Bundesweiter Stressreport
Jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland klagt über zu viel Zeit- und Leistungsdruck bei der Arbeit, mit einem Wort: Stress. 43 Prozent der arbeitenden Bevölkerung sagen, der Arbeitsstress habe in den letzen zwei Jahren zugenommen. Das geht aus dem bundesweiten Stressreport hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.
Langanhaltender Stress führt zu tiefer Erschöpfung.
Stress auf der Arbeit kommt schneller, als einem lieb ist. Und er kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, weiß die Arbeitsmedizinerin Bettina Stein. "Weil man ganz viele Aufgaben auf einmal machen muss, ganz viele Kunden gleichzeitig bedienen und das unter Termindruck", sagt die Medizinerin. Für eine gewisse, kurze Zeit sei so eine höhere Belastung in Ordnung. Aber nicht dauerhaft. "Bei einer hohen Arbeitsbelastung ist die Erholung sehr wichtig, dann kann man auch wieder ranpowern. Aber wenn man aus der Freizeit herausgeholt wird und zusätzliche Schichten machen muss, dann fällt die Erholung weg und es tritt eben wirklich eine tiefe Erschöpfung ein."
Bettina Stein ist Vorsitzende des Bremer Landesverbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte mit knapp 90 Fachärzten für Arbeitsmedizin. Etwa jeder zweite Patient, klagt über Stress und weist die entsprechenden Symptome auf: "Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Ganz viele Menschen leiden unter Schlafstörungen, was auch noch zusätzlich Kraft kostet, weil sie sich über Nacht nicht erholen können". Hinzu kommen Bluthochdruck und Essstörungen, sogenanntes Frustfuttern.
… hilft ein Boxenstopp
Oft hilft eine Auszeit weiter, ein Urlaub oder eine Kur. Um dann anschließend im offenen Gespräch mit Vorgesetzten Aufgaben abzugeben. "Jemand, der so in der Mühle ist und wie so ein Hamster im Rad, der hat gar nicht das Gefühl, dass er noch etwas ändern kann. Es gibt den Ausdruck Boxenstopp, dass man für eine Woche herausgenommen wird, Beratungen hat, nachdenken kann und dann mit neuer Luft wieder in die Situation hineingeht und vielleicht dann auch Änderungen vornehmen kann."
Begrenzte Arbeitszeiten einhalten
Besonders schlimm ist die Stress-Situation in Pflegeberufen, wo zu der körperlichen noch eine seelische Belastung durch die zwischenmenschlichen Kontakte dazukommt. Das Hauptproblem sieht die Arbeitsmedizinerin im knappen Personal. Doch leider stellten Betriebe nicht immer mehr Leute ein, auch nicht, wenn Betriebsärzte genau das empfehlen. Bettina Stein ermutigt dazu, begrenzte Arbeitszeiten ernst zu nehmen und sich nicht zu zehn, zwölf oder sogar 14 Stunden-Tagen hinreißen zu lassen: "Wenn alle diese Begrenzung einhalten, entsteht ein neues Klima. Die Arbeitszeit ist begrenzt und da haben wir ja auch Gesetze für". Wenn alle sich an diese Gesetze hileten, werde ein Umschwung möglich sein, sagt sie.
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