25. Mai 2012, 14:34 Uhr
Wissenschaftsrat
Der Wissenschaftsrat hat die Bundesländer aufgefordert, die privaten Hochschulen stärker an staatlichen Forschungs-Programmen zu beteiligen. Auf der Konferenz, die am Freitag in Bremen zu Ende ging, hatten Wissenschaftler sowie Wissenschaftsminister und Senatoren drei Tage lang über das Schwerpunk-Thema private Hochschulen beraten.
Der Vorsitzender des Wissenschaftsrates, Wolfgang Marquardt, sagte, auch wenn die Privat-Hochschulen in die staatlich finanzierte Forschung einbezogen werden, sollten sie weiterhin hauptsächlich privat finanziert werden. Je größer das Studienangebot, desto schwieriger werde es aber, sich ausschließlich über Studiengebühren zu finanzieren. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der privaten Hochschulen in Deutschland verdoppelt. Rund sechs Prozent aller Studierenden sind inzwischen an einer der 150 privaten und kirchlichen Akademien eingeschrieben. Das geht aus der ersten Bestandsaufnahme des Wissenschaftsrates hervor. Inzwischen seien die privaten Einrichtungen fester Bestandteil des deutschen Hochschulsystems geworden und Vorbild in Sachen Flexibilität. Die Bremer Jacobs University ist die erste private Einrichtung, die vom Wissenschaftsrat anerkannt wurde. Das Gremium berät die Bundesregierung und die Länder in Hochschulfragen.
Die Universität Oldenburg erhält mehr als 20 Millionen Euro für die Errichtung eines Gebäudes für die Erforschung der Windenergie. Der Wissenschaftsrat habe am Freitag seine positive Empfehlung für das Forschungslabor für Turbulenz- und Windenergiesysteme gegeben. Das teilten die Universität und die Landesregierung von Niedersachsen mit. Die Investitionskosten werden je zur Hälfte von Bund und Land übernommen. In dem Neubau sollen Wissenschaftler aus der Physik, der Meteorologie, der Ozeanographie und den Ingenieurwissenschaften das Betriebsverhalten von einzelnen Windanlagen sowie Windparks auf See erforschen. Insbesondere geht es um das Zusammenspiel des Windes mit den Anlagen auf hoher See.
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