Raumlabor "Columbus"
Wie verhalten sich Flüssigkeiten im All? Können Bakterien den ungewohnten Bedingungen im Weltraum trotzen? Haben Astronauten unter Knochenschwund zu leiden? Am 7. Februar 2008 verließ das Raumlabor "Columbus" die Erde, und hilft den Forschern, diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Gebaut wurde das Modul beim Bremer Raumfahrtskonzern Astrium.
Gebaut vom Bremer Raumfahrtskonzern "Astrium": Das europäische Weltraumlabor Columbus ist Teil der Internationel Raumstation (ISS).
400 Kilometer über der Erde ist das in Bremen gebaute Modul "Columbus" an der Internationalen Raumstation (ISS) angedockt. Dort soll es Experimente durchführen, die auf der Erde nicht möglich sind. Das Raumlabor ermöglicht Untersuchungen unter erdfremden Bedingungen, wie Schwerelosigkeit oder extremen Temperaturen.
"Columbus" ist knapp sieben Meter lang und hat einen Durchmesser von viereinhalb Metern. Damit bietet es bis zu drei Astronauten Platz, die dort Experimente und Aufgaben in verschiedenen Bereichen durchführen: Physik, Chemie, Medizin und Pharmazeutik, Weltraum-, Geo- und Materialwissenschaften und Humanphysiologie. Die "Columbus" ist der europäische Beitrag zur ISS. Insgesamt sind zehn Staaten an dem 880 Millionen Euro teuren Projekt beteiligt.
Fünf Jahre Columbus-Raumlabor, [7:37]
Gespräch mit Thomas Reiter (ESA)
Fragen, mit der sich die Crew der "Columbus" beschäftigen: Warum baut der Mensch im All Knochen- und Muskelmasse ab? Wie verhalten sich Pflanzen und wirbellose Tiere in der Schwerelosigkeit? Das Experiment "Solar" beschäftigt sich hingegen mit den direkten Folgen der Sonneneinstrahlung auf das Kilma der Erde. Zudem ist das Raumlabor so entwickelt, dass auch im Außenbereich experimentiert werden kann, wo beispielsweise Einschläge von Mikrometeoriten simuliert werden können. Bis mindestens 2020 sollen die Forschungen andauern.
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