Ostern
Was Weihnachten bedeutet, das weiß wohl jeder. Bei Ostern wird es schon schwieriger. Aber Pfingsten? Oder Gründonnerstag? Zumindest durch viele freie Tage profitiert jeder von den christlichen Feiertagen. Da schadet es nicht, zu wissen, was eigentlich hinter diesen Tagen steckt.
Sieben Wochen dauert die sogenannte Passionszeit. Das lateinische Wort Passion bedeutet "Leiden", und so wird in dieser Kirchenjahreszeit das Leiden Jesu nachvollzogen.
Zeitgleich liegt die Fastenzeit, die aber einen anderen Ursprung hat: Mit dem Fasten und dem Verzicht auf Liebgewonnenes soll 40 Tage lang an die 40 Jahre des Volkes Israel in Ägypten und an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste verbracht haben soll, erinnert werden.
Am Gründonnerstag, dem Tag vor Karfreitag, wird dem letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern gedacht. Karfreitag ist schließlich der Tag, der an die Kreuzigung Jesu erinnert. Der Begriff kommt wahrscheinlich vom althochdeutschen "kara", das soviel wie "Klage, Trauer, Kummer" bedeutet.
"Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci
Zu Ostern ist mit dem Kummer dann Schluss: Hier feiern die Christen nach den stillen Kar-Tagen die Auferstehung Jesu. Mit dem Sonnenaufgang beginnt der Doppel-Festtag. Ostersonntag ist der Tag, an dem das verlassene Grab Jesu gefunden wurde. Am Ostermontag wollen der Bibel zufolge zwei Jünger den Auferstandenen gesehen haben.
Zur Bedeutung des Wortes Ostern gibt es verschiedene Deutungen. Laut einer Überlieferung geht der Begriff auf die heidnische Altgermanen-Göttin Ostara zurück, deren Symbole Hase und Ei waren. Diese Symbole sind seit dem 16. Jahrhundert im deutschen Osterbrauchtum verankert. Einer anderen Deutung zufolge kommt "Ostern" von "áus", dem indogermanischen Wort für "scheinen, glänzen, leuchten". Damit könnte der Sonnenaufgang des Ostermorgens gemeint sein, mit dem das Osterfest der biblischen Überlieferung nach beginnt.
40 Tage nach Ostern wird bei den Kirchen wieder gefeiert. Diesmal ist der Feiertag selbsterklärend: Christi Himmefahrt erinnert an die Fahrt Jesu gen Himmel. Der auferstandene Jesus soll während eines Treffens mit seinen Jüngern von einer Wolke erfasst und gen Himmel getragen worden sein.
Weihnachten, Passion, Ostern und Himmelfahrt zeichnen die Lebensgeschichte Jesu nach. Jesus ist aber nur ein Element der sogenannten Trinität, deren Göttlichkeit den christlichen Dogmen zufolge in drei Ausprägungsformen auftritt: Vater (Gott), Sohn (Jesus) und Heiliger Geist. Dem Heiligen Geist ist das Pfingstfest gewidmet. Erinnert wird hier an die "Ausgießung" des Geistes, die in der Apostelgeschichte geschildert wird. Die Kirchen bezeichnen den Heiligen Geist als ihren "Lebensatem". Sie verstehen das Pfingstfest daher auch inoffiziell als Geburtstag der Kirche.
Der Begriff "Pfingsten" kommt aus dem griechischen Wort "Pèntekoste" und bedeutet "der Fünfzigste". Damit ist die Zeitperiode gemeint, nach der Pfingsten datiert wird. Pfingsten ist am 50. Tag nach Ostern.
Das Weihnachtsfest ist wohl das einzige christliche Fest, dessen Bedeutung noch fest in der Bevölkerung verankert ist. Nicht zuletzt die überlieferten Weihnachtslieder oder die traditionellen Krippen-Motive allerorten machen klar, dass es hier um die Geburt von Jesus geht. Die vielen anderen Feiertage werden meist nur noch als freie Tage wahrgenommen. Welche Bedeutungen ursprünglich in ihnen steckte, ist vielen heute nicht mehr bekannt. Ein kurzer Gang durchs Kirchenjahr.
Der Begriff "Advent" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Ankunft". Erwartet wird die Ankunft Jesu. Mit der Adventszeit beginnt das christliche Kirchenjahr, das sich an der Lebensgeschichte von Jesus Christus entlang orientiert. Die Adventszeit sind vier Wochen Vorbereitung auf das Geburtsfest: Weihnachten. Der Heiligabend ist schließlich der Vorabend auf das eigentliche Weihnachtsfest. Der Brauch, sich zu diesem Anlass Geschenke zu machen, geht auf die Gaben der drei Weisen aus dem Morgenland zurück, die dem Jesuskind nach dessen Geburt Weihrauch, Gold und Myrrhe geschenkt haben sollen.
Die weltlichen Beigaben zu Advent und Weihnachten, der Adventskranz, der Weihnachtsbaum und natürlich der Weihnachtsmann, sind Erfindungen weit späterer Zeit. Sie sind seit Mitte des 19. Jahrhunderts überliefert.
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