11. April 2013, 15:28 Uhr
SEK-Einsatz in Bremen
Es klingt wie die Sequenz aus einem Krimi: Da sitzt eine Familie abends gemütlich im Wohnzimmer. Plötzlich versucht jemand, die Tür aufzubrechen. Statt Einbrecher stürmen plötzlich sieben Spezialkräfte der Polizei (SEK) die Wohnung. Dies geschah einer Familie in der Bremer Neustadt. Doch war es die Tür zur falschen Wohnung, die eingetreten wurde.
Der Familienvater Mehmet Zeki-Koc dachte zunächst, dass seine Kinder streiten. Als der Lärm lauter wurde, wunderte er sich noch, aber da war die Tür schon eingetreten. Auf Befehl der Polizisten legte sich der fünfjährige Sohn Piro sofort auf den Boden und versteckte sich unter dem Tisch.
Der Rest der Familie bekam einen Rieseschreck und wunderte sich, warum die Polizisten bewaffnet und in voller Ausrüstung in die Wohnung stürmten. Der Einsatzleiter klärte schnell die Situation: "Wir hatten eine akute Bedrohungslage". Die Polizei ging davon aus, dass sich eine junge Frau in dem Haus in Lebensgefahr befand.
Zuvor hatte sich eine junge Frau hilfesuchend an die Polizei gewandt. Sie behauptete, von ihrer Cousine eine SMS bekommen zu haben, in der stand, dass sie von ihrer Familie fest gehalten werde und getötet werden solle. Die Polizei leitete daraufhin sofort umfangreiche Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen ein, sagt Niels Matthiesen, Pressesprecher der Polizei.
"Wir konnten aber nur lokalisieren, dass sich die Frau in dem Haus befand. Auf den Türschildern standen teilweise keine Namen drauf", so Matthiesen. Der entscheidende Name sei zwei Mal aufgetaucht. So drangen die Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) in beide Wohnungen gleichzeitig ein. In der anderen Wohnung fanden sie eine Familie im Wohnzimmer tatsächlich bei einem Klärungsgespräch. Von Lebensbedrohung konnte jedoch nicht die Rede sein. Die Polizei nahm alle Familienmitglieder mit zur Polizeiwache und setzte sie nach einer Vernehmung wieder auf freien Fuß. Die Familie, deren Wohnung versehentlich gestürmt wurde, besuchten die Beamten am kommenden Tag erneut. Diesmal klingelten sie.
"Wir haben uns am nächsten Tag sofort entschuldigt. Wir waren mit einem Strauß Blumen und einem kleinen Teddy für die Kinder da", sagte der Einsatzleiter der Bremer Polizei. Selbstverständlich kommt die Polizei auch für den Schaden auf. Die Familie Koc hat die Entschuldigung angenommen und die freundliche Geste gewürdigt. Trotz des Schreckens bleibe bei ihm kein schlechtes Gefühl zurück, sagt der Familienvater.
SEK stürmt falsche Wohnung, [3:30]
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