Plattdeutschkurs
In dieser Lektion geht es weiter um den Gaumenkitzel und um die höhere Mathermatik: Mit den Zahlen bis Tausend werden Kalorien gezählt, die Gesundheit angesprochen und eine sehr bekannte Erdfrucht vorgestellt. Am Ende verrät der Kaufmann dann seine Lieblingsspeise frei unter dem Motto: Wenn ick een halve Stünn eten heff, vergeiht mi de Apptit.
Zum Anhören: Plattsnackers - Lektion 4: Im Laden (II), [3:02]
Kaufmann Helmut Zorn im Gespräch mit Gesine Kellermann.
Kellermann: Helmut Zorn, du hest mehrere Koopladens in Bremen. Wat kööpt de Lüüd denn nu an'n mehrsten of an'n leefsten?
Zorn: Dat is ünnerscheedlich. De, de krank is, de köfft dat, wo he meent, dat he an'n gausten gesund vun warrt. De annern, de kööpt an'n leefsten dat, wat ok smeckt. Sprecher: Das gehört auch zum Geschäft des Kaufmanns. Vom Besten nur das Beste. Schülerin: Der Superlativ?
Sprecher: Genau: an'n gausten, an'n leefsten, an'n mehrsten.
Schülerin: Whlg.
Sprecher: Ein an'n vorweg un ein 'sten an das kleine Wort.
Schülerin: gau – gauer – an'n gausten.
Sprecher: Un nu gau weer trügg.
Kellermann: Kaamt ok Kinner in den Laden un wüllt daar wat inköpen. Wenn dat nich so na Farv utsüht, villicht wüllt de dat gaarnich eten?
Zorn: Nee, daar sünd 'n ganzen Barg Kinner, de kaamt, un daar markt man dat egens ganz düütlich, dat de noch 'n egen Gesmack hebbt, de wüllt Fruchtsnitten hebben oder wüllt Nööt hebben. Oder, dat wat bi us 'n teemlichen Andeel hett, dat se to'n Bispill Gummibären un sowat ahn Farv un ahn Sucker hebben willt.
Sprecher: Kiek an, kiek an: Kinner kööpt ok bi em nich an'n fakensten rohe Wuddeln? Kellermann: Aber wat to'n Snopen wüllt se ok hebben?
Zorn: Dat wüllt se ok, seker.
Kellermann: Un de annern Lüüd, kööpt de bi Di, üm dat se slanker warrn wüllt?
Zorn: Dat gifft ok daarvun 'ne ganze Menge, aber dat is 'n beten weniger worrn, as in de Johren vörher.
Kellermann: Do weern de Lüüd an't Kalorientellen?
Zorn: Ja, de weern an't Kalorientellen, de keken jeden Dag up de Waag. Dat is doch 'n beten weniger worrn. Vundaag wüllt de Lüüd sick woll föhlen. Dat mutt nich jümmer so'n Strich in de Landschaft wesen.
Kellermann: Staht denn de Kalorien up all de Saken up, de Du daar verköffst?
Zorn: Woll nich up all. Aber up de mehrsten. Denn anners kunn'n wi keene Beratung maken bi kranke Lüüd. De wüllt genau weten, wat se denn nu daarvun eten köönt. Daar mööt de Kalorien upstahn, daar mutt Eiweiß upstahn, daar mutt Fett upstahn. Sünst kann ick, to'n Bispill bi een Diabetiker, nich beraden.
Kellermann: Wat is denn nu för Di an'n gesünnsten? Wat ittst Du ut Dienen Laden an'n leefsten?
Schülerin: Da bin ich aber mal gespannt.
Sprecher: Wat he nu woll antert?
Schülerin: Antert?
Sprecher: Antwortet.
Zorn: Ick sülben, an'n mehrsten Gemüse, Kantüffeln - för mien Leeven geern, de kann dat in all Richtungen geben.
Sprecher: Dat düütscheste vun all düütschen Gemüse.
Schülerin: Dat düütscheste. Das ist sie wohl, die, wie sagte er?
Sprecher: Kantüffel. An anderen Orten heißt sie auch kurz Tüffel oder Erdappel oder ganz weit im Osten, in der Uckermark heißt sie einfach Nudel.
Schülerin: Hoffentlich habe ich das nicht vergessen, wenn ich das nächste Mal in der Gegend bin. Das kann ja zu heiteren Verwechslungen kommen.
4: Vokabeln und Übungen
Lektion 4: Im Laden (II)
Vokabeln
Zum Superlativ
Übungen: Steigerungsformen
Lösungen
Der Plattdeutschkurs
Lektion 14: Liebe und danach (I)
Lektion 15: Liebe und danach (II)
Lektion 16: Plattdeutsche Besonderheiten (I)
Lektion 17: Plattdeutsche Besonderheiten (II)
Alle Audio-Lektionen
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