Spätere Inbetriebnahme
Der Nordsee-Windpark des Stadtwerke-Konsortiums "Trianel" vor Borkum wird später fertig als geplant. Grund sind Verzögerungen beim Netzanschluss und Produktionsengpässe bei Zulieferern. Das teilte Trianel jetzt mit. Demnach kann der Windpark erst im zweiten Quartal 2013 und nicht wie geplant Ende des Jahres 2012 ans Netz gehen.
Der Zeitplan für den Bau des Windparks muss laut Trianel komplett überarbeitet werden. Schuld daran sei zum einen der so genannte Übertragungsnetzbetreiber "Tennet". Er habe in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sich der Netzanschluss für den Windpark um vier bis fünf Monate verzögert. Der Strom werde aber dringend benötigt, um die Anlagen auf See zu errichten. Trianel macht aber auch das Bremerhavener Unternehmen "Weserwind" für die Verspätung mitverantwortlich. Demnach ist Weserwind mit der Lieferung der Fundamente für die Windenergieanlagen im Verzug. Auch die Umspannplattform, mit deren Hilfe der Strom aus den Anlagen auf hoher See an Land gebracht werden soll, wird nicht rechtzeitig fertig. Trianel geht von Mehrkosten in Millionenhöhe durch die Verzögerungen aus. Weserwind-Geschäftsführer Dirk Kassen wollte sich vorerst nicht äußern. Vom Netzbetreiber war ebenfalls noch keine Stellungnahme zu erhalten.
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