Vor 60 Jahren
Die 50er Jahre gelten als goldenes Jahrzehnt für die Wirtschaft. In Bremen durften auf den Werften endlich wieder neue Schiffe gebaut werden. Die Werftarbeiter der AG Weser forderten mehr Stundenlohn und höhere Akkordzulagen. Sie streikten sechs Wochen bis eine Einigung getroffen werden konnte.
Video: Bremer Werftarbeiterstreik 1953
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Am 25. April 1953 begann auf der ehemaligen Bremer Großwerft AG Weser ein sechswöchiger Streik. Das Werftleben hatte nach dem Krieg gerade wieder so richtig angefangen, da traten insgesamt 14.000 Werftarbeiter in den Streik. Sie forderten acht Pfennig mehr Stundenlohn und höhere Akkordzulagen.
Die Arbeitgeber lehnten die Forderungen ab, denn für sie bedeuteten acht Pfennig mehr, zusätzliche Lohnkosten von jährlich vier Millionen Mark. Sie ließen es auf einen Arbeitskampf ankommen. Auf dem Höhepunkt des Streiks wurde allen Streikteilnehmern von heute auf morgen kurzerhand gekündigt. Streikposten vor den Toren der AG Weser, des Bremer Vulkan und anderer Werften verhinderten, dass die Streikenden das Gelände betreten konnten. Mehr als sechs Wochen vergingen, bevor durch die Vermittlung des Bremer Senators für Arbeit, Gerhard van Heukelum, ein Kompromiss gefunden wurde:
"Wir wissen, dass in der Geschichte der Werftarbeiterstreiks keine Dauer unter 13 Wochen gelegen hat. Insofern sind wir diesmal mit der Hälfte der Zeit ausgekommen, was immerhin doch etwas froh gestimmt vermerkt werden kann", so van Heukelum.
Die Mehrheit der Streikenden lehnte einen Kompromiss in der Urabstimmung ab, aber die Gewerkschaften unterschrieben den neuen Tarifvertrag am Ende trotzdem. Die Arbeit auf der Werft konnte wieder aufgenommen werden – der Stundenlohn der Arbeiter wurde um fünf Pfennige, auf 1,54 DM, angehoben. Die Forderung der Werftarbeiter nach einer Lohnerhöhung war eine sehr reduzierte Forderung:
"Die von uns gestellten Forderungen sind im Grunde genommen sehr bescheiden. Und sie können ohne jegliche Preissteigerungen als auch ohne jegliche Gefährdung der Konkurrenzfähigkeit erfüllt werden", sagt Friedrich Düßmann, Sprecher der IG Metall in Bremen.
"Die Mitarbeiter haben nicht aus Leichtigkeit gestreikt, sondern weil es ihr Recht war und weil die Produktionsgewinne der Werften enorm waren und sie auch etwas davon haben wollten", sagt Andree Postel, Lehrer und ehemaliger Historiker. Die daraus resultierende Kündigung war etwas ganz Neues für Bremen.
Für die Bremer Häfen waren die 50er Jahre insgesamt ein goldenes Jahrzehnt. Die Streikenden haben Geschichte geschrieben, doch damals war es ihnen gar nicht bewusst, dass es einer der größten Streiks der ersten sechs Jahre der Bundesrepublik Deutschland war.
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