Waldbrandgefahr in Griechenland
Temperaturen von 35 Grad. Dazu das ganze Jahr Trockenheit und ein enormer Wind. Wenn es auf den Inseln in der Nord-Ägäis brennt, wird es kritisch. Vor allem weil es den Feuerwehren in Krisenzeiten an Ausrüstung mangelt. Ein Bremer Feuerwehrauto soll jetzt helfen. Radio Bremen beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Waldbrandgefahr in der Nord-Ägäis.
Der Blick auf eine Bucht der griechischen Insel Ikaria
Wie oft brennt es in der Region?
Auf Ikaria und den Nachbarinseln kommt es im Sommer immer wieder zu Waldbränden. Allein in diesem Jahr musste die Feuerwehr bisher schon 21 Mal ausrücken.
Im Sommer 1993 sterben bei einer Brandwelle auf Ikaria 14 Menschen. Die Feuerwehr kämpft verzweifelt gegen die Glut, aber der starke Wind facht die Feuer immer wieder an. Der Hauptort der Insel, Agios Kirkos, muss evakuiert werden, nachdem zahlreiche Menschen von den Flammen eingeschlossen worden sind. Die Wasserversorgung bricht zusammen und auf der Nachbarinsel Samos können Löschflugzeuge wegen des Sturms nicht abheben. In der ganzen Region werden in jenem Sommer tausende Hektar Feld, Wald und Wiesen verbrannt – und viele Häuser zerstört.
Im April 2000 brennen auf Ikaria und der großen Nachbarinsel Samos die Wälder. Auf Samos bekommt die Feuerwehr selbst mit Löschflugzeugen die Lage kaum unter Kontrolle. Temperaturen von bis zu 26 Grad und Winde der Stärke acht fachen die Feuer an.
Während in Deutschland noch Winter ist, haben die Griechen schon Ende März 2001 Rekordhitze und Trockenheit. Mit bis zu 35 Grad Celsius liegen die Temperaturen bis zu zwölf Grad über dem Durchschnitt der vergangenen 100 Jahre für den Monat März. Auf der Halbinsel Peloponnes und den Ägäis-Inseln Samos und Ikaria brechen wegen der extremen Trockenheit mehrere Brände aus. Die Feuerwehr setzt Löschflugzeuge ein.
Im Sommer 2007 bekommt Griechenland nur mit internationaler Hilfe und nach wochenlangen Einsätzen die Feuer in der Region in den Griff. Alle Waldbrände in diesem Jahr vernichten zusammen eine Fläche von der Größe Luxemburgs.
Wie ist Feuerwehr bisher ausgestattet?
Auf Ikaria gibt es 40 Berufsfeuerwehrmänner. Nach der Brandwelle 1993 wurde eine freiwillige Feuerwehr gegründet. 120 Inselbewohner engagieren sich hier ehrenamtlich. Ihre Hauptaufgabe ist es, Waldbrände zu bekämpfen. Doch die Freiwilligen löschen mit spärlichen Mitteln: Pick-Ups mit Wassertanks müssen als Feuerwehrautos herhalten. Es fehlt an Schläuchen und Schutzanzügen. Mit Latzhose und T-Shirt müssen die Freiwilligen gegen die Flammen angehen.
Was bedeutet die Schuldenkrise für die Brandbekämpfung?
Es gab einen Hilferuf Mitte Juli: Angesichts der dramatischen Finanzlage warnt der griechische Minister für Bürgerschutz vor Problemen bei der Feuerbekämpfung. Weil an allen Enden im Haushalt gespart wird, gebe es wenig Geld, um die Löschflugzeugflotte in Schuss zu halten. Bei Waldbränden auf den griechischen Inseln könnte es gefährlich werden, so Niko Dendias. Und auch der Mangel an Personal und Material machen dem Minister Sorgen.
Bremer Löschfahrzeug für die Nord-Ägäis
Das griechische Kuba
Das Team stellt sich vor
Bremer Feuerwehrauto für Ikaria
Ein Bremer Löschfahrzeug ist ab sofort im Einsatz für die freiwillige Feuerwehr auf der griechischen Insel Ikaria. Dort gibt es zwar eine Berufsfeuerwehr mit eigenen Autos. Doch die ist auf die Freiwilligen angewiesen. Denn wenn der Wald brennt, rücken die Freiwilligen aus. Und bisher fehlte denen ein funktionierendes Löschfahrzeug. Finanziert hat den Wagen der Mare-Verlag aus Hamburg. Und die Inselbewohner selbst haben die Kosten für die Überfahrt gespendet. Mehr...
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Bremer Löschfahrzeug für die Nord-Ägäis
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