Eine aufregende Fahrt
Wolltet ihr auch schon immer einmal mit einem Heißluftballon durch die Luft schweben. Die Kinderzeit vom Nordwestradio hat deshalb Florian gebeten eine solche Fahrt zu machen. Natürlich musste er uns anschließend von seiner atemberaubenden Reise mit dem Heißluftballon berichten. Und wir hatten Joachim Billstein im Studio der Kinderzeit. Er ist Heißluftballon-Pilot und war mit Florian in der Luft.
Klaus Hinte aus Bremen nahm unseren Radio Bremen Ballon auf.
Joachim Billstein ist Heißluftballon-Pilot. Und er fliegt den Radio-Bremen-Ballon. Vielleicht habt ihr diesen roten Ballon ja schon einmal über euch gesehen. Florian ist jedenfalls genau mit diesem Ballon gefahren. Ja, ihr habt richtig gelesen. Er ist gefahren und nicht geflogen. Früher hat man die fliegenden Ballons Luftschiffe genannt. Und da Schiffe ja bekanntlich fahren, hat man diesen Ausdruck beibehalten. Klingt logisch, oder?
Joachim muss sich schon ein paar Tage vorher auf die Fahrt vorbereiten. Er muss prüfen, ob an dem verabredeten Termin auch günstiges Wetter vorhergesagt wird. Das ist wichtig, damit man gefahrlos in die Luft steigen kann. So ein Heißluftballon besteht übrigens aus der Ballonhülle, einem Korb, Brennern und Ventilatoren. Diese Ventilatoren pusten zuerst kalte Luft in die Ballonhülle. Bis der Ballon dann prall gefüllt ist und sich aufrichtet, dauert es keine zehn Minuten. Mit warmer Luft wird er dann schließlich zum Steigen gebracht.
Anhören: Die Vorbereitungen, [4:03]
In der letzten Zeit hat Florian nicht so viele Heißluftballons am Himmel gesehen. Das hat verschiedene Gründe. Wenn der Wind zu stark ist, kann man mit einem Heißtluftballon nicht aufsteigen. Außerdem gibt es zu wenig Menschen, die einen Heißluftballon bedienen können. Dazu gehört eine richtige Ausbildung und die hat Joachim selbstverständlich gemacht.
Mit dem so genannten Brenner wird die Luft in der Ballonhülle erhitzt. Und das hält den Ballon und den Korb mit seinen Insassen in der Luft. Je mehr man diese Luft erhitzt, desto mehr an Gewicht kann diese tragen. So kann man also die Höhe bestimmen, in der man fährt. Und das ist ganz wichtig, damit man nicht mit anderen Flugobjekten am Himmel zusammen stößt. Die Richtung kann man aber nicht vorgeben. Die bestimmt der Wind.
Um vor allem Tiere nicht zu erschrecken, wenn man mit dem Brenner Geräusche in der Luft macht, benutzt man einen sehr leisen Brenner, sobald Rehe, Schweine, Pferde oder aber Kühe in der Nähe sind. Deshalb nennt man diesen leisen Brenner auch Kuh-Brenner.
Anhören: Interview in der Luft, [12:21]
Man muss schon ganz genau schauen, wo man mit dem Heißluftballon landet. Am besten sucht man sich eine Wiese oder ein schon abgeerntetes Feld aus. Rapsfelder sind besonders klebrig. Das liegt sicherlich am Raps, aus dem man ja auch Öl gewinnt. Dort landet Joachim lieber nicht.
Bei der Landung muss man sich unbedingt festhalten. Am besten beugt man die Beine in den Knien noch ein wenig ein und federt so den Aufprall ab. Wenn man dann wieder festen Boden unter den Füßen hat, kommt der so genannte "Ballonverfolger". Das ist der Mensch, der mit einem Auto und Anhänger hinter den Ballonfahrern herfährt, um alles wieder einladen und abtransportieren zu können. Da ist es schon gut, wenn der Ballonverfolger auch richtig dicht an den Heißluftballon heran kommt. Aber zuerst muss man natürlich die Luft wieder aus der Ballonhülle heraus lassen.
Anhören: Eine tolle Aktion, [7:30]
Nach der Landung wird man getauft. Das ist ein Brauch, der auf einem schon sehr alten Gesetz beruht. Im Jahr 1783 hat König Ludwig XVI. ein Gesetz erlassen, das besagt, dass nur adelige Leute mit einem Ballon fahren dürfen. Und deshalb wird jeder, der mit einem Ballon gefahren ist, in den Ballon-Adel aufgenommen. Florian hat uns seinen Namen leider nicht verraten.
Info: Kinder
![Kind mit Kopfhörer [Quelle: Radio Bremen] Kind mit Kopfhörer [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/kinderzeit/infobild124_v-mediateaser.jpg)
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