Sommerferien
Im Rahmen des Kinderferienprogramms durften 19 Kinder die Bremer Philharmoniker besuchen. Das war ein spannender Tag für alle. Sie hatten auch viele Fragen an die Musiker, durften selber die Instrumente ausprobieren und bekamen wunderbare Musik vorgespielt. Was sie erlebt haben, dass könnt ihr hier noch einmal nachhören.
Hier könnt ihr alle Kinder sehen, die während der Sommerferien mit Radio Bremen bei den Bremer Philharmonikern waren. Hanna Kirchner hat uns das Foto zur Verfügung gestellt.
In den Sommerferien hat Radio Bremen zwei Tage lang ein Kinderferienprogramm angeboten. Die 19 Kinder, die ausgewählt wurden, haben an einem dieser Tage die Bremer Philharmoniker besucht. In der Musikwerkstatt der Philharmoniker wurden die Kinder begrüßt. Die Philharmoniker haben rund 80 Musiker, die waren aber nicht alle da. Vier Cellisten - also Musiker die Cello spielen - haben sich für die Fragen der Kinder zur Verfügung gestellt.
Anhören: Begrüßung in der Musikwerkstatt, [2:42]
Im Orchester-Proberaum stehen sehr viele Stühle, Notenständer und Musikinstrumente. Hier trafen die Kinder auf die vier Cellisten Andreas, Benjamin, Carola und Carolin. Die vier haben den Kindern ein Musikstück vorgespielt und dabei eine Nasenklammer - die Musiker sagen hierzu auch Dämpfer - benutzt. Eine Klammer, die ziemlich weit unten am Cello befestigt war. Sie haben einmal vorgemacht, welchen Unterschied man hören kann, wenn man einmal mit diesem Dämpfer spielt und einmal ohne ihn. Wenn ihr genau zuhört, könnt ihr merken, dass der Ton mit Nasenklammer dumpfer klingt und die Musik ist auch ein wenig leiser ist.
Anhören: Simon hat einen Lachanfall, [6:20]
Die Kinder durften Carola viele Fragen stellen. Sie können Andree nun sehr genau beschreiben wie ein Cello aussieht. Es ist ein Streichinstrument, größer als eine Geige und man stellt es auf einem Stachel auf dem Fußboden ab.
Die Bremer Philharmoniker gibt es schon seit 185 Jahren. Das ist eine sehr lange Zeit. Und in dieser Zeit haben immer wieder neue Musiker mit den unterschiedlichsten Instrumenten gelernt, gemeinsam wunderbare Musik zu machen. Das ist nicht immer so ganz einfach bei so vielen Menschen und so vielen Instrumenten. Manche Stücke sind schwieriger zu spielen als andere. Das ist so ähnlich wie mit Matheaufgaben. Da gibt es ja auch leichte und schwerere. Um alle harmonisch zusammen spielen zu lassen, ist der Dirigent sehr wichtig.
Anhören: Julius darf selber spielen, [10:21]
Eine andere Gruppe hat Benjamin befragt. Den Kindern ist bei ihrem Besuch aufgefallen, dass die Musiker immer den Kopf schütteln beim Spielen. Und das wollten sie nun doch gerne mal genau wissen. Benjamin erklärt das damit, das ein Musiker sich immer mit seinem ganzen Körper für die Musik einsetzt und nicht nur - beim Cello beispielsweise - mit den Händen. Sonst klingt Musik schnell langweilig. Und da man bei der Probe sehr lange sitzen muss, sind die Stuhllehnen nicht starr sondern beweglich. So kann man sich auch mal recken und strecken.
Ein Cello besteht ja nicht nur aus dem so genannten Korpus, sondern man benötigt zum Spielen einen Bogen. Die Saiten eines solchen Bogens bestehen aus Haaren vom Pferd. Die sind erstens viel robuster als unsere Haare - und natürlich viel länger. Das Cello hat einen großen Tonumfang - also viele dunkle bis hin zu sehr hohen Tönen. Und damit man sich das vorstellen kann, spielt Benjamin für die Kinder eine C-Dur-Tonleiter. So ein Cello wiegt übrigens ungefähr fünf Kilo.
Die dritte Gruppe hat Andreas interviewt. In einem normalen Sinfonie-Konzert, spielt Andreas gemeinsam mit sieben weiteren Cellisten. Also insgesamt mit acht. Es gibt aber auch kleinere Besetzungen, mit nur vier oder sechs Celli. Oder aber große mit zehn.
Anhören: Das Cello brummt so schön, [10:21]
Die vierte und letzte Gruppe hat Carolin befragt. Carolin spielt schon seit sie sieben Jahre alt ist Cello. Ihr hat der tiefe Ton des Cellos so gut gefallen. Sie kann übrigens auch noch Klavier spielen. Als sie fertig studiert hatte, hat sie sich ihr eigenes Instrument zugelegt. Vorher hat sie sich oft eines leihen müssen. Cellos sind zum Teil nämlich sehr teuer. Ihr jetziges Instrument ist schon 130 Jahre alt.
Carolin musste sich auch ganz normal bei den Bremer Philharmonikern bewerben um Mitglied des Orchesters zu werden. Das ist wie bei einem Casting, wie ihr es vielleicht aus dem Fernsehen kennt. Man muss Vorspielen und wird dann von einer Jury ausgewählt.
Anhören: Bremen sucht ein Supercello, [3:56]
In der Musikwerkstatt durften die Kinder zum Schluss noch ein paar andere Instrumente ausprobieren. Zum Beispiel das Horn, eine Tuba, den Kontrabass, ein Fagott oder die Querflöte. Das das gar nicht immer gleich so einfach ist, haben sie dann selber fest stellen können. Hier könnt ihr das noch einmal nachhören.
Anhören: Die Lippen müssen vibrieren, [6:06]
Berufsmusiker
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Info: Kinder
![Kind mit Kopfhörer [Quelle: Radio Bremen] Kind mit Kopfhörer [Quelle: Radio Bremen]](/nordwestradio/sendungen/kinderzeit/infobild124_v-mediateaser.jpg)
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