Auftrag mit Einschränkung
Das Bremerhavener Repower-Werk soll weitere Hochsee-Windkraftanlagen für den Essener Energiekonzern RWE bauen. Beide Unternehmen unterzeichneten jetzt einen Vertrag über die Lieferung von 54 Turbinen der Sechs-Megawattklasse für den geplanten Windpark "Nordsee Innogy 1". Wann der Auftrag umgesetzt wird, ist aber noch unklar.
Die Firma "Repower" in Bremerhaven hat schon einmal mit RWE zusammen gearbeitet.
Zuvor will RWE unter anderem die Zusage vom Netzbetreiber "Tennet" haben, dass der geplante Windpark nördlich von Juist auch ans Stromnetz angeschlossen wird. Diese Zusage kann es aber nur geben, wenn Verträge über die Lieferung von Bauteilen vorliegen. Die Vertragsunterzeichnung sei deshalb eine wichtige Voraussetzung für das Projekt, so RWE-Sprecher Konrad Böcker.
Die endgültige Entscheidung des Energiekonzerns für die Milliarden-Investition "Nordsee Innogy 1" steht noch aus. RWE will Schwierigkeiten wie bei seinem ersten Hochseewindpark "Nordsee-Ost", für den Repower ebenfalls 48 Anlagen gebaut hat, vermeiden.
Dessen Errichtung hatte sich unter anderem wegen offener Fragen zur Netzanbindung und zu den Haftungsrisiken verzögert. Inzwischen werden nördlich von Helgoland aber die ersten Fundamente gesetzt. Sie werden von Bremerhaven aus dorthin gebracht und später mit Turbinen aus der Bremerhavener Repower-Produktion komplettiert.
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