Hansekogge
Die Kogge war der erfolgreichste Schiffstyp vom 12. bis 14. Jahrhundert. Dabei gab es sie schon lange vorher. Was zeichnet eine Kogge aus? Wie wurde sie gebaut? Und wie fand der Steuermann damals den Weg ohne Kompass und Seekarten?
Briefmarke von 1977
Die Kogge war der wichtigste Schiffstyp der Hanse im 12. bis 14 Jahrhundert. Ein einmastiges Lastschiff von etwa 20 bis 30 Meter Länge und einer Tragfähigkeit von 80 bis 200 Tonnen. Hunderte von Koggen transportierten Fisch, Wein, Bier, Getreide, Holz und Kleidung zwischen den Hansestädten hin und her und segelten sowohl auf den Flüssen im Binnenland als auch auf der Nord- und Ostsee.
Die ersten Koggen gab es aber schon lange vor der Hanse. Einige Funde von Koggebauteilen werden auf das 7. Jahrhundert datiert. Entwickelt wurde der Schiffstyp von den Friesen als Wattenfahrzeug für den Küstenverkehr. Von den Friesen stammt auch der Name. Kogge heißt soviel wie Kufe oder Gefäß.
Typische Merkmale sind das rechteckige Rahsegel und das Ruder am Heck. Die Kogge ist ein dickbauchiges Schiff, robust gebaut aus Eichenholz, um auch dem harten Wetter auf der Nordsee stand zu halten. Gerade Steven ragen an Bug und Heck steil auf. Im Schiffsinnern verstärken schwere Querbalken den Rumpf. Man spricht deshalb auch von einem "gebalktem" Schiff.
Für den Bau von Koggen haben die Werften im Mittelalter schätzungsweise drei Jahre gebraucht, angefangen beim Holzzuschnitt bis zum abschließenden Setzen des Mastes. Die dicken Eichenplanken wurden dabei aus den Baumstämmen herausgesägt und nicht gebeilt, wie noch bei den Wikingerschiffen. Dadurch entstand weniger Holzabfall. Da besonders breite Planken und oft auch schlechtes Holz verwendet wurde, konnten die Koggen so recht kostengünstig hergestellt werden. Die einzelnen Holzplanken des Schiffs wurden geklinkert, das heißt sie wurden überlappend angebracht, und mit großen Holzdübeln und speziellen Nägeln befestigt. Die Zwischenräume wurden mit Moos und Weideleisten abgedichtet, um das Schiff wasserdicht zu machen. Durch diese einfache und günstige Herstellung und die große Transportkapazität wurden die Kogge zum Verkaufschlager bei den Hanseschiffern.
Gesegelt werden konnte mit dem Rahsegel nur mit dem Wind. Sollte es schnell voran gehen war man also damals auf Rückenwind angewiesen. Die Navigation auf den Hanse-Koggen fand noch ohne Kompass und Seekarte statt. Mit Hilfe auswendig gelernter Segelanweisungen fand der Steuermann den Weg. Dabei orientierte er sich an Landmarken, die den Weg markierten. Deshalb wurde nach Möglichkeit immer in der Nähe der Küste auf Sicht gesegelt. Auf offener See war die Orientierung schwieriger. Mit einem Lot wurde eine Probe des Meeresbodens an Bord gebracht. Aus der Beschaffenheit des Bodens konnten erfahrene Seeleute auf die Position schließen. Bei schlechtem Wind, Sturm oder Nebel war die Mannschaft zur Pause gezwungen.
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