Lektion 7: Ehe
Noch een paar Seggewiesen mit hebben, wesen, warrn, doon
Hett de Fru de Büxen an, is de Mann de Dummerjan.
(Hat die Frau die Hosen an, dann ist der Mann der Dumme)
De een hett den Büdel, de anner dat Geld.
(Der eine hat den Beutel, der andere das Geld)
Dat Geld hett kortet Haar.
(Das Geld hat kurzes Haar)
Hebben is beter as kriegen.
(Haben ist besser als kriegen)
De allens hebben will, kriggt nix.
(Wer alles haben will, der bekommt nichts)
Wenn een Giezkragen noch lecker is, denn hett de Kööksch Koppien.
(Wenn ein Geizhals auch noch einen guten Appetit hat, dann hat die Köchin Kopfweh)
De Lust hett to tuschen, de hett ok Lust to bedreegen.
(Wer gern tauscht, betrügt auch gern)
Morrnstünn hett Gold in'n Mund, aber Blei in'n Moors.
(Morgenstund hat Gold im Mund, aber auch Blei im Hintern)
Na de Hochtiet is de Mark bloots noch fief Groschen wert.
(Nach der Hochzeit ist die Mark nur noch fünf Groschen wert)
Mann ahn Fru is as een Schipp ahn Stüer.
(Mann ohne Frau ist wie ein Schiff ohne Steuerrad)
Ümsünst is de Dood, un de köst dat Leven.
(Umsonst ist der Tod, und der kostet das Leben)
Wenn de Boom groot is, is de Planter doot.
(Wenn der Baum groß ist, ist der Pflanzer tot)
De Backer un de Möller sünd de lesden, de verhungert.
(Der Bäcker und der Müller sind die letzten, die verhungern)
Gott weet allens, aber wat in de Wost is, weet he nich.
(Gott weiß alles, aber was in der Wurst ist, weiß er nicht)
Wat een richtigen Schäper is, dat mutt een Slieker wesen; un wat een richtigen Imker is, dat mutt een Kieker wesen
(Ein richtiger Schäfer muss schleichen können; ein richtiger Imker muss genau beobachten können)
Een Eekboom midden in'n Gaarn un een Eddelmann midden in't Dörp is een Schiet.
(Eine Eiche mitten im Garten und Edelmann mitten im Dorf sind schlecht)
Stöhnen is de halve Arbeit
(Stöhnen ist die halbe Arbeit)
Stille Kölk sünd deep
(Stille Wasser sind tief)
Wat de Buer nich mutt, dat deit he nich.
(Was der Bauer nicht muss, das macht er auch nicht)
Recht doon is keene Sünn.
(Rechtes tun ist keine Sünde)
Du kannst doon un laten, wat du wullt, aber versöök nich, een'n rintoleggen.
(Du kannst tun und lassen, was du willst, aber versuche, niemanden hereinzulegen)
De Schaden deit, mutt Schaden betern.
(Wer Schaden anrichtet, der muss den Schaden auch wieder beheben)
De daar deit, wat he kann, is wert, dat he leevt.
(Wer tut, was er kann, ist des Lebens wert)
Slecht is de Knecht, de nix deit ungeseggt.
(Das ist ein schlechter Knecht, dem man zuerst alles sagen muss)
Leven willt se all lang, aber olt warrn will nümms
(Lange leben wollen alle, aber keiner will alt werden)
De Minsch warrt to fröh old un to laat klook.
(Der Mensch wird zu früh alt und zu spät klug)
Dat Broot warrt ungliek verdeent un ungliek vertehrt
(Das Brot wird ungleich verdient und ungleich verzehrt)
Vun den Knecht sienen Sweet warrt de Buer nich heet
(Vom Schweiß des Knechts wird dem Bauern nicht heiß)
Kinner vun rieke Lüüd un Köh vun arme Lüüd warrd gau olt.
(Kinder vun reichen Leuten und Kühe vun armen Leuten werden schnell alt)
(Nicht alle Sprüche halten sich an den grundgesetzlich verbrieften Grundsatz der Gleichheit zwischen Mann und Frau. Dat kann angahn, un se sünd öller as dat Grundgesett. G.K.)
7: Vokabeln und Übungen
Lektion 7: Ehe
Vokabeln
Aussprache und Bedeutung von wesen, warrn, doon, hebben
Sprichwörter und Redensarten
Übungen zum 4. Fall (Akkusativ)
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Der Plattdeutschkurs
Lektion 14: Liebe und danach (I)
Lektion 15: Liebe und danach (II)
Lektion 16: Plattdeutsche Besonderheiten (I)
Lektion 17: Plattdeutsche Besonderheiten (II)
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Die Lektionen 1 bis 19 hier zum Anhören. Mehr...
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