Zeitrechnung
Weihnachten ist leicht zu merken, auch den Maifeiertag kann man kalendarisch eigentlich nicht vergessen. Aber Ostern, wann genau ist eigentlich immer Ostern? Das wissen die meisten Menschen nicht. Dabei ist die Datumsfindung gar nicht so schwierig. Der Mond gibt die Antwort.
Der erste Vollmond im Frühling gibt den Ausschlag für das Osterdatum.
Wie schön einfach ist es doch, sich Weihnachten zu merken: Jedes Jahr aufs Neue feiern wir das Fest am 25. und 26. Dezember. Bei Ostern ist die Sache schon etwas schwieriger. Ostern gehört zu den sogenannten beweglichen Festtagen. Das heißt, dass das Datum sich Jahr für Jahr ändert. Wonach sich dieses Datum richtet, wissen allerdings nur die wenigsten.
"Keine Ahnung", "Weiß ich auch nicht": Kaum einer weiß bei einer Stichproben-Straßenumfrage, wann Ostern im kommenden Jahr sein wird. Bohrt man etwas nach, haben einige allerdings eine Ahnung davon, was für die Datumsfindung entscheidend sein könnte: "Muss sich ja irgendwie nach dem Mond richten...", tippt eine Frau, und sie hat Recht. Die Definition des Osterdatums ist pure Astronomie, und sie ist wichtig. Denn alle beweglichen christlichen Feste, etwa Himmelfahrt oder Pfingsten, werden von Ostern aus berechnet.
Soweit es sich heute nachvollziehen lässt, wurde die Datumsregel von Erzbischof Athanasius auf dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 bestätigt. Damit wurde festgelegt: Ostern fällt stets auf den Sonntag, der dem ersten Vollmond im Frühling (die sogenannte Ostergrenze) folgt. Grundlage für diese Oster-Rechnerei ist der traditionelle julianische Mondkalender, der gegenüber dem modernen und astronomisch exakten Kalender allerdings einige Ungenauigkeiten enthält. Darum: Keine Regel ohne Ausnahme. Nur mit diesen lässt sich das Osterdatum unzweideutig bestimmen. Sie lauten:
Die orthodoxen christlichen Kirchen terminieren das Osterfest allerdings anders: Sie berufen sich auf andere historische Kalendersysteme. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Versuche, den Ostertermin für alle christlichen Kirchen zu vereinheitlichen. Mit diesem Ziel wurde 1997 im syrischen Aleppo eigens eine große Kirchenkonferenz einberufen – zunächst mit Erfolg. Der astronomische Meridian von Jerusalem sollte die Grundlage für eine Terminberechnung nach neuen astronomischen Erkenntnissen sein. Im Jahr 2001 fielen die Ostertermine der West- und Ostkirchen zusammen, und so sollte 2006 der Startschuss für die neue gemeinsame Datumsberechnung sein. Doch vor allem aus dem Lager der Orthodoxen kam doch noch Widerstand, die Osterreform wurde wieder abgesagt. Vielleicht hatten die orthodoxen Kirchenführer bei ihrer Absage die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts vor Augen. Damals hatte der Versuch einer Osterdatum-Änderung zu wahren Volksaufständen und schließlich um ein Haar zu einer Kirchenspaltung geführt.
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