Kaffeewerk Hemelingen
150 Liter pro Jahr und Kopf – so viel Kaffee wird in Deutschland getrunken, das sind täglich 320 Millionen Tassen. Es braucht immer eine ganze Menge Energie, um den Kaffee zu produzieren. Das ist nicht nur teuer, sondern auch nicht gut für die Umwelt. Kraft Foods will den Energieverbrauch bis 2015 um 30 Prozent senken. In Bremen hat das Unternehmen jetzt zehn Millionen Euro in sein Kaffeewerk Hemelingen investiert. Unser Reporter Sven Weingärtner war vor Ort.
Das Werk zur Herstellung von gefriergetrocknetem Löskaffee ist eines der größten auf der Welt.
Jährlich wird im Hemelinger Kaffeewerk 16.000 Tonnen gefriergetrockneter Löskaffee hergestellt. Damit ist das Bremer Werk eines der größten in der Welt für diese Sparte. Nach der Anlieferung aus Bremerhaven wird der Kaffee geröstet und landet dann in der Weiterverarbeitung zum Löskaffee. Die Bohnen werden gemahlen und beim Kochen ein Extrakt gelöst, der eingedickt eingefroren wird. Die folgende Trocknung bringt das lösliche Kaffeepulver hervor, das nur noch verpackt und verkauft werden braucht. Die enorme Produktionsgröße und die Herstellungsschritte verschlingen eine Menge Energie.
Um Energie und Kosten zu senken, hat Kraft Foods zehn Millionen Euro in eine neue Anlage investiert. Durch eine Kraft-Wärme-Kopplung soll der Energieverbrauch um 30 Prozent gesenkt werden. "Die Verbindung von der Erzeugung elektrischer Energie und Wärmenutzung ist ein hocheffizienter Prozess!", sagt Stephen Rastede, der verantwortlich ist für den Betrieb der neuen Anlage ist. Mit seien Kollegen sucht der Ingenieur permanent nach neuen Wegen, Energie zu sparen. Das lohne sich gleich doppelt, sagt der Direktor der Kaffeewerke Deutschland und Österreich: sowohl für die Kosten wie für die Umwelt. Einfluss auf den Geschmack habe das neue Verfahren auf jeden Fall nicht.
Dossier: Kaffee
![Kaffeebohnen [Quelle: Radio Bremen] Kaffeebohnen [Quelle: Radio Bremen]](/wissen/dossiers/kaffee/kaffee150_v-mediateaser.jpg)
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