Plattdeutschkurs
Zum Anhören: Plattsnackers - Lektion 15: Liebe und danach (II), [3:08]
Mit Gertrud Büter und Freerk Möller.
Freerk: Moin, Gertrud. Heff di lang nich mehr sehn.
Gertrud: Un ick di länger nich. Wo geiht?
Freerk: Mi? Allerbest. Un di ok, as dat lett.
Gertrud: Wo meenst dat?
Freerk: Na, du hest 'n paar Pund toleggt, sietdem wi us dat lesde Maal sehn hebbt.
Schülerin: Der ist aber nicht gerade zimperlich.
Lehrer: Nee, 'n Fischmuul hett he nich.
Gertrud: Dat maakt gaar nix. Dat fallt bold allens weer af.
Freerk: Willst du de tokamen Weken een Kur maken?
Gertrud: Kannst ok so seggen: Een Muddergenesungskur.
Freerk: Würklich wahr? Denn graleer ick ok. Wonehr is dat denn sowiet?
Gertrud: Dat schall noch sowat dree Maant duurn. Freerk: Dat is nich mehr lang. Hest denn allens all klaar?
Schülerin: Und ab in die Zukunft.
Lehrer: So is dat woll. De Öllern warrd nu för den Dag X planen.
Schülerin: Warrd planen - werden planen?
Lehrer: Jüst so un ok nich. Die Zukunft oder das Futur wird manchmal so gebildet, wie im Hochdeutschen, mit dem Wort "warrn", also "werden" und dem Grundwort "planen" für "planen".
Freerk: Wat schall dat överhaupt warrn - een Deern oder een Jung?
Gertrud: Dat will ick nu noch nich weten.
Freerk: Hüütigendaags laat doch veel Lüüd dat ünnersöken?
Gertrud: Ick aber nich. Dat kummt, as dat kummt. Un dat anner seht wi denn.
Freerk: Un keen will up dat Kind uppassen? Ji arbeit doch beid.
Gertrud: Tja, toeerst bliev ick 'n half Johr in't Huus un achterna Erich 'n half Johr. Un denn mööt wi sehn.
Schülerin: Ganz schön emanzipiert, disse plattdüütschen Öllern.
Lehrer: Und vorausschauend.
Schülerin: Aber beide haben doch jetzt überhaupt keine Sätze mit "werden" oder "warrn" gesagt.
Lehrer: Haben sie auch nicht und trotzdem über die Zukunft gesprochen. Im Plattdeutschen kann man Dinge, die da noch kommen sollen, auch ausdrücken mit zeitlichen Hinweisen.
Schülerin: Ach ja stimmt, mit "denn" und "toeerst".
Lehrer: Genau. Und mit den Verben, die so etwas Ähnliches ausdrücken, wie "schall" und "will".
Schülerin: Na, dat schall mi maal verlangen.
Gertrud: Un is bi ju allens up Stee?
Freerk: Noch, jo. Aber in twee Maant geiht dat Spiktakel ok bi us loos.
Gertrud: Ach nee! Wo kann't angahn! Denn hebbt wi bold 'n halven Kinnergaarn binanner.
Freerk: Magst woll seggen. In'n Juli is dat bi us sowiet.
Gertrud: Un? Hest du de rosa Büxen un Plünnen all klaar?
Freerk: Nee, aber de blauen.
Schülerin: Der Stammhalter für den Papa.
Lehrer: Un Mamas Sünnschien.
Schülerin: Und jetzt haben sie mit Angabe eines Datums in die Zukunft gedeutet.
Lehrer: In twee Maant geiht dat Spiktakel loos.
Gertrud: Un, will diene Fru dat Kind ok eerst an de Bost nehmen?
Freerk: Vör hett se dat. Denn staht wi Mannslüüd ja 'n lange Tiet in de tweete Reeg.
Gertrud: Dat ji dat man uthollt. Erich is ok all bang, dat vun een Bostkind bloots een Mamakind warrt.
Freerk: Is nu maal so: dat Kalf löppt achter de Koh un nich achter den Bullen.
Gertrud: Keen hett dat seggt? Ödipus?
Freerk: De wiß nich. De kunn doch gaar keen Platt.
15: Vokabeln und Übungen
Lektion 15: Liebe und danach (II)
Vokabeln
Redewendungen
Tokamen Tiet - Zukunft - Futur
Übungen
Lösungen
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Der Plattdeutschkurs
Lektion 14: Liebe und danach (I)
Lektion 15: Liebe und danach (II)
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