14. April 1933
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden viele Oppositionelle verfolgt. In den Bremer Kleingärten fanden sie die Gelegenheiten sich zu verstecken und von dort den Widerstand zu organisieren. Der Bremer Polizeichef Theodor Laue versuchte dies mit allen Mitteln zu verhindern.
Nach der Machtergreifung versteckten sich viele Oppositionelle in Bremens Kleingärten
Da bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 die Verfolgung und Inhaftierung von Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftern begonnen hatte, versteckten sich viele Oppositionelle in Bremens Kleingärten.
Einige versuchten dort, Widerstandsgruppen aufzubauen. Diese sollten Flugzettel verteilen, Klebezettel drucken, Spenden sammeln und nachts Parolen an Hauswände malen. Die unübersichtlichen und verwinkelten 24.000 Bremer Kleingärten waren dem nationalsozialistischen Bremer Polizeichef und Senator für Rechtspflege, Theodor Laue, deshalb ein ständiges Ärgernis.
"Ich werde mich gezwungen sehen zur Verhinderung der Fortsetzung staatsfeindlicher Betätigung die Entfernung sämtlicher Landbuden im gesamten Kleingartengelände anzuordnen.“
Auch die Kleingartenvereine sollten helfen, die Lauben zu überwachen. Reichsweit wurden Musteranlagen mit übersichtlichen Wegen und einsehbaren Gerätebuden propagiert.
Demonstrativ wurde auf Anordnung des NS-Polizeichefs Laue eine verdächtige Bremer Gartenlaube niedergebrannt, der Besitzer in Schutzhaft genommen und ins Konzentrationslager gebracht, so berichtete eine nationalsozialistische Bremer Zeitung.
Konzentrationslager Mißler eingerichtet
Bremen unterm Hakenkreuz
![Hakenkreuzflaggen am Bremer Hauptbahnhof [Quelle: Radio Bremen] Hakenkreuzflaggen am Bremer Hauptbahnhof [Quelle: Radio Bremen]](/kultur/bremen-dreissigerjahre102_v-mediateaser.jpg)
Das Jahr 1933
Am 30. Januar 2013 jährt sich die Machtergreifung der Nationalsozialisten zum 80. Mal. Rückblicke, Zeitzeugen und Archivmaterial sollen dokumentieren, wie es den Nationalsozialisten gelingen konnte, an die Macht zu kommen.
Weitere Ereignisse
14. Dezember 1934: Hitler in Bremen und Bremerhaven
Alfred Faust aus "Schutzhaft" entlassen
19. Oktober 1933: Treuegelöbnis der Bremer Kaufmannschaft
5. Mai 1933: Röver wird Reichsstatthalter
1. Mai 1933: Bremen im Zeichen des Hakenkreuzes
18. April 1933: Gewerkschaftshaus besetzt
14. April 1933: Verhinderung staatsfeindlicher Betätigung in Kleingärten
31. März 1933: Konzentrationslager Mißler eingerichtet
22. März 1933: Hitler wird Ehrenbürger
6. März 1933: "Machtergreifung" der NSDAP in Bremen
30. Januar 1933: Reaktionen in Bremen
30. Januar 1933: Ernennung Hitlers zum Reichskanzler
Recherche
Für die Aufarbeitung geschichtlicher Themen können wir auf das reichhaltige Radio-Bremen-Archiv zurückgreifen. Tatkräftig unterstützt werden wir vom Arbeitskreis der Bremer Archive und vom Staatsarchiv Bremen.
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