Umzug aus Hamburg
Der französische Technologiekonzern Areva eröffnet seine Deutschlandzentrale für Offshore-Windkraftanlagen in Bremen. Das Unternehmen bezieht mit zunächst rund 40 Mitarbeitern zwei Etagen im neuen European Offshore Center in der Nähe des Bremer Flughafens. In den nächsten zwei Jahren soll die Belegschaft auf über 100 Mitarbeiter aufgestockt werden.
Video: Der Hauptsitz am Bremer Flughafen
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Für Bremen hat vor allem die Nähe zum Flughafen gesprochen. Da das Geschäft mit den Offshore-Anlagen international ist, seien gute Flugverbindungen besonders wichtig, sagt Geschäftsführer Jean Huby. Außerdem, so der Chef weiter, kommt man in Bremen gut an Ingenieure und andere hochqualifizierte Fachkräfte heran. Auch die Nähe zu Bremerhaven spreche dafür. Dort entwickelt und baut Areva bereits seit 2004 Turbinen für die Windkraftwerke auf See.
Inzwischen beschäftigt der Anlagenbauer in Bremerhaven rund 650 Mitarbeiter. Nach Angaben des Geschäftsführers laufen die Geschäfte bestens. Zur Zeit stehen 120 Windturbinen in den Auftragsbüchern.
Eigentlich ist Areva auf Anlagen für Kernkraftwerke spezialisiert und gehört mehrheitlich dem französischen Staat. Die Unternehmensleitung hatte vor einigen Jahren entschieden, auch ins Geschäft mit erneuerbaren Energien einzusteigen.
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