23. Juli 2012, 12:01 Uhr
Meeresforschung
Mit einem Tauchroboter haben Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (Awi) erstmals Methan in der Arktis messen können. An der betreffenden Stelle vor der Westküste Spitzbergens tritt das klimaschädliche Treibhausgas in bislang unbekannter Menge aus dem Meeresboden aus.
"Paul" ist die inoffizielle Bezeichnung für das autonome Unterwasserfahrzeug des Awi.
Die Awi-Experten wollen durch die Versuche besser verstehen, wie viel Methan aus dem Meeresboden in die Atmosphäre gelangt. Die Daten werden zurzeit ausgewertet. Während der aktuellen Expedition des Forschungsschiffes "Polarstern" ist der torpedoförmige Unterwasserroboter "Paul" in eine Tiefe von bis zu 300 Metern vorgedrungen. Es war der erste Tauchgang dieser Art für den Roboter.
Auf der vierstündigen und 20 Kilometer langen Fahrt habe das Mini-U-Boot seinen vorher programmierten Kurs genau eingehalten, so die Wissenschaftler. Bei weiteren Tauchgängen soll "Paul" zum Beispiel feststellen, wie viel vom Treibhausgas Kohlendioxid sich zwischen Wasseroberfläche und Meeresboden befindet. Auch ein Team des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, Geomar, untersucht derzeit Methan vor Ort. Die Wissenschaftler sind am Sonntag von Bremerhaven aus zur Expedition in die norwegische und britische Nordsee aufgebrochen.
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