Für den Wunschzettel
In dieser wundervollen Vorweihnachtszeit wird es früh dunkel. Das ist genau die richtige Zeit, um zu lesen oder noch besser – sich etwas vorlesen zu lassen. Dabei könnt ihr wählen zwischen Jungen mit grünen Haaren, einer Moorleiche, dem Geheimnis der Bäume, einem neuen Abenteuer von Pu und seinen Freunden; es geht um Hexen, kleine Hasen, Prinzessinnen und Sofa-Monster. Da ist sicher etwas für euch dabei.
Philip Militz und Kai Pannen "Tom und die Schimpfwortpolizei", Lappan Verlag im Juli 2009, ab vier Jahren
Tom liebt nichts mehr als Schimpfwörter - am liebsten wäre er der Dirigent eines großen Schimpfwortorchesters. Doch eines Tages steht plötzlich ein dicker Schimpfwortpolizist vor ihm. Der Umgang mit Schimpfwörtern wurde hier auf lustige Weise umgesetzt - denn alle Schimpfwörter sind fantasievoll gezeichnet und erheitern Kinder und Erwachsene.
Michael Escoffier und Eleonore Thuillier "Der kleine kluge Hase", Baumhaus Verlag im Juni 2009, ab fünf Jahren
Ein kleiner Hase findet im Wald eine große Möhre. Mmmh, sieht die lecker aus! Doch Vorsicht, Falle! Der böse Wolf lauert schon ganz nah. Aber gib acht, böser Wolf ... Auch ein kleiner Hase kann klug und listig sein!
Gesa und Gerhard Glück "Ich mag keine Suppe", Lappan Verlag im Juli 2009, ab fünf Jahren
Kaspar Kringel mag keine Suppe. Doch etwas ist heute anders: Als Kaspar missmutig auf seinen randvollen Teller guckt, entdeckt er, dass sich in der Lauchsuppe etwas zu bewegen scheint. Ein spannendes Abenteuer beginnt und auf einmal schmeckt die Suppe gar nicht mehr so schlecht.
Chen Jianghong "An Großvaters Hand", Moritz Verlag im August 2009, ab vier Jahren
Die Kindheit des kleinen Chen - berührend, aufwühlend und spannend. Eine Reise in die jüngste chinesische Vergangenheit. Die Geschichte der Kulturrevolution aus der Sicht eines achtjährigen Jungen.
Susann Opel-Götz "Prinzessin Anna oder Wie man einen Helden findet", Oetinger Verlag im August 2009, ab vier Jahren
Als der alte König in Rente geht, bekommt Prinzessin Anna von ihm das halbe Königreich. Wieso nur das halbe? Die andere Hälfte ist für den Helden bestimmt, der sie retten und heiraten wird. Doch erstens will Anna keinen Helden, und zweitens findet sie keinen! Weder Erbsenbrei noch Zwerge oder Froschküsse zaubern ihn herbei. Da entdeckt sie Jakob, den Puppenspieler, auf einer Wiese. Könnte der nicht ein Held für Anna sein?
Karla Schneider und Claudia Carls "Holly Vogeltritt", Sauerländer Verlag im September 2009, ab vier Jahren
Der Hofnarr des Königs ist in Rente gegangen. Nun sucht der König dringend einen Nachfolger. Viele versuchen ihr Glück. Auch Holly Vogeltritt will sich bewerben und schlittert mit Bratpfannen an den Füßen in Richtung Schloss. Aber das königliche Casting führt zu keiner Entscheidung. Erst als Holly Vogeltritt durch ihren Mut alle vor einem großen Unglück bewahrt, weiß der König, wen er bei sich behalten will.
Katrin Schärer "Johanna im Zug", Atlantis Verlag im August 2009, ab fünf Jahren
Ein wunderbares Geschichtenspiel, eine Geschichte über ein liebenswert aufsäßiges Schwein und über das Geschichtenerfinden... und wer gern noch mehr hineinlesen möchte, findet Anspielungen in den Bildern und auf dem Arbeitstisch von Kathrin Schärer, denn dort beginnt die Geschichte.
David Slonim "Er kam mit der Couch", Baumhaus Verlag im Februar 2009, ab vier Jahren
Sophie und ihre Familie haben endlich die perfekte neue Couch für die Wohnung gefunden. Gäbe es da nicht ein kleines Problem: Die Couch ist bereits besetzt! Von einem sonderbaren kleinen Typ, der seinen Platz einfach nicht räumen will. Ein skurril-realistisches Bilderbuch, das mehrfach ausgezeichnet wurde.
Am Morgen des Heiligabends eilt Mia auf den Markt, um ihre letzten Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Da darf der Weihnachtsbaum nicht fehlen. Auf dem Heimweg begegnet sie einem alten Mann, der im Schneesturm gestürzt ist. Aus seinem großen Sack purzeln lauter Geschenke. Mia hilft ihm, alles wieder einzusammeln. Und auch dem kleinen Kind mit dem blond gelockten Haar hilft Mia und schenkt ihm ihre neue, warme Mütze. Doch in diesem Trubel lässt sie ihren Weihnachtsbaum stehen. Traurig sieht sie einem Fest ohne Baum entgegen. Doch da klingelt es an der Tür … Denn wer andern gibt, wird selbst beschenkt. Zumindest an Weihnachten.
Tagsüber arbeiten die Bäume für den Menschen, nachts erwecken sie die guten Geister zum Leben. Für die Gond, eines der ursprünglichen Völker Indiens, steht der Baum im Zentrum des Lebens, denn traditionell leben sie in Wäldern. In den Bildern dieser drei Gond- Künstler eröffnet sich vor unseren Augen eine wundersame, kunstvolle Welt voller Geschichten.
Urkainische Volksmärchen "Der Handschuh", Leipziger Kinderbuchverlag 2009, ab fünf Jahren
Ein verlorener Handschuh wird im kalten Winter zum Unterschlupf für immer mehr frierende Tiere, bis der Großvater den Handschuh wiederfindet. Es geht um Freundschaft, Hilfsbereitschaf, die Natur und das man gemeinsam immer mehr erreichen kann als alleine.
Ben Becker "Bruno der Junge mit den grünen Haaren", Rowohlt Verlag im Oktober 2009, ab fünf Jahren
Seit nunmehr fast einem Jahr weigert Bruno sich, die Haare zu waschen. Bis er eines Tages ein giftgrünes, wunderschönes Stück Seife in die Finger bekommt, mit dem er eine herrlich blubbernde Schaumparty veranstaltet. Danach ist Bruno zwar sauber, aber seine Harre sind grün - grasgrün.
Trenton Lee Stewart "Die geheime Benedict-Gesellschaft", Bloomsbury Verlag im September 2007, ab zehn Jahren
Bist du ein begabtes Kind, das nach besonderen Herausforderungen sucht? Als Reynie die mysteriöse Zeitungsannonce liest, fühlt er sich sofort angesprochen. Zusammen mit vielen anderen Bewerbern nimmt er an der Prüfung teil. Aber nur ihm und drei weiteren Kindern - Kate, Kleber und Constance - gelingt es, jede der kniffligen Aufgaben zu lösen. Die vier könnten unterschiedlicher nicht sein, doch sie haben drei Dinge gemeinsam: Sie sind hochbegabt, ehrlich und sie haben keine Eltern mehr. Zusammen sollen sie nun zu einer geheimen Mission antreten, die alles andere als ungefährlich ist: Undercover werden sie in das Lerninstitut für die besonders Erleuchteten eingeschleust, wo sie herausfinden sollen, was der skrupellose Mr Curtain im Schilde führt.
Hilke Rosenboom "Wenn das kein Weihnachten ist!", Boje Verlag im September 2009, ab sechs Jahren
An den Weihnachtsmann glaubt Eddie schon lange nicht mehr! Eigentlich. Seit Roswitha in die Wohnung über ihnen eingezogen ist, ist Eddie sich jedoch nicht mehr so sicher. Denn Roswithas Vater sieht haargenau aus wie der Weihnachtsmann. Und dann verschwinden auch noch alle Geschenke, die Eddie und Roswitha in ihrer Weihnachtswerkstatt eingepackt haben, bloß um pünktlich am Heiligabend zur Bescherung wieder aufzutauchen. Wenn da nicht doch der Weihnachtsmann im Spiel war ...
Paul Maar "Onkel Alwin und das Sams", Oetinger Verlag im September 2009, ab zehn Jahren
Auf der Versammlung der Samse (ja, es gibt mehr als nur ein Sams!), wird das Sams vom Übersams zur Rede gestellt, dass es zu menschlich geworden sei. Sogar sein ehemals markanter Rüssel sei zu einer großen Nase verwachsen und die Samse wollen es deshalb aus ihrer Gemeinschaft verstoßen. Das ist dem Sams gerade recht, denn es kehrt nur allzu gern zu den Taschenbiers zurück. Doch bei Familie Taschenbier hängt der Haussegen schief: Onkel Alwin aus Australien hat sich im Haus breit gemacht und lässt sich immerzu bedienen. Das neue Abenteuer ist als auch als Hörbuch erhältlich.
Michael Gerard Bauer "Ismael und der Auftritt der Seekühe", Hanser Verlag im Juli 2009, ab zwölf Jahren
Ismael ist total verliebt in Kelly, Kelly Faulkner mit den eisblauen Augen. Doch sie scheint ihm unerreichbar. In ihrer Nähe verfällt er abwechselnd in wirre Stotterei und qualvolles Schweigen. Als er Kelly auf einer Party wieder trifft, schlägt das Ismael-Leseur-Syndrom wieder voll zu und Tollpatsch Ismael stolpert von einer Peinlichkeit zur nächsten. Doch sein Freund Razza, Quasselstrippe und selbst ernannter Frauenkenner, lässt Ismael nicht so schnell aufgeben und tritt als Kuppler in Aktion . Was alles nur noch schlimmer macht....
David Benedictus "Pu der Bär - Rückkehr in den Hundertsechzig-Morgen-Wald", Dressler Verlag im Oktober 2009, ab sechs Jahren
Pu-Spezialist David Benedictus macht Unmögliches möglich und schickt Christopher Robin erneut in den Hundertsechzig-Morgen-Wald zu Pu, Ferkel, I-Ah und den anderen Freunden. Ist der Bär jetzt schlauer geworden? Damit ist kaum zu rechnen! Denn, so Pu: Eigentlich ist achtzig eine gute Zahl, aber es können ebenso gut auch achtzig Wochen oder Tage oder Minuten sein wie Jahre. Sagen wir achtzig Sekunden, und dann wird es sein, als wäre gar keine Zeit vergangen.
Benjamin Lacombe und Sébastien Perez "Lisbeth und das Erbe der Hexen", Verlag Jacoby & Stuart im August 2009, ab sieben Jahren
Lisbeth findet auf dem Dachboden ihrer Großmutter ein geheimnisvolles Buch und entdeckt darin etwas Unglaubliches: Ihre Großmutter Olga und auch sie selbst sind Nachfahren berühmter Hexen! Der Hexenalmanach zeigt eine ungewöhnliche Ahnengalerie, die nicht nur Lisbeth in Erstaunenversetzt. Auch ihr werdet einige Überraschungen erleben: Wer wusste zum Beispiel schon, dass Leonardosich drei Jahre lang vergeblich mühte, das Gesicht der (Mona) Lisa auf die Leinwand zu bannen, bis die Porträtierte es schließlich selbst dorthin zauberte? Im Anhang hält das Buch sogar Anleitungen für Zaubertränke bereit und außerdem ein kleines Hexenglossar.
Kirsten Boie "Seeräuber-Moses", Oetinger Verlag im September 2009, ab sechs Jahren
Es ist eine wilde, stürmische Gewitternacht, als Moses zu den Seeräubern kommt: In einer hölzernen Waschbalje schaukelt das winzige Baby auf dem tosenden Meer. Käptn Klaas und seine Männer werden Moses beste Freunde und Ersatzeltern. Da wird Moses eines Tages von Käptn Klaas' größtem Widersacher, Olle Holzbein, gekidnappt. Olle verlangt als Lösegeld die Schatzkarte für den Blutroten Blutrubin des Verderbens. Und er scheint auch etwas über Moses' wahre Herkunft zu wissen. Mit Dohlenhannes, dem neuen Freund, gelingt Moses die Flucht von Olle Holzbeins Schiff. Aber ob sie vor den Seeräubern dem Blutroten Blutrubin auf die Spur kommen und dabei auch noch Moses wirkliche Eltern finden? Moses Abenteuer sind auch als Hörbuch erhältlich.
Christine Knödler "Der WeihnachtsGeschichtenKoffer", Boje Verlag im Oktober 2008
Ein ganzer Koffer voller wunderbarer Geschichten für die Weihnachtszeit: Von hungrigen Nikoläusen, Kundschafterwichteln, bescheidenen Wünschen, dem Hemdchen aus Liebe, Engeln auf Probe und den Strohsternen auf der Palme.Christine Knödler hat eine Auswahl erstklassiger Geschichten und Bilder für diese besondere Zeit zusammengestellt, die aus den Federn und von den Zeichenbrettern bekannter deutschsprachiger Autorinnen und Illustratoren stammen.
Antje Wagner "Unland", Berlin Verlag im August 2009, ab zwölf Jahren
Die vierzehnjährige Franka muss von Berlin nach Waldburgen ziehen, in ein Elbdorf mitten in Sachsen- Anhalt. Sie ist der "Neuzugang" im Haus Eulenruh, einem Wohnprojekt für sieben Kinder und Jugendliche. Doch irgendetwas stimmt nicht in dem Ort. Wieso schweigen die Erwachsenen so beharrlich, wenn man sie auf das verlassene Dorf Unland, diese Ruinenlandschaft am Waldrand, anspricht? Als plötzlich ein Junge aus dem Haus Eulenruh verdächtigt wird, einen Diebstahl begangen zu haben, gründet Franka eine Bande. Während die "Eulen" versuchen herauszufinden, wer hinter der Verleumdung steckt, stoßen sie auf ein viel größeres und unheimlicheres Geheimnis.
Isabel Abedi "Lucian", Arena Verlag im September 2009, ab zwölf Jahren
Immer wieder taucht in Rebeccas Umgebung der geheimnisvolle Junge Lucian auf, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.
Malorie Blackman "Asche und Glut", Boje Verlag im August 2009, ab zwölf Jahren
Sephy ist eine Alpha privilegiert in einer Welt, in der die Alphas das Sagen haben. Die Zeros hingegen werden wie Bürger zweiter Klasse behandelt. Doch der Vater von Sephys Baby war ein Zero ... Jonathan ist ein Zero. Er ist von Bitterkeit und Hass zerfressen. Und er gibt Sephy die Schuld an den schrecklichen Verlusten, die seine Familie erlitten hat ... Jetzt steht Jonathans Leben auf Messers Schneide. Ihre Welt versinkt in Vorurteilen, Hass, Verzweiflung und Zerstörung. Wird Sephy sich wieder einmal für eine Seite entscheiden müssen? Eine tief bewegende, zeitlose Parabel über Rassismus und Vorurteile. Nach dem Erfolg von »Himmel und Hölle« der zweite Band. Ein ganz großes Buch mit dem Zeug zum Klassiker!
Shiobhan Dowd "Anfang und Ende allen Kummers ist dieser Ort", Carlsen Verlag im Juli 2009, ab 14 Jahren
Nordirland, 1981. Es ist Sommer und Fergus küsst Cora, das Mädchen aus Dublin. Und er fragt sich: Warum tut die ganze Welt eigentlich nicht genau dieses, immerzu? Es ist Sommer und Fergus lebt in Drumleash, Nordirland. Es ist der Sommer der Unruhen, des Hasses, der Gewalt, des Hungerstreiks. Und Fergus ist hier zu Hause.
Victor Lodato "Mathilda Savitch", Beck Verlag im Juli 2009
Mathilda Savitch ist nicht gerade ängstlich. Sie zieht es vor, sich direkt den Dingen zu stellen, die andere nicht einmal zur Sprache bringen können. Etwa der Tatsache, dass ihre geliebte ältere Schwester tot ist, vor einen Zug gestoßen wurde von einem Mann, der nie gefasst wurde. Dennoch ist sie trotz aller Bemühungen auch ein Jahr später keinen Schritt weiter gekommen, kennt die Wahrheit über den Tod Helenes noch immer nicht. Dann aber gelingt es ihr, das E-Mail-Passwort der Schwester zu knacken, und vor ihr öffnet sich deren geheimes Leben.
Martina Wildner "Grenzland", Fischer Verlag im Oktober 2009, ab zwölf Jahren
Die15-jährige Agnes fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut. Ihre beste Freundin Jana ist seit ein paar Wochen völlig daneben. Ihre kleine, allseits rosa beplüschte Schwester nervt zunehmend und ihre Eltern haben sowieso keine Ahnung, was in ihr vorgeht. Einziger Lichtblick ist der Musiker Matti, auf den leider auch Jana steht, und jene seltsame Moderatorin, die ihr eines Nachts beim Zappen begegnet. Sie bietet ihr doch allen Ernstes die Chance, Spannung in ihren Alltag zu bringen. Zögernd lässt Agnes sich darauf ein, obwohl sie sich dafür, als eine Art Eintrittsgeld, immer wieder mit einem Messer selbst verletzen muss. Bis sie feststellt, dass sie Realität und Spiel nicht mehr trennen kann. Und dass die Sache immer gefährlicher wird...
Volker Kriegel "Olaf, der Elch", Eichborn Verlag im Oktober 2009, ab acht Jahren
Mit Mitgefühl zeichnet Volker Kriegel Olafs Problem nach: Er hat leider viel zu große Geweihschaufeln und muss immer schräg durch die Wälder rennen. Dann bricht ihm eine Schaufel ab, was andererseits den Vorteil hat, dass Olaf damit Federball spielen kann. Im übrigen hätte Olaf ohne sein Missgeschick niemals den einäugigen Weihnachtsmann kennengelernt. Alle Olaf-Geschichten in einem Band.
20. November 2009
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