore-Windparks halten an.
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