Von der Idee zur Eröffnung
Der Magistrat sucht neue Ideen für das Gelände und bittet die Petri & Tiemann GmbH, sich Gedanken über eine neue Ankerattraktion zu machen. In der Stadt stellt man sich ein Großaquarium vor.
Die Petri & Tiemann GmbH legt eine Konzeptskizze vor. Aus dem Aquarium ist ein Klimahaus geworden.
Es gibt einen Konkurrenzentwurf. Der politische Entscheidungsprozess läuft. Letztendlich setzt sich die Petri & Tiemann GmbH mit dem Klimahaus-Konzept durch.
Die Planung der Ausstellung und Innengestaltung beginnt. Ein Filmteam bereist alle Stationen auf dem achten Längengrad Ost. Ihre Aufnahmen werden später Teil der Ausstellung.
Mit dem ersten Spatenstich für die Tiefgarage unter dem Klimahaus beginnen die Baumaßnahmen.
Ein Lungenfisch, ein paar Koffer- und Feuerfische für das Klimahaus treffen im Nordwesten ein. Die zukünftigen Bewohner des Aquariums kommen aus den Gewässern Westafrikas. Allerdings sind sie noch nicht am Ziel angelangt, sondern werden zunächst in Wilhelmshaven "zwischengeparkt". Im dortigen Senckenberg-Institut werden die Tiere aufgepäppelt und auf das Leben im Klimahaus vorbereitet.
Vom Klimahaus stehen bereits zwei Etagen. Von den acht Klimazonen ist aber erst eine zu spüren: Im Rohbau herrscht Norddeutsches Winterwetter.
Immer wieder gibt es Verzögerungen. Diesmal sorgt die Klage eines Konkurrenten für einen vorläufigen Baustopp.
Der erste Teil eines großen Aquariums ist im Klimahaus eingetroffen: eine Spezialanfertigung aus Amerika.
Die riesige Scheibe des größten Klimahaus-Aquariums in Bremerhaven muss am 16. Juni 2008 die amtliche Abnahme überstehen. Eine Probebefüllung erfolgt mit Hochleistungspumpen der Bremerhavener Feuerwehr. Die fast fünf Meter hohe Acrylglasscheibe hält.
Klimahaus-Aquarium hält, [1:00]
Das Klimahaus in Bremerhaven nimmt langsam Gestalt an. Vor einiger Zeit haben die kniffligen Arbeiten an der Glasfassade begonnen. Keine der 4.700 Scheiben gleicht der anderen. Bisher gibt es aber noch keine Scherben.
Die Fische für das Aquarium ziehen von ihrer Zwischenstation in Wilhemshaven in ihr neues Zuhause nach Bremerhaven.
Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Trotzdem braucht man noch viel Fantasie, um auf der Baustelle schon etwas zu erkennen. Die Kulissen der verschiedenen Landschaften entlang des achten Längengrades kann man nur erahnen. Die Arbeiter sind aber guter Dinge, dass alles rechtzeitig fertig wird.
Seit dem 4. April werden Eintrittskarten verkauft. Um Punkt 10 Uhr gehen im Museums-Shop die ersten drei Tickets über die Theke. Unterdessen herrscht im Klimahaus noch Hochbetrieb. Rund 200 Arbeiter sorgen dafür, dass rechtzeitig alles fertig wird.
Sechs Tonnen lebende Steine werden von Tauchern in Großaquarien platziert. Zwei Jahren wird es dauern, bis hier eine Unterwasserwelt wie rund um Samoa entsteht.
Die Kosten für den Bau des Klimahauses explodieren. Das Projekt wird 30 Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant.
Um sich in Bremerhaven die Klimahausbaustelle zeigen zu lassen, zweigt Kanzlerin Angela Merkel am 24. Mai 2009 eine halbe Stunde von ihrem Europa-Wahlkampf-Programm ab.
700 Testbesucher probieren ein paar Tage vor der eigentlichen Eröffnung das Klimahaus aus. Dabei ist das Klimhaus erst zu 85 Prozent fertig.
Die Rede zur offiziellen Eröffnung hält der irische Menschenrechtsaktivist Bob Geldof. Er fordert sofortiges Handeln statt leerer Worthülsen. "Lasst dieses Haus nicht zu einem Museum werden", lautet sein Schluss-Appell.
Ein beeindruckender Abend in Bildern von der offiziellen Eröffnungsfeier
Bereits am ersten Wochenende durfte sich das Klimahaus über 7.000 Besucher freun.
Mittags kam der 1.000. Besucher, [3:25]
Dossier: Wetter und Klima
![Eine Windhose bildet sich [Quelle: DPA] Eine Windhose bildet sich [Quelle: DPA]](/wissen/dossiers/klima/themen/tornado102_v-mediateaser.jpg)
Wie wird sich die Welt und unsere Region verändern, was kann jeder einzelne gegen den Klimawandel tun und wie funktioniert überhaupt unser Klima? Fragen auf die auch Radio Bremen Antworten sucht.
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