Gesina, die Teufelsbraut
Gesche Gottfried war die wohl bekannteste Giftmörderin ihrer Zeit. 15 Menschen wurden von ihr getötet, darunter ihre Eltern, ihre Kinder und ihre Ehemänner. Mindestens 19 weitere Bekannte haben ihre Attacken nur knapp überlebt. Ganz Deutschland und sogar Europa war geschockt über diese beispiellosen Taten.
Porträt Gesche Gottfrieds. Lithografie von R. Suhrland um 1829.
1828 wurde Gesche verhaftet, drei Jahre später zum Tode verurteilt und auf dem Bremer Domshof geköpft. Ihre Enthauptung war die letzte öffentliche Hinrichtung in Bremen. An der Stelle, wo 1831 das Schafott stand, ist als Mahnmal ein Gedenkstein im Asphalt eingelassen: der so genannte "Spuckstein". Noch heute kommt es vor, dass Passanten im vorbeigehen voller Verachtung auf diesen Stein spucken.
Gesche Gottfried wird als Gesche Margarethe Timm am 6. März 1785 in Bremen geboren. Ihr Vater ist ein einfacher Schneider, ihre Mutter eine Wollnäherin. Gemeinsam mit ihren Eltern und dem Zwillingsbruder Johann wächst Gesche in der Pelzerstraße auf, einer kleinen Seitenstraße parallel zur Obernstraße. (Heute steht dort das Parkhaus Mitte). Die Familie Timm ist sehr fromm und gläubig - neben der Schule ist der Religionsunterricht das Wichtigste in Gesches Kindheit.
Schräg gegenüber von Gesches Elternhaus wohnt der Sattlermeister Johann Gerhard Miltenberg (Pelzerstraße 37). Miltenberg gehört zur wohlhabenden Oberschicht. Durch ihn gelingt es Gesche, aus einem ärmlichen Handwerkshaushalt in das begehrte Bremer Bürgertum aufzusteigen. Sie heiratet Miltenberg am 6. März 1806, dem Tag ihres 21. Geburtstags. Ob aus freien Stücken oder als Arrangement ihrer Eltern - das ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Miltenberg ist fünf Jahre älter als Gesche. Trotz seines jungen Alters ist er bereits Witwer. Seine erste Frau starb an Alkoholismus und der Schwindsucht.
Gesches Ehe mit Miltenberg ist nicht glücklich. Sein Leben spielt sich mehr in Bremens Kneipen als in ihrem gemeinsamen Haus in der Pelzerstraße ab. Er trinkt zu viel Alkohol, verspielt das elterliche Vermögen und schlägt seine Frau. Zudem leidet er an Syphilis. Allein gelassen lernt Gesche einen anderen Mann kennen: den Weinhändler Michael Christoph Gottfried. Sie verliebt sich in ihn. Als Johann Miltenberg 1813 plötzlich stirbt, kann Gesche bald darauf ihren Geliebten heiraten. Sie ändert ihren Namen und heißt fortan Gesche Gottfried. Niemand in Bremen ahnt, dass sie zu dem Zeitpunkt bereits die ersten Morde begangen hat: Sie mischte Arsen ins Essen und vergiftete ihre Opfer .
In der Obernstraße wohnte Gesche für kurze Zeit zwischen 1823 und 1825.
Über die Motive für Gesches Taten ist bis heute viel spekuliert worden - eindeutige Antworten gibt es aber nicht. Nachdem Gesche Gottfrieds Taten bekannt geworden waren, beschließt der Bremer Senat, künftig Arsen nur noch streng kontrolliert durch die Apotheken verkaufen zu lassen.
Giftmörderin Gesche Gottfried
Anfang des 19. Jahrhunderts tötete sie 15 Menschen, unter anderem ihre Eltern, ihre Kinder und ihre Ehemänner. Mindestens 19 weitere Bekannte haben ihre Attacken nur knapp überlebt. Ganz Deutschland und sogar Europa war geschockt über diese beispiellosen Taten.
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