27. Februar 2013, 8:27 Uhr
Kolloqium in Bremerhaven
Das Deutsche Havariekommando hat für nationale und internationale Experten der maritimen Notfallvorsorge zu einem Fachkolloquium nach Bremerhaven eingeladen. Das Treffen im Deutschen Schiffahrtsmuseum steht im Zeichen des zehnjährigen Bestehens des Havariekommandos in Cuxhaven. Die Bund-Länder-Einrichtung will unter anderem eine Bilanz ihrer Arbeit ziehen.
Auch die Überwachung der Meere aus der Luft und das Entdecken von Umweltverschmutzungen gehört zu den Aufgaben des Havariekommandos.
Der Holzfrachter "Pallas" trieb 1998 brennend durch das Wattenmeer, strandete vor der nordfriesischen Insel Amrum und richtete eine Umweltkatastrophe an. Die Behörden schätzten die Lage falsch ein und waren wegen unklarer Kompetenzen und mangelnder Ausrüstung überfordert. So etwas sollte sich nicht wiederholen: Fünf Jahre später, am 1. Januar 2003, begann das Havariekommando in Cuxhaven mit seiner Arbeit. Die gemeinsame Einrichtung von Bund und Küstenländern mit fast 40 Mitarbeitern nimmt seitdem das Heft immer dann in die Hand, wenn Unfälle oder Schäden auf See ein größeres Ausmaß annehmen. Beispiele aus den letzten Jahren sind der Brand der Ostseefähre "Lisco Gloria" im Oktober 2010, bei dem in einer dramatischen nächtlichen Rettungsaktion alle Passagiere und Besatzungsmitglieder lebend von Bord geholt werden konnten.
Die Havarie des Containerschiffs "Flaminia", das im vergangenen Sommer auf dem Atlantik teilweise ausbrannte, bedeutete zudem viele Wochen höchste Anspannung. Kein Hafen in Europa ließ den noch brennenden Frachter anlegen. Die Cuxhavener Experten holten die "Flaminia" auf Anweisung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) schließlich in den neuen Jade-Weser-Port nach Wilhelmshaven.
Bislang umfangreichste Aktion: Die "Flaminia" an der Kaje des Jade-Weser-Ports.
Hans-Werner Monsees, der das Havariekommando seit dem ersten Tag leitet, erinnert sich an die Anfänge: "Ich habe 2001 die Aufgabe übernommen, einen Aufbaustab einzurichten. Es war ein hartes Stück Arbeit. So gravierende Neuerungen einzuführen, geht natürlich nicht reibungslos." Man müsse überzeugen, und zwar durch gute fachliche Arbeit und Leistung. "Wenn man zurückblickt, haben wir 44 dieser komplexen Schadenslagen, im Grunde maritime Katastrophen, abgearbeitet, alle erfolgreich." Im Vergleich zu den Vorgängerorganisationen habe es erhebliche Qualitätsfortschritte gegeben, ist der 54-Jährige überzeugt.
2007 unternahmen Bund und Länder einen weiteren Schritt zu mehr Sicherheit auf See. Das Maritime Sicherheitszentrum ging in Betrieb. Dort sitzen Vertreter des Havariekommandos, von Küstenwache und Bundespolizei, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, von Zoll und Fischereischutz sowie die Verbindungsstelle der Marine in einem Raum zusammen. Mit der Grundsteinlegung im November 2012 begann der 21 Millionen Euro teure Neubau des Maritimen Sicherheitszentrums, das im Moment Räume des Wasser- und Schifffahrtsamts in Cuxhaven nutzt. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), verwies damals auf die wachsenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Offshore-Windenergie. Beim Aufbau der Windparks könnten eines Tages bis zu 2000 Menschen auf See beschäftigt sein - und bei Wind und Wetter seien verschiedene Notsituationen denkbar. Der Umzug des Havariekommandos ins eigene Haus ist für 2014 geplant.
Zehn Jahre Havariekommando Cuxhaven, [3:37]
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