Extremwetterkongress
Beim Extremwetterkongress in Bremerhaven steht die Frage wieder im Tagungsprogramm: "Wandel ja oder nein?" Besonders, seit im jüngsten Klimabericht der Vereinten Nationen Fehler aufgetaucht sind, ist die Grundsatzdiskussion wieder neu entflammt. Der Bericht des Klimarats ist immerhin weltweit die Grundlage für die politischen Entscheidungen in Sachen Klimazukunft.
"Der Bericht ist in seinen wesentlichen Aussagen immer noch gültig. Kein einziger Fehler, der bisher aufgetreten ist, rüttelt an diesen Aussagen", sagt der Physiker Dr. Peter Lemke vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut. Er hat maßgeblich am mehr als 900 Seiten starken Klimabericht mitgearbeitet.
Auslöser für die Diskussion um die Glaubwürdigkeit des UN-Klimaberichtes, war unter anderem eine falsche Zahlenangabe zum Abschmelzen der Himalaya-Gletscher. Ein bedauerlicher Fehler beim Erstellen des Manuskriptes, so Peter Lemke: "Nun ist in einem nicht redigierten Papier ein Zahlendreher aufgetaucht, der vom Jahr 2035 sprach anstatt vom Jahr 2350. Diese Quelle ist leider so übernommen worden, ohne das zu kontrollieren und das ist natürlich sehr ärgerlich."
Dieser Fehler kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass weltweit die Temperaturen ansteigen, sagt Lemke - selbst wenn Europa in diesem Winter in Schnee und Eis versunken ist: "Der ganze Globus ist warm zur Zeit. Nur in Westeuropa ist es kalt, weil das permanente Hochdruck-Gebiet über Skandinavien dafür gesorgt hat, dass wir an der Südflanke kalte Luft aus Sibirien bekommen."
Kritiker des Klimaberichtes behaupten hingegen, dass die Erd-Erwärmung sogar zum Stillstand gekommen ist und seit 1998 fast auf dem gleichen Stand verharrt. Tatsächlich gibt es dazu Zahlen und Grafiken, in denen die heutige Temperatur der durchschnittlichen Globus-Temperatur vor rund zehn Jahren entspricht.
Schuld daran ist aber ein Temperatur-Ausreißer, sagt Peter Lemke: "Das liegt daran, dass 1998 ein Super-El-Nino-Jahr war, wo der Globus und vor allem auch die Tropen sehr warm waren. Das heißt, eine Aussage zum Klimatrend über die vergangenen zehn Jahre zu machen, ist Unfug. Man braucht schon zwanzig bis dreißig Jahre, um sich von dieser natürlichen Variabilität zu trennen."
Vorgeworfen wird den Autoren des jüngsten Klimaberichts aus dem Jahr 2007 auch, dass sie einen willkürlichen Zusammenhang zwischen Extrem-Wettereignissen und der Erderwärmung herstellen würden. Dazu Peter Lemke: "Diese Kritik ist im Grunde nicht berechtigt. Wenn die Temperatur steigt, dann wird zum Beispiel die Chance für Hitzewellen größer. Wir brauchen aber in der Tat mehr Daten, um sagen zu können, ob die Hurricanes in der Intensität zugenommen haben. Ich möchte betonen, dass die Klimamodelle eine der besten Vorhersagemöglichkeiten sind, die unsere Gesellschaft hat. Man denke da nur an die Steuerschätzung – die ist schon nach vier Wochen falsch."
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