Expedition Japan
Die ersten Ergebnisse von der Forschungsreise deutscher und japanischer Wissenschaftler vor der japanischen Küste haben uns erreicht. Auf einer Pressekonferenz am 25. April 2012, während der Jahrestagung der EGU (European Geosciences Union) in Wien, berichteten Prof. Gerold Wefer, vom "Marum" und Prof. Michael Strasser, ETH Zürich, von ihrer Expedition, die das Ziel hatte, mehr Informationen und Daten zu dem Mega-Beben im März 2011 zu bekommen.
Gerold Wefer bespricht mit Bremer und japanischen Kollegen den Einsatz
Am 8. März stach das deutsche Forschungsschiff "Sonne", mit einer Mannschaft aus deutschen und japanischen Wissenschaftlern in See und kehrte am 6. April 2012 zurück. Ziel der Expedition war es herauszufinden welche Spuren das große Tohoku-Erdbeben vom 11. März 2011 und der anschließende Tsunami hinterlassen haben. Eike Besuden und sein Kameramann Lür Wangenheim haben die Expedition für Radio Bremen begleitet. In einem Blog haben sie uns von den täglichen Fortschritten und Niederschlägen berichtet und nach ihrer Rückkehr ausführlich von den Ereignissen auf der "Sonne" erzählt.
Untersucht wurden Meeresregionen im Epizentrum des Bebens im März 2011. Das Zentrum des Mega-Bebens lokalisierten japanische Forscher etwa 70 Kilometer vor der Küste der größten japanischen Insel Honshu in rund 32 Kilometer Tiefe.
Über Ergebnisse dieser Untersuchungen konnte Eike Besuden nur aus vorgehaltener Hand sprechen. Jetzt haben die Wissenschaftler Gerold Wefer, Direktor vom Marum und Michael Strasser, Geologe an der Eidgenössisch-Technischen Hochschule Zürich (ETHZ), öffentlich von ersten Ergebnissen dieser Expedition berichtet:
Bestätigt werden kann, dass Teile der Erdkruste im Bereich des Japan-Tiefseegrabens durch das Beben um etwa 50 Meter, einige Bereiche der Küste von Honshu immerhin noch um bis zu fünf Meter nach Osten versetzt worden sind "Diesen Versatz im Bereich des Epizentrums konnten wir auch mit Hilfe unserer Fächerecholot-Messungen bestätigen", sagt Expeditionsleiter Gerold Wefer. Sein Team verglich die mit dem Forschungsschiff "Sonne" erfassten Daten mit Kartierungen, die von japanischen Wissenschaftlern auf den gleichen Profilen bereits 1999 und 2004 durchgeführt worden waren. "Überraschenderweise konnten wir weiter nördlich bzw. südlich keinen Versatz feststellen. Die Bewegungen der Erdkruste scheinen also auf einen relativen engen Bereich beschränkt zu sein", sagt der Meeresgeologe. Insgesamt kartierte die Forschergruppe den Meeresboden während der "Sonne"-Expedition auf einer Gesamtlänge von mehr als 2.500 Seemeilen, das entspricht 4.630 Kilometern.
Auf dem zweiten Fahrtabschnitt war das "Sonne"-Team vor allem daran interessiert, Proben vom Meeresboden zu gewinnen und zu analysieren. Die Proben stammen sowohl aus flacheren, küstennahen Bereich als auch aus den Tiefen des Japan-Grabens und wurden in Meerestiefen von etwa 1.350 bis zu 7.550 Metern gewonnen.
Prof. Michael Strasser führte bereits im Geolabor der "Sonne" erste Untersuchungen durch: "Die Sedimentproben aus dem Japan-Graben zeigen uns, dass das Erdbeben im März 2011 untermeerische Rutschungen ausgelöst und große Sedimentmengen umgelagert hat." Während seiner noch vorläufigen Untersuchungen stieß er auch auf die Spuren dreier großer früherer Erdbeben. "Weitere Analysen, die wir in den nächsten Monaten in unseren heimatlichen Labors durchführen, werden zeigen müssen, was es mit diesen älteren Megabeben auf sich hat bzw. wann sie sich ereigneten“, sagt Prof. Strasser. "Erst danach können wir hoffentlich Aussagen darüber treffen, im welchem zeitlichen Rhythmus sich Starkbeben wie das vor gut einem Jahr ereignen."
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