Extremwetterkongress
Mehr Teilnehmer als jemals zuvor, lautet das Fazit der Veranstalter des Extremwetterkongresses in Bremerhaven. Diese Resonanz zeigt nach Ansicht von Veranstalter Frank Böttcher, Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation, dass das Interesse an Klimafragen in der Öffentlichkeit zugenommen hat.
Die Experten auf dem Kongress sind sich einig, dass es einen Klimawandel gibt und dieser hauptsächlich vom Menschen verursacht ist. Sie erteilen damit Klimawandel-Skeptikern, die dem Weltklimarat IPCC Alarmismus vorgeworfen hatten, eine klare Absage. Für die kommenden Jahre erwarten die Referenten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft vermehrt extreme Wetterereignisse.
Erst am vergangenen Wochenende fegte das Sturmtief "Xynthia" über Europa hinweg. Die Bilanz: Mehr als 60 Tote und ein Schaden von bis zu drei Milliarden Euro. "Den Sturm konnten wir relativ gut einschätzen", sagt Meteorologin Antje Piel von MeteoGroup Deutschland, "aber die Folgen wurden unterschätzt." Keiner habe an der Atlantikküste Frankreichs mit einer solchen Flutwelle gerechnet, die selbst die Deiche brechen ließ.
Antje Piel will sich nicht darauf festlegen lassen, ob der Sturm "Xynthia" bereits eine Folge des Klimawandels war. Es sei sehr schwer vorherzusagen, wie sich die Stürme in den nächsten hundert Jahren entwickeln werden. In den Großstädten und in Ballungsräumen werden zukünftig mehr heiße Tage und starke Niederschläge den Menschen zu schaffen machen. Darin sind sich die Wissenschaftler einig.
Die Experten fordern daher neue Hitze- und Hochwasserwarnsysteme, um zum Beispiel Verkehrswege und Gebäude wie Kraftwerke zu sichern. Städte und Kommunen müssten sich auf diese Herausforderungen einstellen. Vor blindem Aktionismus warnt dagegen der Ozeanograph Sylvin Müller-Navarra. Der Leiter des Sturmflutwarndienstes beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie betont: "Sicher verändert sich das Klima, aber in geologischen Zeitskalen von Zehntausenden von Jahren." Der Meeresspiegel sei in den vergangenen 5000 Jahren jeweils zwischen 1 und 2 mm angestiegen und damit langsamer als erwartet.
Der Meereswissenschaftler Lars Kaleschke macht deutlich, dass die Arktis schneller abschmilzt als erwartet. „Wir liegen mit den aktuellen Beobachtungen des Eisrückgangs etwa 30 Jahre vor den Modellergebnissen“, sagt Kaleschke. Die Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Ursache der aktuellen Veränderungen im arktischen Eis sei so gering, dass einzig der Mensch als Ursache gesehen werden müsse.
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