Besondere Berufe
Viele von euch spielen sicherlich ein Instrument. Klavier oder Gitarre, vielleicht Blockflöte oder Schlagzeug. Wir hatten drei Musiker im Studio der Kinderzeit die Hauptberuflich Musik machen. Sie sind Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie in Bremen. Wie man Berufsmusiker wird, dass konntet ihr in der Kinderzeit erfahren.
Orchester
Seit 2007 ist Markus Poschner der Generalmusikdirektor von Bremen und Chefdirigent der Deutschen Kammerphilharmonie in Bremen. Die Kammerphilharmonie ist ein Orchester, also eine große Gruppe von Musikern, die mit vielen verschiedenen Instrumenten Musik macht. Und weil es die Kammerphilharmonie schon sehr lange gibt, waren auch schon viele berühmte Musiker hier in Bremen. Johannes Brahms, Richard Strauß und Richard Wagner - vielleicht habt ihr von diesen dreien schon einmal etwas gehört.
Die Hauptaufgabe von Markus Poschner ist das Dirigieren. Und er probt mit den Musikern, er organisiert Konzerte und plant Auftritte. Außerdem macht er sich ganz viele Gedanken über die Musik, die von den Musikern gespielt werden soll.
Er hat eine sehr musikalische Familie und sein Vater war auch Dirigent. Vielleicht ist das der Grund, warum Markus Poschner Dirigent geworden ist und vielleicht auch, weil er so gerne mit anderen Musikern zusammenarbeitet und musiziert.
Ein guter Dirigent geht sehr gut mit den Musikern um. Er sollte es schaffen das jedes Mitglied des Orchester sein bestes gibt, allerdings sollte er sie nicht unter Druck setzen.
Anhören: Musik macht einfach Spaß, [2:13]
Anhören: Man muss immer gut spielen, [2:34]
Ein Dirigent, also der Mensch der vor dem Orchester steht, hat meistens einen Stock in der Hand. Einen Taktstock. Dieser Stock hilft den Musikern, weil sie damit deutlicher sehen können, was der Dirigent möchte. Es ist nämlich gar nicht so einfach, viele verschiedene Musiker das gleiche Musikstück, im gleichen Takt, zur gleichen Zeit spielen zu lassen. Also hebt der Dirigent den Stock und gibt allen das Zeichen wann sie anfangen sollen. Genauso gibt er ihnen auch das Zeichen aufzuhören.
Der Komponist, also der, der das Musikstück geschrieben hat, gibt natürlich erstmal vor, wie laut das Stück gespielt werden soll, wie schnell und welche Melodie es haben soll. Aber natürlich hat man die Möglichkeit jedes Musikstück ein bisschen anders zu spielen. Das kennt ihr ja vielleicht, das es ein und dasselbe Lied von verschiedenen Musikern gibt und alle ein bisschen anders klingen. Der Dirigent ist also dafür zuständig, das Stück auszuarbeiten und seinen Musikern dann zu vermitteln wie es gespielt werden soll.
Anhören: Musik hat keine Schranken, [4:22]
Cornelia Pichois hat schon als Kind angefangen Bratsche zu spielen. Ihre Mutter war auch Bratschistin und hat der kleinen Cornelia vor dem zu Bett gehen immer etwas vorgespielt. So hat sie Lust bekommen, selber ein Instrument zu spielen. Angefangen hat sie zuerst mit der Geige. Die Geige ist ein wenig kleiner und deswegen für Kinderhände besser zu greifen. Hier könnt ihr hören, wie eine Bratsche klingt.
Anhören: Alle Vögel sind schon da..., [3:23]
Es gibt kleine und große Orchester. Soweit weiß Andree Bescheid. Aber was genau ist der Unterschied zwischen einem großen und einem kleinen Orchester? Natürlich die Anzahl der Musiker und der Instrumente. Bei den Kammerphilharmonikern in Bremen gibt es von jedem Holzblasinstrument, also zum Beispiel von den Blockflöten, vier Musiker. In anderen Orchestern können es sechs, sieben oder sogar acht Flöten sein. Man kann nicht sagen, dass es Instrumente gibt die wichtiger sind als andere. Aber, es gibt Instrumente die lauter sind und es gibt welche die leiser sind.
In Deutschland gibt es schon sehr viele Orchester, aber noch lange nicht genug, um jedem Musiker, der gerne in einem Orchester mitspielen möchte, auch die Möglichkeit zu bieten. Deshalb muss man schon sehr viel üben und auch sehr gut sein, um sich gegen die vielen anderen Bewerber durchsetzen zu können.
Anhören: Viele Musiker für ein paar Orchester, [1:49]
Thomas Ratzek kommt auch aus einer Musikerfamilie. Sein Papa war Dirigent und auch sein Opa hat bereits Trompete gespielt. Seine Geschwister sind auch alle Musiker, zum Teil auch Berufsmusiker, also sie verdienen damit ihr Geld. Als Thomas Ratzek drei Jahre alt war hat er zuerst das Klavierspielen gelernt, bevor er die Trompete als sein Lieblingsinstrument ausgewählt hat. Auch Thomas Ratzek musste sich ganz offiziell bei den Bremer Philharmonikern bewerben. Zuerst schriftlich. Dann wurde er zum Vorspielen eingeladen.
Mit einer Trompete kann man laut, aber auch sehr leise spielen. Das leise Spielen ist allerdings schwerer als das laute Spielen. Wenn man sich auf eine Stelle in einem Orchester bewirbt, bewirbt man immer auf eine bestimmte Position. Zum Beispiel auf die erste Trompete, die zweite, oder die dritte Trompete, das heißt auf hohe und tiefe Trompeter. Und hier könnt ihr hören, wie eine Trompete klingt.
Anhören: Der Sandmann, [1:10]
Anhören: Man kann auch ganz leise spielen, [4:22]
Was haben ein nasser Regenschirm und eine nicht vorhandene dritte Trompete gemeinsam? Auf den ersten Blick natürlich gar nichts. Aber unseren drei Gästen der Kinderzeit sind ein paar wirklich witzige Geschichten eingefallen, die sie erlebt haben und die könnt ihr euch hier noch einmal anhören.
Anhören: Wenn ein ganzes Orchester vor Lachen nicht mehr spielen kann, [3:57]
Hubschrauberpilot
Bei der Luftrettung des ADAC
Rund ums Buch
Lektorin, Schriftstellerin, Wimmelbuchmalerin und Comiczeichner
Im Rahmen des Kinderferienprogramms haben 19 Kinder in diesem Sommer die Möglichkeit bekommen, die Bremer Philharmoniker zu besuchen. Das war sehr aufregend, aber auch sehr schön, wie sie uns berichtet haben.
Ein aufregender Ferientag
bei den Bremer Philharmonikern
19. Juli 2009
Info: Kinder
![Kind mit Kopfhörer [Quelle: Radio Bremen] Kind mit Kopfhörer [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/kinderzeit/infobild124_v-mediateaser.jpg)
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