Kaffee
Viele Menschen kommen ohne ihre tägliche Dosis Koffein nicht aus. Sie kommen morgens gar nicht richtig in Gang. Andere werden davon hibbelig und können nachts nicht schlafen.
Immer mehr Menschen trinken deshalb nur entkoffeinierten Kaffee. Die Bremer Coffein Compagnie hat sich darauf spezialisiert, dem Kaffee das Koffein zu entziehen. Dabei wird die Bohne vor dem Rösten mit Kohlendioxid oder mit organischen Lösungsmitteln behandelt. Alle Verfahren seien gesundheitlich unbedenklich, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Claudia Diekmeier von der Verbraucherzentrale Bremen. Sobald die Kaffeebohnen entkoffeiniert sind, geht die normale Bearbeitung weiter: Der Kaffee wird getrocknet und dann geröstet. Das Aroma soll bei dem Vorgang erhalten bleiben, nicht aber das Koffein.
Um 1900 entbrannte in Europa und den Vereinigten Staaten Streit um die Verträglichkeit von Koffein. Manche verteufelten Kafee als Droge. Andere machten Koffein schlecht, um für ihren Ersatzkaffee zu werben. Ludwig Roselius glaubte, sein Vater sei wegen des hohen Koffeinkonsums als Kaffeeverkoster gestorben.
Die Kontroversen trieben die Forschung voran. Koffeinfreie Kaffeesorten wurden in Madagaskar entdeckt und gezüchtet. Aber sie schmeckten scheußlich. Ludwig Roselius ging einen anderen Weg. Er versuchte, dem Kaffee das Koffein zu entziehen. Schließlich hatte er die Lösung. Er erhitzte grüne Kaffeebohnen mit Dampf. Und spülte sie dann mit dem Lösungsmittel Benzol. So trennte er das Koffein vom restlichen Kaffee.
Koffein findet sich in den Samen der Kaffeepflanze. Enthalten ist es auch in Teeblättern, den Früchten der Kakaopflanze und des Kolabaums. Koffein wirkt in üblicher Dosierung positiv auf das zentrale Nervensystem Erwachsener. Eine von vielen geschätzte Eigenschaft: Koffein unterdrückt oder verzögert Müdigkeit. Außerdem regt es den Gedankenfluss und die Assoziationsfähigkeit an. Koffein erweitert die Herzkranzgefäße, verstärkt die Herzfrequenz und "Konzentrationskraft" des Herzmuskels. Positiv wirkt sich Koffein zudem auf Nieren und Atmung aus.
Die positiven Eigenschaften des Koffeins kehren sich bei Überdosierung ins Gegenteil. Der Mensch wird fahrig, unkonzentriert, bekommt Schweißausbrüche, Schwindelanfälle oder zittert. Häufig kommt es auch zu Herzklopfen. Auf eine extreme Überdosierung kann der Körper mit Krämpfen reagieren. Unter einer "üblichen Menge" Koffein verstehen Fachleute 0,1 Gramm. Tödlich für einen Erwachsenen sind ungefähr 11 Gramm Koffein.
Dossier: Kaffee
![Kaffeebohnen [Quelle: Radio Bremen] Kaffeebohnen [Quelle: Radio Bremen]](/wissen/dossiers/kaffee/kaffee150_v-mediateaser.jpg)
Anfangs war der Kaffeehandel eine holländische Domäne. Im Laufe des 18. Jahrhunderts behaupteten sich auch deutsche Kaufleute am Kaffeemarkt, und Bremen wurde Umschlagplatz. Heute ist Bremen ein wichtiges Handelszentrum für Kaffee. Manch kleine Firma wurde aber von den Großen geschluckt.
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