Eine wunderbar wahre Geschichte
Brian Selznick "Die Entdeckung des Hugo Cabret", Cbj im Februar 2008, ab zehn Jahren
Ein Roman in Worten und Bildern. Und die Geschichte von Hugo Cabret.
Ein Junge durchläuft die Pariser Bahnhofshalle sehr zielsicher. Ab und zu schaut er sich ängstlich um, ob er verfolgt wird. Schließlich gelangt er zur großen Bahnhofsuhr, hinter der man sich prima verstecken und Leute beobachten kann. Was er da wohl vor hat?
Aus seinem Versteck heraus, hat der Junge jedenfalls einen guten Blick auf den Spielzeugstand unten in der Halle. Und genau da will er hin. Nicht etwa, weil ihn die Spielzeuge dort unten interessieren, sondern viel eher weil es dort unten für ihn etwas zu holen gibt. Den alten Mann, der dort seinen Stand hat, hat er schon des öfteren bestohlen.
Hugo, so heißt der Junge, ist eigentlich kein richtiger Dieb. Bis vor kurzem hat Hugo gemeinsam mit seinem Vater ein sorgenfreies Leben und eigentlich geht Hugo auch regelmäßig zur Schule. Bis sein Vater in diesem ungeklärten Brand in dem Museum stirbt. Von da an gerät Hugos Leben komplett durcheinander. Ein Mann taucht auf, sagt das er Hugos Onkel sei und von jetzt an für ihn sorgen werde. Leider ist der Typ ein Säufer, der nur Hugos Arbeitskraft haben will, weil er selber viel zu faul zum Arbeiten ist. Er weiß nämlich sehr genau, dass Hugo genauso geschickt mit Uhren und deren Mechanismus ist, wie dessen Vater. Unter Anleitung seines Onkels wird Hugo der "Wächter der Uhren". Er lernt sämtliche Bahnhofsuhren zu reparieren und in Ordnung zu halten.
Allerdings, zu essen gibt es für seine Arbeit fast nie etwas, der Alte schlägt ihn und die Schule verbietet er ihm sowieso. Als der Onkel eines Tages nicht nach Hause kommt, muss Hugo sich alleine durchschlagen. Um nicht aufzufallen, bleibt er der Wächter der Uhren und hofft, das dem Bahnhofsvorsteher das Verschwinden des Onkels nicht auffällt.
Eines Nachts entdeckt Hugo einen mechanischen Mann. Beide Arme liegen auf einer Tischplatte und es hat den Anschein, als will er etwas aufschreiben. Aber Hugo kann Weit und Breit kein Blatt Papier, geschweige denn einen Stift entdecken. Hier hatte sein Vater also den mechanischen Mann versteckt. Der Mann ist komplett aus Uhrwerken und anderen mechanischen Teilen zusammengebaut. Das ist ein Meisterwerk. Er weiß, dass sein Vater mit der Reparatur des Automatenmenschen noch nicht ganz fertig war und entschließt sich die Arbeit zu vollenden. Schließlich hatte sein Vater ihm doch dieses merkwürdige kleine Buch mit den vielen Notizen hinterlassen, die er allerdings noch entschlüsseln muss und für das sich mehr Leute zu interessieren scheinen, als ihm lieb ist.
Alles was er für die Reparatur braucht, klaut er sich Stück für Stück zusammen. Das klappt auch ganz prima, bis zu dem Tag, an dem er ausgerechnet von dem alten Mann am Spielzeugstand erwischt wird. Der Alte sieht das Notizbuch in der Hand des Jungen, entreißt es ihm, wird beim darin Blättern leichenblass und weigert sich es Hugo zurückzugeben.
Ob er das Buch zurück bekommt und ob er es schaffen wird den mechanischen Mann zu reparieren, dass könnt ihr in diesem spannenden, unglaublichen Buch nachlesen.
Übrigens, den Mann, um den es in Hugo Cabrets Geschichte geht, hat es wirklich mal gegeben. Dann ist er aber gestorben und sehr viel später stellte sich dann heraus, dass er eigentlich nie tot war.... Sehr geheimnisvoll!
Info: Kinder
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