Strahlung
1. Sind wir überhaupt Strahlung ausgesetzt? Wer strahlt und was strahlt?
Grundsätzlich ist Strahlung ein natürliches Phänomen. So besitzt die Erde ein eigenes elektromagnetisches Feld, viele Elemente (Radon, Uran) haben eine Eigenstrahlung, und bei Gewittern entstehen elektromagnetische Felder. Der Mensch hat zudem eine Vielzahl von weiteren Strahlenquellen erschaffen. Strommasten und Bahnoberleitungen, Schaltkreise und Kaffeemaschinen senden so genannte niederfrequente Strahlung aus. Hochfrequente Strahlung entsteht durch Radio- und Fernsehsender, Mobilfunk- und Radarmasten oder Mikrowellen. Darüber hinaus existiert ionisierende Strahlung wie Röntgen- und Gammastrahlung.
Auch Strommasten senden niederfrequente Strahlung aus.
Sie unterscheiden sich zunächst durch ihre Frequenz. Bei allen genannten Strahlen handelt es sich um hochfrequente Strahlung, die Wärme auslösen kann. Während Handystrahlung eher schwach ist, haben die Strahlen im Mikrowellenherd eine sehr hohe Energie, weshalb eine Mirkowelle niemals mit offener Tür betrieben werden darf. Die Strahlung, die von Sendeanlagen ausgeht, ist sehr unterschiedlich. Ein Radiosender zum Beispiel strahlt mit höherer Leistung als ein Mobilfunksender oder die Basisstation eines schnurlosen Telefons. Er muss schließlich größere Distanzen überbrücken. Dafür ist die Mobilfunkstrahlung - anders als die Radiostrahlung - gepulst. Das heißt, die Intensität des Pegels ändert sich ständig. Mobilfunkkritiker nehmen an, dass von dieser Pulsung eine Gefahr ausgeht.
Die Strahlung einer Mobilfunkantenne ist geringer als durch das Handy am Ohr - es sei denn, man steht direkt davor. Wer seine Strahlenbelastung minimieren will, muss sich zunächst über seine persönlichen Telefongewohnheiten Gedanken machen. Mobilfunkkritiker weisen jedoch darauf hin, dass wir durch die Antennen ununterbrochen einem elektromagnetischen Feld ausgesetzt sind, dem wir nicht ausweichen können. Beim Handy dagegen können wir selbst entscheiden, ob wir es benutzen wollen.
Wer seine Strahlenbelastung minimieren will, muss sich zunächst über seine persönlichen Telefongewohnheiten Gedanken machen.
Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Mobilfunkstrahlung gefährlich ist. Auf der anderen Seite ist auch die Ungefährlichkeit nicht bewiesen. Es gibt Hinweise, dass bei Langzeittelefonierern ein leicht erhöhtes Risiko bestehen könnte, an Hirntumoren zu erkranken. Außerdem wurden bestimmte Wirkungen auf das Gehirn und die Zellen festgestellt. Es ist aber noch nicht bewiesen, dass dies gefährlich ist.
Keine Panik. Es weiß bisher niemand, ob Handys wirklich krank machen. Aber weil eben noch niemand sicher vorhersagen kann, welche Langzeitwirkungen auftreten können, sollten bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.
Die Handystrahlung hat zunächst thermische Auswirkungen. Das heißt, unser Körper erwärmt sich, wenn wir telefonieren. Dass unser Ohr heiß wird, wenn wir telefonieren, liegt vor allem daran, dass wir unser Ohr bedecken und die Haut ihre Wärme nicht mehr abgeben kann. Der gleiche Effekt tritt zum Beispiel auch auf, wenn wir eine Pudelmütze tragen. Außerdem erwärmt sich der Akku des Telefons beim Telefonieren. All das heizt den Kopf stärker auf, als die Strahlung es tut.
Einige Studien haben aber darüber hinaus Hinweise auf weitere biologische Effekte durch Strahlung gefunden. So sind auch unterhalb der Grenzwerte Hinweise auf Schädigungen der Zellen, des Gehirns, des Nerven- und des Immunsystems gefunden worden. Die Gefährlichkeit dieser Effekte ist aber noch nicht wissenschaftlich erwiesen.
Die heutigen Telefone sind strahlungsärmer als Modelle der ersten Generation in den 80er-Jahren. Heutige Handys sind aber nicht unbedingt strahlungsärmer als die vor drei Jahren. Ein kleiner Handyhersteller hat kürzlich ein Handy auf den Markt gebracht, das wegen seiner geringen Strahlung mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" ausgezeichnet wurde. Auch einige Telefone der großen Anbieter würden die Kriterien des "Blauen Engels" erfüllen. Doch diese Anbieter haben die Kennzeichnung bisher boykottiert. Sie halten die Grenzwerte für ausreichend. Der Strahlenwert muss in der Bedienungsanleitung angegeben werden. Sie können sich beim Kauf über den Strahlenwert jedes Handys informieren.
Moderne Handys haben den Vorteil, dass sie sich nicht mehr so oft an der Basisstation melden müssen. Solange wir nicht telefonieren oder uns fortbewegen, ist die Strahlung eines eingeschalteten Handys gering.
Bisher ist nicht erwiesen, dass Handystrahlung gefährlich ist. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät dennoch zu gewissen Vorsichtsmaßnahmen. Diese gelten besonders für Kinder und Jugendliche und für Schwangere, da deren Körper empfindlicher auf mögliche Gefahren reagieren könnte.
Über Impotenz ist in diesem Zusammenhang nichts bekannt. Wohl aber ist bei Polizisten in den USA und Kanada, die in der Verkehrsüberwachung Radarpistolen benutzt hatten, ein erhöhtes Risiko für Hodenkrebs festgestellt worden. Andere Studien haben zudem Hinweise darauf ergeben, dass die Spermienqualität durch Handystrahlung beeinträchtigt werden könnte. Allerdings meldet sich ein modernes Handy nur alle paar Minuten bei der Basisstation. Deshalb ist die Strahlenbelastung in der Hosentasche sehr gering - solange man an einem Ort ist. Bewegt man sich fort (insbesondere im Auto) sollte man das Handy nicht am Körper tragen.
Über einen solchen Effekt ist nichts bekannt. Auch Menschen mit einem Herzschrittmacher können ein Handy nutzen. Allerdings sind Störungen nicht auszuschließen, wenn das Gerät unmittelbar am Schrittmacher sitzt. Personen mit Herzschrittmacher sollten ihr Telefon also nicht in der Brusttasche tragen.
Eigentlich nicht. Denn das Telefon meldet sich nur alle paar Minuten bei der Basisstation - wenn es länger nicht bewegt wird sogar noch seltener. Viel Strahlung bekommen Sie also in der Nacht nicht ab. Wenn es Sie aber beunruhigt, dass das Handy neben Ihrem Kopfkissen liegt, können Sie es auch ruhig ausschalten. Dann werden Sie zumindest nicht durch nächtliche Anrufe geweckt.
Die Bordelektronik in Flugzeugen ist sehr empfindlich. Mobiltelefone und andere elektrische Geräte senden elektromagnetische Felder aus. Zwar ist nicht direkt nachgewiesen, dass diese Felder die Elektronik durcheinander bringen. Die Fluggesellschaften sind dennoch vorsichtig und verbieten die Handynutzung an Bord. Allerdings denken mehrere Fluggesellschaften derzeit darüber nach, Antennen an Bord zu installieren, um das Telefonieren zu ermöglichen.
In Krankenhäusern ergibt sich ein ähnliches Problem. Auch hier befinden sich empfindliche Geräte, die durch die elektromagnetischen Felder der Handys möglicherweise gestört werden könnten. Vermutlich müsste man mit dem eingeschalteten Telefon schon sehr nah an die Geräte herangehen, um sie durcheinander zu bringen. Aber wegen der gravierenden Folgen, die solch eine Störung hätte, ist der Handybetrieb in Krankenhäusern sicherheitshalber verboten.
Eine Studie hat ergeben, dass Rinder empfindlich auf Mobilfunkstrahlung reagierten. Da die Tiere gleichzeitig von einem Virus befallen waren, ist der Wert diese Erkenntnisse zweifelhaft. Auch Taubenzüchter haben beobachtet, dass die Tiere sich anders verhalten, seitdem es Handymasten in der Nähe gibt. Wissenschaftlich erwiesen sind diese Auswirkungen auf Tiere aber nicht.
Das lässt sich nicht genau sagen. Da der Mobilfunk noch eine relativ junge Technik ist, wird es noch mindestens 10 bis 20 Jahre dauern, bis die Langzeitwirkungen näher erforscht sind. Dann wird man vielleicht mehr wissen.
Strahlung
Wie gefährlich sind Mobilfunkwellen wirklich? Und was ist eigentlich Strahlung genau? In unserem Dossier bieten wir Ihnen ausführliche Hintergrundinformationen rund um das Thema "Handystrahlung".
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