Kaffeehandel
Ist schon fast zur "Unart" geworden: Coffee-to-go in Pappbechern
Seit der Kaffee im 9. Jahrhundert in Südäthiopien entdeckt wurde, stieg seine Beliebtheit kontinuierlich. Und gerade im 21. Jahrhundert ist er beliebt wie nie: kaum jemand kann oder will noch auf die heiße Tasse am Morgen verzichten und auch unterwegs trifft man seit der Einführung von "Coffee to go" oft Menschen mit Bechern in der Hand. Ein hoher Kaffeeverbrauch bedingt natürlich auch eine erhöhte Nachfrage nach Kaffeebohnen. Dass diese bewältigt werden kann und dabei nicht, wie in den Jahrzehnten zuvor Umwelt und Produzenten auf der Strecke bleiben, dafür sorgen Fair-Trade und Bio-Organisationen.
Die Idee des fairen Handels (Fair Trade) ist es, den Erzeugern der gehandelten Produkte ein sicheres Einkommen zu garantieren, das nicht den Preisschwankungen des Weltmarktes unterliegt. Dazu wird von Fair-Trade-Organisationen ein Mindestpreis festgelegt, der über dem normalen Weltmarktpreis rangiert, die Produktionskosten decken, die Existenz der Produzenten sichern, eine sozial gerechte und umweltverträgliche Produktion ermöglichen soll. Zusätzlich wird über die Produktionsbedingungen für Mensch und Produkt gewacht, um auszuschließen, dass Arbeiter ausgebeutet oder Produkte nicht nach den geforderten ökologischen Mindeststandards produziert werden.
Darüber hinaus wird auch versucht, Kooperationen zwischen Produzent und Händler aufzubauen und die Entwicklung des Produktionsstandortes zu fördern. Für besonderes Engagement werden Förderprämien gezahlt. Firmen, die als fair gehandelt zertifizierte Waren anbieten, können diese mit Fair-Trade-Gütesiegeln auszeichnen, um die Produkte erkennbar zu machen.
Transfair: Fairtrade-Standards
Transfair: fairer Handel am Beispiel Kaffee
Bio-Kaffee bezeichnet den unter ökologischen Standards angebauten Kaffee. Im Gegensatz zu Fair-Trade, wo der Produzent im Vordergrund steht, geht es hier um die Umweltverträglichkeit des Produktionsvorgangs. Ähnlich wie beim Fair-Trade werden auch hier Rahmenrichtlinien festgelegt, die bestimmen, wodurch sich ein "Bio-Produkt" auszeichnen muss. Auch bei der Bio-Zertifizierung wird gerne mit Gütesiegeln gearbeitet, um das Produkt für die Kundschaft zu kennzeichnen.
Im Gegensatz zu den Fair-Trade-Initiativen ist der Begriff Bio in der EU gesetzlich definiert, sodass sich nur nach der entsprechenden EG-Verordnung produzierte Artikel Bio nennen und das EU-Gütesiegel tragen dürfen. Um das Siegel zu erlangen ist es wichtig, dass im Produktionsprozess keine Gentechnik oder chemischen Düngemittel verwendet werden, Felder und Pflanzen ausreichend geschützt werden, keine Wachstumsregulatoren Einsatz finden, schonend mit Ressourcen umgegangen und mit möglichst wenig Umweltverschmutzung produziert wird.
Sowohl Bio- als auch Fair-Trade-Kampagnen haben sich im Laufe der letzten Jahre etabliert und dafür gesorgt, dass neben den normalen Produkten, nicht nur beim Kaffee, eine Sparte für ethisch und ökologisch sichere Artikel entstehen und wachsen konnte. Mittlerweile findet man Fair-Trade und Bio nicht mehr nur im Eine-Welt-Laden oder im Bioladen oder Reformhaus, sondern auch im Sortiment vieler Supermärkte, Cafés und Restaurants, gerade in Bremen, der Hauptstadt des Fairen Handels 2011. Damit wurde gezeigt, dass es möglich ist, auch mit der fairen Bezahlung von Arbeitern und der teureren umweltverträglichen Produktion auf dem Markt durchaus konkurrenzfähig zu sein.
Weitere Informationen:
TransFair - Fair Trade Deutschland
Bio-Siegel
Dossier: Kaffee
![Kaffeebohnen [Quelle: Radio Bremen] Kaffeebohnen [Quelle: Radio Bremen]](/wissen/dossiers/kaffee/kaffee150_v-mediateaser.jpg)
Anfangs war der Kaffeehandel eine holländische Domäne. Im Laufe des 18. Jahrhunderts behaupteten sich auch deutsche Kaufleute am Kaffeemarkt, und Bremen wurde Umschlagplatz. Heute ist Bremen ein wichtiges Handelszentrum für Kaffee. Manch kleine Firma wurde aber von den Großen geschluckt.
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