Kindertalk
In den USA gibt es seit dem 20. Januar 2009 einen neuen Präsidenten. Er heißt Barack Obama. Im Kindertalk sprechen Yannik, Florian und Hans Jessen mit Moderator Andree über die Person Barack Obama, seine Vorbilder und Gegner, seine politische Richtung und die Euphorie, die seine Wahl in der ganzen Welt ausgelöst hat. Auch unsere drei Talkgäste freuen sich über das neue Staatsoberhaupt von Amerika.
Anhören: Barack Obama und das Glück der Amerikaner, [1:28]
So lautet der Wahlspruch von Barack Obama. Es heißt übersetzt "Ja, wir können". Diesen Satz hat er den Menschen in Amerika immer wieder gesagt, in der Zeit bevor er gewählt wurde. Barack Obama wollte den Menschen seines Landes damit ein Gefühl von Gemeinschaft geben: Zusammen kann man alles schaffen und nur gemeinsam kann man Probleme lösen.
Präsident Obama hat in seiner Antrittsrede gesagt: " Stellt euch vor, hier steht ein Mann und schwört den Eid auf das Präsidentenamt, dessen Vater vor 60 Jahren in keinem Restaurant bedient werden durfte." Er ist nämlich der erste Präsident der USA, der keine weiße Hautfarbe hat. Als Sohn eines Einwanderers aus Kenia - einem Land in Schwarzafrika - und einer Weißen, wurde er auf Haiti geboren. Ihr seht also, dass er sehr unterschiedliche Wurzeln hat, so wie auch viele Amerikaner diese haben. Bis vor 60 Jahren wurden in den USA schwarze und weiße Menschen nicht gleichberechtigt behandelt. Aber die Zeit und die Persönlichkeit von Barack Obama haben diesen historischen Schritt möglich gemacht.
Verglichen wird der heutige 44. Präsident einerseits mit Abraham Lincoln und andererseits mit John F. Kennedy. Von den beiden habt ihr sicherlich schon einmal gehört. Lincoln war vor rund 150 Jahren Präsident von Amerika und hat viel für die Freiheit der Schwarzen getan. Kennedy hat bei seiner Wahl in den 1960er Jahren für Optimismus gesorgt und den Menschen Mut gemacht auf eine bessere Zukunft zu hoffen. Auch Martin Luther King, ein schwarzer Bürgerrechtler in den 1960 Jahren, der sich für die Rechte der Menschen mit einer dunklen Hautfarbe stark gemacht hat, wird in Zusammenhang mit Barack Obama oft genannt.
Anhören: Wer ist Barack Obama?, [7:24]
Barack Obama hat während seines Wahlkampfes auch Deutschland besucht. Das war im Juli 2008 und er war in unserer Hauptstadt Berlin. Er hat dort an der Siegessäule vor 200.000 Menschen gesprochen. Obwohl er damals noch gar nicht der Präsident der Vereinigten Staaten war. Die Berliner waren begeistert von seinem Auftritt. Für einen deutschen Politiker wäre das momentan undenkbar. In dieser schwierigen Zeit brauchen die Menschen einen Präsidenten, dem sie vertrauen. Und sie haben Vertrauen in Barack Obama. Der studierte Jurist hat sich schon früh für Menschen stark gemacht, denen es nicht besonders gut geht. So hat er gleich nach seinem Amtsantritt versprochen, das Gefangenenlager Guantanamo - das es seit den Anschlägen des 11. September gibt - zu schließen. Außerdem hat er an seinem ersten Arbeitstag mit den politischen Führern von Israel und Palästina telefoniert. Zwischen den Einwohnern dieser beiden Gebiete gibt es seit langem Krieg. Eine seine Aufgaben sieht er darin, bei der Lösung dieses Konflikts behilflich zu sein.
Anhören: Was will Barack Obama erreichen?, [8:40]
Dieser Ausspruch stammt von Abraham Lincoln, dem 16. US-Präsidenten, der einiges mit Barack Obama gemeinsam hat. Beide kommen aus einfachen Verhältnissen. Lincoln hat zu seiner Zeit die Sklaverei abgeschafft. Dadurch haben Schwarze in Amerika immer mehr Rechte bekommen und nur so war es möglich, dass 150 Jahre später ein Schwarzer Präsident werden konnte.
McCain - sein Gegner im Wahlkampf - ist ein Soldat, der im Vietnamkrieg schwer verwundet wurde. Dieser Krieg zwischen Amerika und Vietnam forderte in den 1960er Jahren viele Menschenleben. Viele Amerikaner glaubten aber nicht an ihn als neuen Präsidenten.
Anhören: Vorbild und Gegner Barack Obamas, [2:23]
Der Krieg zwischen Palästina und Israel, wird auch Nahostkonflikt genannt. Ein Ende der Kämpfe wäre sehr entscheidend für den Frieden auf der ganzen Welt. Seit 60 Jahren gibt es nun schon diesen Krieg, in einem Gebiet in dem seit tausenden von Jahren Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten und Abstammungen leben. Ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde entschieden, dass die Juden und die Palästinenser das Recht haben dort zu leben. Beide sollten einen eigenen Staat bekommen. Trotz vieler Versuche zwischen den beiden Völkern zu vermitteln, gibt es aber immer wieder Kämpfe. Auf beiden Seiten gibt es Täter und auf beiden Seiten gibt es Opfer. So kann man nicht sagen, wer der Schuldige an diesem Krieg ist.
Anhören: Wieso gibt es Krieg zwischen Israel und Palästina?, [5:59]
Sicherlich sind nicht alle Amerikaner glücklich darüber, dass Barack Obama der neue Präsident ist. Viele die ihn ganz toll finden haben deshalb Angst um ihn. Angst, das es jemanden gibt, der ihn umbringen könnte. John F. Kennedy, Abraham Lincoln und Martin Luther King, über diese drei Menschen habt ihr ja weiter oben schon etwas gelesen, wurden alle drei ermordet. Der Ausspruch "I have a dream" - "Ich habe einen Traum" stammt übrigens von Martin Luther King und sein Traum war es, dass alle Menschen egal ob schwarz oder weiß friedlich zusammen leben.
Barack Obama ist mittlerweile der am besten gesicherte Politiker der Vereinigten Staaten, vielleicht sogar der ganzen Welt. Und natürlich wird auch seine Familie ständig bewacht.
Doch unsere drei im Studio möchten nicht mit der Präsidentenfamilie tauschen. Allerdings haben sie schon eine Idee, was sie als erstes tun würden, wenn sie Präsident werden könnten.
Info: Kinder
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