Schulstunde zum Thema Tod
Wenn sich Kinder mit dem Tod beschäftigen, kommen ganz andere Fragen auf den Tisch. Zum Beispiel: Wie fühlt es sich wohl an, in einem Sarg zu liegen? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Warum brennt da eine Kerze auf dem Grab? Diese Fragen haben sich auch Kinder in Bremen gestellt. Radio-Bremen-Reporterin Ramona Schlee hat Grundschüler auf den Friedhof Buntentor begleitet.
Audio: Wie denken Kinder über den Tod?
Einstellungen, Infos und Kommentare
Im Rahmen der ARD-Themenwoche "Leben mit dem Tod" ist Unterrichtsmaterial entstanden, das die Kleinen an das schwierige Thema heranführt. Eine Lerngruppe der Grundschule Buntentor in der Bremer Neustadt hat dieses Material benutzt. Nun steht ein Besuch des Friedhofs auf dem Stundenplan.
Es ist ein ungewohntes Bild, wenn 16 Schulkinder aus der dritten und vierten Klasse zwischen den Gräbern umherwirbeln. Sie sind bunt, sie lachen und sie bringen Leben auf den Friedhof. An einem Grab bleiben sie jedoch stehen und zupfen sich gegenseitig verlegen am Jackenärmel. Es ist das Grab eines Kindes, das schon mit zwei Jahren gestorben ist. Dieses kurze Leben stimmt die Schüler sehr nachdenklich.
Dass Menschen unterschiedlich lang leben, haben sie schon im Unterricht gelernt. Seit fast zwei Wochen beschäftigen sie sich mit dem Tod. Dabei hilft ihnen Unterrichtsmaterial, dass die ARD bereitstellt. Ihr Lehrer, Moritz Uibel, greift darauf gerne zurück. Vor allem an die kleinen Animationsfilme, die mit sehr viel Humor in das Thema einführen, können sich die Kinder auch noch Wochen später gut erinnern. In den Filmchen erklärt ein Junge, der Knietzsche heißt, was der Tod ist, was danach kommen könnte und was Menschen darüber glauben.
Darüber haben die Kinder von der Grundschule Buntentorsteinweg nachgedacht und eine ganz individuelle Vorstellung vom Tod entwickelt. Für die einen ist er kalt und gruselig, andere vergleichen ihn mit einem tiefen Schlaf, oder mit dem Schweben auf einer Wolke. Manche glaube auch an ein neues Leben nach dem Tod.
Unbefangen reden die Kinder über den Tod, stromern über den Friedhof und füllen ihre Arbeitsblätter aus. Sie sollen zum Beispiel Symbole von Grabsteinen abzeichnen und überlegen, was die Zeichen bedeuten könnten. Auch diese Arbeitsblätter hat Lehrer Moritz Uibel von der ARD-Homepage heruntergeladen. Er findet es richtig, dass auch Kinder über das Leben mit dem Tod Bescheid wissen. Seine Schüler geben ihm recht. Ein Kind sagt: "Das Thema Tod hatten wir noch nie in der Schule. Das ist ganz neu. Da erfährt man, wie man sterben kann, wie man begraben wird und das finde ich ganz interessant"
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Mehr dazu finden Sie auf den Seiten zur ARD-Themenwoche "Leben mit dem Tod".
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